55 Kommentare zu “Mal ganz langsam und deutlich zum Verinnerlichen:…

  1. Mir wird auch täglich schlechter über die Medien. Ich selbst glaube auch nicht an die Selbstmord-Theorie, da wird doch gerade ein Geflecht gesponnen.. Unglaublich, was da gerade passiert.

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    • Auch wenn nach der gestrigen Pressenkonferenz in Marseille zunächst viel auf einen absichtlichen Absturz hinzuweisen scheint, so sollten wir alle so vernünftig sein, und die entgültigen Untersuchungsergebnisse abwarten…
      Ach, das ewige Gesülze, die ungezählten „Brennpunkt“- und andere Sondersendungen im TV stören mich gar nicht mal so, da zappe ich einfach weg. Was ich so furchtbar finde, das sind verbale Entgleisungen hier im WWW, sogar auf dem Blog eines Menschen, den ich bis heute Morgen noch für einen Freund gehalten hatte…

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      • Oh, echt? So etwas las ich bisher noch nicht, aber ich habe im Moment eh nicht viel Zeit. Tut mir sehr leid für Dich, von einem Freund so enttäuscht zu werden. 😦
        Ich glaube trotzdem diesen Untersuchungen kein Wort, es geht doch immer zu Gunsten der Konzerne.. Auch wenn es irgendwann abgeschlossen sein wird, man wird halt immer mißtrauischer. Das allerdings haben sich die Obrigkeiten selbst in die Schuhe zu schieben..

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        • Das ist schon Übelkeit erregend, was sich im WWW diesbezüglich so tut…
          Ich weiß nicht, ganz so misstrauisch bin ich jetzt ehrlich gesagt nicht, was die Arbeit der Expertenteams anbelangt. Man ist halt viel zu früh mit den allerersten Erkenntnissen in die Öffentlichkeit getreten, das ist, was mich stört. Vorgestern noch hat es allerortens geheißen, es würde unter Umständen Wochen dauern, bis der beschädigte Stimmen-Recorder ausgewertet sei – und dann wurden mit einem Male gestern bereits die Ergebnisse der ersten Analysen präsentiert.
          Aber ich stecke da genau so wenig drin wie jeder andere von uns. Wir sind allesamt nicht am Absturzort, keiner von uns hat die erforderlichen Qualifikationen, um sich wirklich ein Bild machen zu können. 😉

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          • Richtig. Da ich auch auf Facebook einen Account habe, bekam ich die Shitstorms gegen den Co-Piloten live mit.. Einfach nur ekelhaft.
            Mir ging das nun auch ein wenig zu schnell, da stimme ich Dir voll und ganz zu. Eine schreckliche Woche, mir fiel mein Freutagsbild heute sehr schwer. 😦

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            • Was mich auch stets sehr erschüttert, das ist, dass es nur sehr wenige Menschen gibt, die den Mut haben, offen jenen Paroli zu bieten, die sich da entschieden im Ton vergreifen, geifern und hetzen. Wenn jeder, der sich an solchen Shitstorms oder niveaulosen Kommentaren und Beschimpfungen stört, den Mund aufmachen bzw. die Tastatur in Betrieb nehmen und kund tun würde, wie abartig und barbarisch solch ein Verhalten ist, dann würde es weitaus weniger Eskalationen im WWW geben…

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  2. Ich denke, die dürren Fakten sprechen eine deutliche Sprache. Aber das darf kein Grund sein, einen Menschen übelst zu beschimpfen. Ihn trifft es nicht mehr, aber seine armen Eltern. Ich kann mir nicht vorstellen, wie diese armen Leute weiter leben wollen und können. Sie tun mir unendlich Leid.

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    • Eben – so sehe ich das auch! Mit den Beschimpfungen, die niemandem helfen, und im Grunde genommen Armutszeugnisse sind, die trefflich zeigen, wes Geistes Kind die Verfasser/innen eigentlich sind, verletzt man die Angehörigen und jene Menschen, die das Leben dieses Mannes teilten.

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  3. Danke! Ich kann das nur bestätigen, was du schreibst. Habe mich heute aus mehreren Gruppen und Foren abgemeldet, weil ich es nicht ertragen konnte, was da so geschrieben wird. Es ist zum Weinen!

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    • Ich habe eine langjährige Blogger-Freundschaft hier auf WP aufgekündigt, weil mir gestern Abend und heute Morgen angesichts dessen, was ich dort lesen musste, sterbensübel geworden ist.

