35 Kommentare zu “Ohne mich!…

    • Danke für den Link!… Nichts an diesen Winterspielen scheint mir mittlerweile normal zu sein… Eine Reform der Statuten scheint dringendst erforderlich zu sein – aber ich gehe jede Wette ein, daß sich Herr Bach nach Sotschi nicht mehr an diese seine Forderung wird erinnern können…

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    • Was heisst „einen Gefallen für die Sportler tut man da auch nicht“? Die kämpfen in ihren Disziplinen doch auch, wenn ich die Olympischen Winterspiele boykottiere, oder nicht?
      Für mich wiegen die Ungeheuerlichkeiten und maßlosen Verstöße gegen Menschen- und Umweltrechte, die jegliche Freiheit im Keim estickende überwältigende Militär- und Polizeipräsenz an den Austragungsorten, die Mauscheleien, die Sucht nach dem großen und schnellen Geld weitaus mehr als irgendein Interesse am Wintersport. Und da die Öffentlich-Rechtlichen mit Sicherheit am großen Reibach Olympia beteiligt sind, bleibt in punkto Sotschi bei mir die Mattscheibe kalt.
      Dir auch einen schönen Tag!

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  1. Alles was Du beschreibst, ist ja nun nicht neu. Ich sage nur Peking. Von anderen Städten hört(e) man das nicht, weil das gute Länder sind. Als ich allerdings letztens in Barcelona war, das olympische Dorf sah und mir Einheimische erzählten, was da vorher war und wo die Bewohner jetzt sind… Es geht bei Olympia schon lange, wenn ich mich recht erinnere, seit Los Angeles 1984 , nur noch um den schnöden Mammon. Völkerverständigung und Frieden stehen nur noch im Statut und im Eid.
    Wobei, das mit den Sicherheitskräften, das ist neu. Allerdings angesichts der terroristischen Drohungen auch irgendwie nachvollziehbar. Also ich jedenfalls sehe da lieber einen Soldaten mehr als einen toten Sportler oder Zuschauer.

    PS.: DAS SOLL NICHTS ENTSCHULDIGEN, WAS IN SOTSCHI PASSIERT. Ich persönlich finde es nur zumindest merkwürdig, wenn all diese Dinge immer nur auffallen, wenn derart Brot und Spiele in bösen Ländern stattfinden.
    Und was den Winter in Sotschi betrifft. Die Regionen, wo die Aussensportarten stattfinden, liegen in den Bergen. Die sind schneesicher. Da ist Winter. Und das man so etwas in die Berge verlegt und Innensportarten in Nicht- Winter-Städte, ist nun auch nicht neu. Ich denke da an Turin.

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    • Was heisst hier „böse Länder“ – „gute Länder“? Ich habe die Olympischen Sommerspiele in London und auch Peking ebenfalls als Zuschauerin boykottiert, nur eben nicht darüber gebloggt. Und von den Winterspielen in Vancouver habe ich insgesamt vielleicht zwei oder drei Stünderln angeschaut. Da hat man ja den Bauwahn in einem Indianerreservat und Naturschutzgebiet damit begründet, daß man dadurch für die Native Canadians eine neue Infrastruktur und bessere soziale Verhältnisse schaffen wolle – und passiert ist in dieser Hinsicht während der vergangenen vier Jahre nichts…
      Ich würde mich ehrlich gesagt als Besucher/in oder Sportler/in bei einem angeblichen „Fest der Jugend, des Friedens, der Freiheit und der Völkerverständigung“ nicht wohl fühlen, wenn mich Soldaten, Polizisten und Sicherheitskräfte quasi auf Schritt und Tritt begleiten würden. Wenn man mich vor jedem Sportereignis filzen würde, als wäre ich ein Schwerverbrecher. Wenn man mir trotz gültiger – und teurer! – Eintrittskarte den Zutritt verweigern bzw. den Zuschauerpass mit sehr detaillierten persönlichen Angaben nicht ausstellen würde, weil ich irgendwann irgendwo einmal eine kritsche Bemerkung über Russland oder Zar Putin gemacht habe – das ist in der Tat bereits vorgekommen!
      Dass die Olympische Idee mittlerweile zu einer Geschäftemacherei, bodenlosen Schwindelei und Vera.rsche von Menschen- und Umweltrechten verkommen ist, ist mir schon seit langem klar. Doch nie zuvor – und das ist ein unwiederlegbarer Fakt! – ist dies so ausgeufert wie bereits im Vorfeld von Sotschi…

