37 Kommentare zu “Eine Art Mahnwache…

  1. Hartz IV ist ein wichtiges Unterdrückungsinstrument. Wer nicht spurt und notfalls Kriegsdienst leistet oder in der Rüstungsindustrie arbeitet, oder nicht bereitist unbezahlte Überstunden zu machen oder für weniger Lohn schneller zu arbeiten oder… musss mit rechnen jederzeit mit 1 jähriger Frist in die ALG II- Mühle reingezogen zu werden. da spuren aber (leider ) viele und lassen sich alles gefallen. Aber denen sage ich: Hartz IV ist schlimm, aber Krieg ist viel schlimmer! Das erstere kenn ich selbst, das letzte nur von Erzählungen der Älteren, was mir aber reicht.

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    • Hartz-IV kenne ich auch aus eigener, sehr schmerzlicher und quälender Erfahrung. Krieg von den ungezählten Geschichten meiner Altvorderen. Ich würde sagen, wir brauchen beides nicht.

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  2. Vielen Dank für diesen Fotobericht. In den Medien spielt dies ja keine Rolle, denn was wären die Konsequenzen, wenn die Medien dieses Thema immer wieder aufgreifen würden ?
    – Es würde sich die Systemfrage stellen, ja quasi aufdrängen. Diese Menschen sind die Toten eines mörderischen Systems, in dem Geld, Macht und Besitz alles ist und der Mensch ein Nichts… Aber die Hinterfragung des kapitalistischen System ist nun mal nicht im Sinne der Medien des Kapitals. LG Peter

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    • Genau so sehe ich das auch, Peter… Aber Hartz-IV ist erst der Anfang, denke ich! Warte mal, bis TiSA ratifiziert wird und in Kraft tritt! Dann dürfen nämlich jene Firmen, die sich in Deutschland nieder lassen, Billigstlohn-Arbeiter/innen „importieren“. Das wird das AUS für jedweden kärglichen Rest vernünftiger und fairer Lohnpolitik…
      Liebe Grüße!

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  3. Hat dies auf Lancelot Armstrong Blog rebloggt und kommentierte:
    In den Medien spielt dieses Thema ja keine Rolle, denn was wären die Konsequenzen, wenn die Medien dieses Thema immer wieder aufgreifen würden ?
    – Es würde sich die Systemfrage stellen, ja quasi aufdrängen. Diese Menschen sind die Toten eines mörderischen Systems, in dem Geld, Macht und Besitz alles ist und der Mensch ein Nichts… Aber die Hinterfragung des kapitalistischen System ist nun mal nicht im Sinne der Medien des Kapitals. LG Peter

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    • Das ist es! Vor allem, wenn man selber einige Jahre lang in Hartz-IV quasi gefangen gewesen ist. Daß ich da jemals ‚rausgekommen bin, mutet mich heute noch wie ein Wunder an. Auch, wenn mein Job jetzt überaus mies bezahlt wird – ich muss ca. 200 Stunden pro Monat arbeiten, um mehr schlecht als recht überleben zu können – ich bin in gewissem Sinne frei. Als „Hartz-IV-Patient“ fühlt man sich wie ein Sklave – gegängelt, bevormundet, gedemütigt…

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  4. Über das Thema könnte man Bücher schreiben. Ich habe vor ein paar Jahren mal eine Person da raus geholt. Eine lange Geschichte. Dir noch einen schönen Abend. L.G.

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  5. Hat dies auf Sascha's Welt rebloggt und kommentierte:
    Leider gerät denen, die irgendwo in diesem Kapitalismus eine Arbeit haben und für ihren Chef malochen müssen, nur allzuoft aus dem Blickfeld, daß durch die verschärften Repressionsmaßnahmen der Hartz$-Gesetzgebung ein immer größer werdender teil der Bevölkerung in Armut und finanzoielle Abhängigkeit gedrängt wird. Schon heute ist jedes 4. oder 5. Kind von Kinderarmut betroffen. Schon heute ist beinahe jeder zweite Haushalt irgendwie verschukldet. Und schon heute spüren wir im eigenen Landdie furchtbaren Auswirkungen von Geldgier, Konkurrenzkampf und sozialer Kälte! DANKE für’s Aufmerksammachen!

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  6. „Nur“ einige hundert Menschen, Margot? Wobei dieses „nur“ nicht abwertend gemeint ist. Die Dunkelziffer ist ungleich größer, mehr, als wir alle denken.
    Und es kann wirklich jeden treffen, auch jene, die sich „gut abgesichert“ wähnen. Pah! Ich hab’s am eigenen Leib erlebt, weißt du ja vielleicht noch, die Sache mit dem Unfall und den nicht zahlenden Versicherungen (sie prozessieren noch immer – menschenverachtend). Du lernst die Menschen von einer Seite kennen, die … nein, ich lasse es lieber.
    Mit Kloß im Hals ein Gruß zu dir
    E.

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    • Ich bin ganz deiner Meinung, liebe Elke, ich bin mir auch sehr sicher, daß die Dunkelziffer der Hartz-IV-Opfer weitaus größer ist…
      Oh ja, da lernt man die Menschen auf eine ganz eigene und sehr bestürzende Weise kennen, wenn ich nur an die Drohungen mit den sogenannten Sanktionen denke…
      Ich bin ab und an kurz vorm Heulen gewesen, liebe Elke, als ich die Reihen der Kreuze abschritt und die Inschriften las…
      Liebe Grüße!

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