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      • Das hätte ich dann wohl auch gemacht. Man kann wirklich nur mit dem Kopf schütteln, was manche Leuten so für Ungeheuerlichktien öffentlich verkünden. Ob sie nicht drüber nachdenken, was sie tun würden, wenn sie selbst in eine solche Situation geraten würden? Wahrscheinlich nicht!

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        • Ich glaube nicht, dass solche Menschen den Verstand benutzen, wenn sie über einen Menschen, den sie überhaupt nicht kennen, und von dem sie bis gestern Nachmittag noch nicht wussten, dass er überhaupt existiert hat, der sich erstens nicht mehr wehren kann, und dessen „Schuld“ zweitens ja noch gar nicht definitiv erwiesen ist, beleidigend herziehen. Geschweige denn, dass ihnen jemals ernsthaft durch den Sinn geht, dass ihnen Ähnliches widerfahren könnte.

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  4. Eine wirkliche Aufklärung wird es sicher nicht geben, denn die dabei waren, sind tot. Diese Mutmaßungen und Spekulationen sind widerlich. Auch der Co-Pilot ist ein Opfer und seine Familie wird möglicherweise zum nächsten Opfer.

    Danke für deinen Beitrag, vielleicht rüttelt er den einen oder anderen auf.
    Liebe Grüße!

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    • Ich glaube auch, dass sich die tatsächliche Absturz-Ursache bis ins Detail nie ermitteln lassen wird, man sehe sich nur mal die Bilder von der Unglücksstelle an…
      Dieser junge Mann kann sich nicht mehr wehren – das macht es wohl für Viele so einfach, ihn zu beschimpfen und mit verbalem Dreck zu besudeln.
      Ich hoffe das sehr. Wenn sich auch nur eine einzige Person davon so angesprochen fühlt, dass sie bei der nächsten Katastrophe vor Inbetriebnahme der Tastatur erst das Gehirn einschaltet, und vernünftig nachdenkt, dann wäre das schon ein Erfolg…
      Herzliche Grüße!

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      • Es ist doch so einfach, einen Sündenbock zu finden, anstatt darüber nachzudenken, was in unserer Gesellschaft los ist, in der die psychischen Erkrankungen durch Leistungsdruck und Arbeitsbelastungen immer größer werden, weil u.a. der Mensch nichts mehr zählt und menschlich so wichtige Arbeitsplätze einfach weggespart werden.

        Dein nächster zynischer Artikel ( wenn ich richtig sehe, hast du die Kommentarfunktion geschlossen) kann durchaus Realität sein. Wer weiß, welche Intelligenz uns im Sonnensystem tatsächlich umgibt.

        LG ins Wochenende,
        Anna-Lena

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        • Das Beschimpfen und Verfluchen eines Toten ist halt sehr mühelos und bequem. Und man kann dabei so herrlich das betreiben, was in der Psychologie als Rückprojektion bezeichnet wird – man projiziert die eigenen Unzulänglichkeiten, Schwächen, all das, was man an sich selbst hasst, auf einen Anderen, zumeist Wehrlosen, um sich dann darüber echauffieren zu können, ohne sich mit sich selbst auseinander setzen zu müssen…
          Da draußen befinden sich mit Sicherheit ungezählte wahrhaft intelligente Wesen, liebe Anna-Lena…
          Schöne Wochenend-Grüße zurück!

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    • Danke, liebe Bettina, und willkommen hier! 🙂
      Es geschieht immer wieder mal, dass mir jemand seine Ansichten aufdrängen will, und dann mit dem Ausspruch „Du bist gar keine richtige Freidenkerin!“ reagiert, wenn ich nicht darauf eingehe. :mrgreen: Allein das zeigt mir, dass ich eigentlich doch eine bin. 😉
      Liebe Grüße!

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  5. Jetzt muss ich doch auch mal etwas schreiben, obwohl ich mich zurückhalten wollte.

    Hallo M. und ihr anderen.
    Zuerst – wo ist der Unterschied zu dem Shitstorm, der angeprangert wird, und der der jetzt hier vollzogen wird? Natürlich, ich weiß ihn, unzählige Tote, eine unsägliche Katastrophe, eine ganz furchtbare Einstellung desjenigen, über den ihr schreibt, aber generell gesehen?