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      • Das war ja auch nicht persönlich gemeint. Hätte ich vielleicht noch betonen sollen. Mir fällt diese unterschiedliche Berichterstattung in den Medien auf. Und da wird ganz klar in gute und böse Länder unterteilt. Zu den Olympischen Spielen als Sportveranstaltung fällt es mir schwer etwas zu sagen, als ehemalige Leistungssportlerin, Mutter einer solchen, Schwester und Tante und nicht zuletzt als WG- Mitbewohner ehemaliger.
        Den Sportlern allerdings ging es in der Regel auch eher um den Höhepunkt, dem Wettstreit, dem Zusammentreffen verschiedener Sportler und Kulturen, die es für sie in der Form nur bei Olympiaden gibt. Das Gedöhns rinsgum ist denen reichlich egal gewesen. Ich denke, das Desaster begann, als man Profisportler zuließ. Also ich meine Leute, die wirklich ordentlich Kohle verdienen und nicht von der Sportförderung leben. Die begannen plötzlich, nicht mehr im Olympischen Dorf zu wohnen. Und durch die gleichzeitig eingeführte Möglichkeit der Reklame wurden die Spiel zu einem riesigen Geschäft.

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        • Nein, der Fehler liegt bei mir. Ich bin zur Zeit ungemein angespannt und fühle mich äußerst unwohl, deshalb habe ich deinen Kommentar auch etwas zu persönlich genommen. 😉
          Ich denke auch, daß die Olympische Idee dadurch nicht wiedergutzumachenden Schaden erlitten hat, seitdem man Profisportler zugelassen hat. Da hast du sehr recht, damit begann die Kommerzialisierung der Olympischen Spiele erst so richtig.
          Als Sportlerin mit einem ebensolchen Umfeld hast du natürlich eine etwas andere Sicht der Dinge, das ist klar.

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  2. Wo du recht hast , hast du recht. Ich habe gestern Bilder gesehen von den Baustellen an den Austragungsorten , die waren unfassbar. Da stapelte sich der Müll zu Bergen und es war noch vieles nicht fertig. Wie die das in den paar Tagen schaffen wollen ist mir ein Rätsel. Was der Putin sich schon alles geleistet hat ist schon alleine einen Boykott wert. Von Menschenrechten hat der noch nix gehört. Auch die Al Kaida hat schon mit Anschlägen gedroht. Man kann nur hoffen das alles friedlich bleibt. Da ich es sowieso nicht so mit Wintersport habe, fällt mir ein Boykott auch nicht schwer. L.G.

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    • Bauarbeiter mussten sich ihre Verpflegung aus Mülltonnen zusammensuchen, und ihre Trinkflaschen mit dem trüben Wasser eines verschmutzten Baches auffüllen, dies hat vor einiger Zeit der dreifache Goldmedaillengewinner Georg Hackl berichtet, der zusammen mit einem Reporterteam Sotschi besucht hatte. Als er von einer Baustelle ein Foto schießen wollte, ging einer der davor postierten Soldaten daran, ihn mit Gewalt zu hindern…
      Ich sehe mir sehr gerne Curling und Viererbob an, von daher wird mich der freiwillige Boykott schon a bisserl schmerzen. Aber lieber so, als einer Olympischen Idee Beifall zollen, die schon längst überholt, fragwürdig und moralisch verkommen ist…
      Liebe Grüße!

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  3. mir fällt ein bykott auch nicht schwer und infos bekommt man von allen möglichen medien , wenn man denn will.
    ein kleiner beitrag immerhin ist es. besser wäre, viele politker und sportler würden ganz wegbleiben , dass könnte vor ort größeren eindruck machen und das könnten die russ. medien nicht so einfach verleugnen. aber das wird nicht passieren , es werden wieder hände geschüttelt und schultern geklopft werden , wie immer.

    liebe grüße

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    • Ich muss seit einer Weile schon stets an Moskau 1980 denken. Damals sind die Olympischen Sommerspiele von den westlichen Nationen boykottiert worden, weil Russland in Afghanistan einmarschierte. Man kann beides nicht miteinander vergleichen, aber mir scheint immer, daß das Unrechtbewusstsein vor dreiunddreißig Jahren größer gewesen ist als heutzutage. Im Vorfeld von Sotschi haben sich so viele Menschenrechts- und Umweltverletzungen ereignet, das würde nicht nur einen Boykott rechtfertigen – doch es geschieht nichts! Absolut nichts! Im Gegenteil, in den Öffentlich-Rechtlichen lässt man Frau Höfl-Riesch strahlend und laut verkünden, daß sie den negativen Berichten über den Austragungsort keinen Glauben schenken würde, und daß sie sich vor Ort einen gründlichen und objektiven eigenen Eindruck verschaffen wolle. Na, klar…
      Liebe Grüße!