    Dann: an dieser ganzen schlimmen Katastrophe stört mich ziemlich immer wieder der Satz: „Es könnte auch mich oder meine Angehörigen betreffen.“

    Warum sagt man das nicht, wenn im Bürgerkrieg oder durch Hungersnöte usw. ebenfalls unsäglich viele Menschen sterben? Warum thematisierte man den Flugzeugabsturz vor einigen Wochen nicht so dramatisch? Weil keine Deutschen betroffen waren? Weil keine Deutschen in Bürgerkriegen sterben?

    Bitte versteht mich jetzt nicht falsch, ich weiß M., du thematisierst das immer wieder, du schaust in alle Richtungen. Aber all die vielen anderen Menschen, die eben nur ihren Tellerrand sehen und denen als erstes oben genannter Satz einfällt?

    Es ist ein furchtbares Unglück, was daraus gemacht wird ist ebenfalls furchtbar. Und wie viele anderen furchtbaren Katastrophen es täglich auf der Welt gibt – manchmal fehlen die Worte. Manchmal kann man nur noch schweigen. Und wenn man könnte, möchte man überall helfend vor Ort sein.

    Was ich gerade auch jetzt wieder denke, was ich oft generell denke:

    Die Menschen müssen behutsamer/achtsamer sein. Achtsamer auf ihren Nächsten schauen, sei es im Arbeits- oder im Privatbereich. Nicht kontrollierend, das meine ich jetzt nicht. Ich spreche von Empathie.
    Die Grenze zwischen Achtsamkeit und Übergriffigkeit ist so schmal, es ist schwer, sie zu respektieren, und dennoch auf den Anderen zu schauen. Es ist so schwierig, bei all den eigenen Problematiken ein wenig auf seinen Nächsten zu achten, sich um ihn zu kümmern, wenn man merkt, dass es ihm nicht gut geht. Wer macht das noch? Wer nimmt den anderen an die Hand, um mit ihm ein Stück des Weges gemeinsam zu gehen, für ihn da zu sein, wenn es nötig ist? Bevor es zu einer Katastrophe kommt?
    Das ist die Frage, die ich mir gerade jetzt (und generell) immer wieder stelle, die Frage, mit der ich mich selbst hinterfrage. Ganz gleich, ob die Informationen der Medien nun stimmen, oder nicht.

    Hoffentlich werde ich richtig verstanden.
    Ich wünsche euch allen nur das Allerbeste!
    Viele Grüße
    Heike

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    • Zu Anfang deines Kommentares hat es den Anschein, als würdest du diesen Post hier und die dazu gehörigen Kommentare einem Shitstorm gleichstellen. Das hat mich zuallererst schon sehr fassungslos gemacht, da musste ich heftig schlucken. 😉 Wir schreiben hier aber auch bei weitem nicht nur über einen bis gestern noch guten Bloggerfreund von mir, sondern vor allem über die Ungezählten, die im WWW jeglichen Anstand, jegliche Moral außer Acht lassen…
      Mir kommt es auch nach mehrmaligem Lesen deines Kommentars doch noch irgendwie so vor, als würdest du deinen Mitmenschen schon irgendwie unterschwellig unterstellen, sie würden all das andere Elend und Leid in der Welt, ihre Nächsten, all die Armen und Hilflosen, Verfolgten und Bedrohten nicht richtig zur Kenntnis nehmen, dass all die anderen Katastrophen, Kriege, Verfolgungen, Hungersnöte etc. ihnen nicht ebenfalls ans Herz gingen (Ich bin jetzt bestimmt auf dem Holzweg – aber – und bitte, nicht böse sein! – wenn du ein- oder zweimal im Jahr hier kommentierst, dann kommt das schon so rüber, als würdest du das mit dem erhobenen moralischen Zeigefinger tun…). Aber ich weiß natürlich, dass dich lediglich tiefe menschliche Sorgen umtreiben. Dennoch – woher willst du wissen, welche moralische Kompetenz die meisten von uns inne haben – ich gehe davon aus, dass diese in jedem Falle sehr hoch ist, denn sonst würden ihnen die Verleumdungen, Verhetzungen, Ehrabschneidungen und Rufschädigungen eines Toten, die hier im Netz seit vorgestern kursieren, nicht ebenfalls so nahe gehen. – Allein die schier unermüdliche und wundervolle Anteilnahme, das Verständnis und die Fürsorge, die eine erkleckliche Anzahl Mitmenschen trotz unausgesetzter Anfeindungen Rechtsextremer Flüchtlingen zukommen lässt, die Zahl der ehrenamtlichen Helfer/innen und Pfleger/innen, die in Deutschland noch nie so hoch gewesen ist, sind mir Beweis dafür, dass ein menschliches Miteinander und Nächstenliebe trotz allem Anschein bei uns immer noch einen hohen Stellenwert haben. Zudem habe ich bei Vielen, die hier kommentiert haben, im Laufe der Vergangenheit sehr, sehr viel Nachdenkliches über Kriege, politische Gebrechen, den Rüstungswahn, die Gier der Großunternehmen, Banken, Versicherungen, auch über das liebevolle Umgehen mit dem Nächsten lesen dürfen. Ich weiß, dass Viele von ihnen sich sozial und politisch auf eine geradezu beispielhafte Weise engagieren…
      Warum wir uns über ein Unglück, an dem Landsleute beteiligt waren, so entsetzen, liegt doch ganz klar in der Natur des Menschen begründet, Heike – um das mal im Jargon der Steinzeit auszudrücken: Das sind Mitglieder unseres Rudels, unserer Sippe gewesen, die da ums Leben kamen. Die Toten der Airbus-Maschine sind auf „spektakuläre“ Weise und höchst gewaltsam dem Leben entrissen worden, das dringt weitaus mehr in unser Bewusstsein, in unsere Sinne, als es z. B. das stille Verhungern und Verdursten eines kleinen Kindes in Zentralafrika tut, dessen Wasserquelle von einem Großkonzern unerreichbar abgesperrt worden ist, oder um dessen letzte Mahlzeit an den Börsen der Welt spekuliert worden ist…
      Wir versuchen hier, unser Entsetzen, unsere Abscheu, Wut und Trauer über den Umgang mit einem Toten im WWW zu verarbeiten, der sich ja nicht mehr dagegen verwehren kann. Das Negieren jeglicher Moral, jeglichen Anstands und Feingefühls in der angeblichen Anonymität des Netzes wiegt als Problem meiner Meinung nach mindestens genau so schwer wie die von dir angesprochenen weltweiten Missstände. In diesem speziellen Fall trifft jedes Schimpfwort seine Angehörigen und Freunde, die Menschen, die ihm nahe standen – immer noch stehen. Wer das nicht nachvollziehen kann, dass uns das nahe geht und umtreibt (wir denken dabei auch stets daran, wie uns wohl zumute wäre, wenn wir einmal in eine ähnliche Situation kommen würden wie zur Zeit die Eltern des Co-Piloten) tut mir von Herzen leid. – Und wenn wir hier im WWW mit dem Schreiben, Posten, Kommentieren fertig sind, dann gehen wir zu unseren Nächsten, und nehmen ihre Hände… 😉
      Hier habe ich noch zwei Lese-Empfehlungen, ein Blogpost, und ein Artikel, die ebenfalls die hier angesprochene Thematik behandelt, und wie ich finde, sehr gut:
      http://dieraumfee.blogspot.de/2015/03/in-heaven-no-158-bessermenschen.html
      http://derstandard.at/2000013461542/Germanwings-Unglueck-Das-Monster-der-Betroffenheit
      Liebe Grüße.

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      • Weil ich den obigen Kommentar an dich nicht noch einmal überarbeiten möchte, schiebe ich einen kleinen Nachtrag hinterher:
        Vor etwa einem dreiviertel Jahr verunglückte direkt vor meinen Augen ein junger Polizist schwer, er wurde von einem betrunkenen Autofahrer über den Haufen gefahren. Ich gesteh’s jetzt frank und frei, an diesem Tag, in der darauf folgenden Nacht, und dann noch einen Tag lang hatte ich nicht einen Gedanken an die hungernden Kinder, flüchtenden Kriegsopfer, die vielen Toten und Verletzen und Vertriebenen dieser Welt übrig – mir ging das Bild nicht mehr aus dem Kopf, wie der junge Mann meterweit durch die Luft flog, aufprallte und leblos auf der Straße liegenblieb, wie ein Notarztteam sich zwei Stunden lang um ihn bemühte, bevor er ins Krankenhaus transportiert werden konnte. – Mir ist schon bewusst, dass ich im sogenannten Betroffenheits-Ranking, das du ja anscheinend auch favorisierst, da einen ganz schlechten „Stellenwert“ hatte, und wohl immer noch habe. Aber ich stehe dazu, dass mir das Leid eines Mitmenschen in diesem unserem Lande zur Zeit seines Unglücks und auch danach mehr zu schaffen machte als das Elend der Welt…
        Jene, die der Meinung sind, anderen vorschreiben zu dürfen, hinterfragen zu dürfen, wann, auf welche Weise, wie und worum sie trauern, sich entsetzen, sich erschrecken, Anteil nehmen, sollten doch bitteschön mit gutem Beispiel voran gehen, und zunächst selbst einmal die Anforderungen erfüllen, die sie an ihre Mitmenschen stellen, sprich, hinaus gehen in die weite Welt, Armen, Kranken, Vertriebenen, Kriegsopfern, Opfern unserer kranken und wahnhaften Wirtschaftspolitik helfen.
        Und jetzt habe ich endgültig fertig – ach, eine kleine Bitte noch: Wenn du 2016 deinen nächsten jährlichen Kommentar hier absetzt, dann bitte ohne erhobenen moralischen Zeigefinger…

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  6. @Paradalis: Da du auch mich ansprichst (‚die anderen‘) … was du schreibst, ist genau das, worüber ich auf meinem Blog schrieb, dass nämlich schon wieder geguckt wird, wer ist wie oft wo und wann ‚betroffen‘, ‚traurig‘ etc. Ich will jetzt nicht lange darüber schreiben, weil wir das alles schon seit Jahren tun … Was die Raumfee schreibt (s. Link in Margots Kommentar), das spricht mir aus der Seele.

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  7. Deshalb schreibe ich nicht oft, was ich denke und fühle, es besteht immer die Gefahr, missverstanden zu werden. „Betroffenheitsranking“ , „dass jetzt schon wieder geschaut wird“ (wenn du, liebe Ingrid wüsstest, dass ich kaum noch Zeit habe, hier in den Blogs überhaupt etwas näher zu verfolgen, würdest du das nicht unterstellen) und was weiß ich noch alles, was ich angeblich favorisiere – was aus meinen Zeilen wieder gemacht wird, es gefällt mir nicht. Deshalb klinke ich mich auch wieder aus, selbst wenn das jetzt „beleidigt“ klingen sollte. Ich bin nicht beleidigt, mir fehlt nur die Energie, mich gegen etwas zur Wehr zu setzen, was ich so nicht meinte, mir fehlt die Energie, mich zu rechtfertigen, mich zu erklären, hier in dieser virtuellen Welt. Vielleicht fehlt mir auch schlichtweg die Gabe, mich korrekt virtuell auszudrücken. Ich hätte gar nichts sagen sollen, still zu lesen ist für mich persönlich wirklich besser.

    Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, dass mir jedwedes Anprangern – in welcher Form auch immer – zuwider ist. Es war unnötig, meine Meinung kundzutun, denn auch sie kann missverstanden werden, das ist mir jetzt klar.

    Alles Gute in die Runde,
    herzliche Grüße
    Heike

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    • Und mir gefällt absolut nicht, was du aus meinem Post, und den dazu gehörigen Kommentaren machst: Anprangern, in welcher Form auch immer. Es ist wirklich besser, Paradalis, wenn du dich in Zukunft auf meinem Blog nicht mehr blicken lässt.
      Du scheinst dich übrigens häufig „missverständlich“ auszudrücken. Ich kann mich noch sehr gut an einen Kommentar von dir anlässlich eines durch ein Passwort geschützten Post hier erinnern, in dem du etliche Mitblogger/innen und mich unterschwellig der Verleumdung und Rufschädigung bezichtigt hast, weil wir – ich wiederhole: auf einem durch ein Passwort geschützten Post – unserem Frust, Abscheu und Ärger über einen rechtsradikalen Troll, der uns wochenlang das Leben zur Hölle machte, Ausdruck verliehen hatten.

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      • In welche Ecke möchtest du mich jetzt stecken? Dass ich Rechtsradikalismus gut heiße? Komm bitte wieder zu dir, Margot. Wir kennen uns persönlich, du müsstest wissen, dass ich dahingehend keinesfalls orientiert bin.

        Ich soll mich auf deinem Blog „nicht mehr blicken lassen“??? Wie drückst du dich nur aus? Was ist das für eine Wortwahl?

        Alles Gute dir.
        Heike

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        • Such dir eine Ecke aus, Paradalis. Die rechte Ecke ist es mit Sicherheit nicht, das war es nicht, was ich mit meinem Kommentar ansprechen wollte. Ich meinte den erhobenen moralischen Zeigefinger, dieses klein und schlecht machen der Anderen durch deine Wahl der Worte, die dann ja immer sooooooo missverständlich aufgefasst werden, unterschwellig aber ganz klar und deutlich, auch – und vor allem – nach mehrmaligem Durchlesen genau jene Botschaft transportieren. Das ist mir bei dir schon etliche Male aufgefallen. Und dann hinterher dieses „Hach, ich bin ja wieder so furchtbar fehlinterpretiert worden!“… Ich bin ganz klar bei mir, nebenbei bemerkt, bin es in meinem ganzen Leben noch nie so sehr gewesen.
          Auf gut Deutsch: Ich möchte nicht, dass du hier noch einmal kommentierst.
          Ich habe in den letzten Wochen bereits mehrmals gemerkt, dass es ein Fehler gewesen ist, dass ich ein Opfer meiner eigenen Gutmütigkeit geworden bin, als ich mich mit einigen Mitmenschen hier im WWW wieder versöhnen wollte.
          Dir auch alles Gute.

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    • Liebe Heike, ich verstehe, dass dir da die Puste ausgeht, mir auch, sonst hätte ich viel mehr geschrieben. Aber lies doch mal den Post der Raumfee. Man kann eben nicht aufrechnen und ausrechnen, wo etwas schlimmer ist und wer sich wann mit was betroffen fühlt und sich zum Leid der Welt äußern muss oder sollte. Ich habe dir persönlich nichts unterstellt, sondern meinen Post vorher geschrieben und etliche andere in der Bloggerwelt damit gemeint.

      Und jetzt klinke ich mich auch aus dieser Diskussion aus. Wahrscheinlich ist das Bloggen völlig ungeeignet, sich über diese Dinge auszutauschen. Sehr schade.

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  8. Nachdem ich jetzt eure weiteren Kommentare gelesen habe, bin ich ziemlich traurig – für euch – dass da Freundschaften zu Bruch gehen. Wollt ihr das nicht noch mal überdenken? Och Mönsch! 😦

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  9. Pingback: Im Laufe des 28. 03. 2015… | Freidenkerin's Weblog

  10. In Haltern sollen Vertreter der Presse Kindern Geld geboten haben, wenn sie vor der Kamera Kommentare abgeben würden. Aber da hatte die Polizei alles schnell im Griff. 100 Meter vor dem Schulhof war alles abgesperrt und die Kameras waren alle an der Absperrung aufgebaut. Die Schüler gingen alle durch den Hintereingang. In der Kirche war striktes Film und Foto Verbot. Auch hier kam die Presse bis auf 100m nicht an die Kirche ran.
    Mich hat erschüttert, wer sich da alles zu Wort meldet und seinen Senf abgibt. Insbesondere bei den Experten Runden und Talk Shows . Auch Nina Hagen hat sich über Facebook gemeldet und der Gipfel war dann Alice Schwarzer . Die war der Meinung das die Frauenquote bei den Piloten erhöht werden muß, da die Selbstmordrate bei Frauen viel geringer sei, als bei Männern.
    Schlimmer geht es nicht.
    So lange die Opfer nicht geborgen und beerdiget sind , verbieten sich jegliche Spekulationen.
    L.G.

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  11. Ich bin vollkommen deiner Meinung. Solche Katastrophe könnte uns alle treffen. Ich habe alle „vernünftigen“ Mediennachrichten bis jetzt verfolgt. Es gibt aber immer wieder Gerüchte, denen man keinen Glauben schenken soll. Die von dir erwähnten Artikel kenne ich zum Glück nicht :-). LG bilere

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    • Die beiden verlinkten Artikel sind aber lesenswert, denn sie setzen sich mit jenen Mitmenschen auseinander, die vor allem nach Katastrophen im Internet unterwegs sind, und allen Ernstes das Leid der Welt gegen solche furchtbaren Ereignisse aufrechnen wollen, sogenannten Betroffenheits-Kontrolleuren, auch Zeigefinger-Akrobaten genannt, weil sie stets mit hoch erhobenem moralischem Zeigefinger kommentieren, und man bei ihnen den Eindruck gewinnt, sie würden eine Art Betroffenheits-Rangliste erstellen. 😉
      Liebe Grüße!

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