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  4. Ohne mich auch, wobei ich gestehen muß, das ich sowas eh nicht gerne gucke und jede Form von Meisterschaften und Olympiaden für mich immer fernsehfreie Zeit bedeuten, bzw. Umschalten auf andere Kanäle.

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    • Curling und Viererbob hätten mich schon interessiert, das Bobfahren allein wegen der jamaikanischen Mannschaft (Cool Runnings)… Aber lieber verzichten, als solch eine menschenunwürdige und groteske Zurschaustellung eines Despoten durch aktiven Fernsehkonsum auch noch zu unterstützen.

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  5. Der Olympische Gedanke heißt schon seit einigen Jahren der € Gedanke ! Aber ich kann dich gut verstehen die Arbeiter der O.Baustelle werden nur ausgebeutet damit Putin den „Dicken Maxe“ markieren kann !
    L.G.
    Mrs. Jones

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    • Nicht nur die Arbeiter/innen! Was Missachtung der Menschenrechte und Umweltzerstörung anbelangt, brechen diese Olympischen Winterspiele schon jetzt sämtliche negativen Rekorde…
      Liebe Grüße!

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  6. Leider kann ich nicht boykottieren, weil ich Sport vom Sessel aus noch nie geguckt habe. Wenn aber, dann hätte ich schon vor längerem boykottiert.
    Wenn man sich vielleicht mal auf die olympische Idee zurückbesinnen würde … aber das wird es ja wohl leider nicht geben.
    Wie schade, dass die Sportler so unter Druck stehen …
    Wie schade, dass es keine Zivilcourage mehr gibt …

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    • Olympia 1980 in Moskau wurde von den westlichen Nationen boykottiert, weil die Russen in Afghanistan einmarschierten. Putin’s Russland hat sich allein im Vorfeld der Winterspiele dermaßen viel Kriminelles und Menschenverachtendes zuschulden kommen lassen, daß nicht nur mich das kalte Grausen überkommt – doch es regt sich kaum Protest – einzig ein Athlet beschwerte sich, daß man im Olympischen Dorf zu zweit in siebzehn Quadratmeter kleinen Zimmern hausen müsse, während die Funktionäre in prachtvollen Fünf-Sterne-Suiten residieren würden. Und Herrn Bach’s Ankündigung, nach Sotschi über eine Neuorientierung der Olympischen Spiele und Rückbesinnung auf die Idee de Coubertin’s zu diskutieren, wird wohl sang- und klanglos im Sande verlaufen…

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      • Tja, immer stehen irgendwelche persönlichen Medaillen- oder sonstige Interessen im Vordergrund. Nie sind sich bestimmte Interessengruppen mal einig, Verzicht im Kleinen zu üben um etwas Größeres zu erreichen.

        Oder die Zuschauer … wenn alle boykottieren würden, das würde doch Aufsehen erregen …

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        • Das würde zumindest die Öffentlich-Rechtlichen trotz unserer „Zwangsabgaben“, sprich, Rundfunk- und Fernsehgebühren am Geldbeutel treffen, eine sehr profunde Weise, Menschlein zum Nachdenken zu bringen. :mrgreen:

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  7. Liebe Freidenkerin, ich boykottiere die Olympischen Spiele ebenso, wie ich die Tour de France und andere boykottiere. Ganz einfach weil es nichts mit Sportsgeist, Völkerverständigung und Trala zu tun hat, sondern nur mit Kohle, mit viel Kohle. Außerdem dienen solche Veranstaltungen nur dazu vom Wesentlichen abzulenken. Brot und Spiele für den Urnenpöbel. Alles Liebe Karin

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    • Da sprichst du mir vollkommen aus dem Herzen, liebe Karin!… Während jeder sportlichen Großveranstaltung, die den Urnenpöbel – Klasse Ausdruck! – so schön vom Weltgeschehen ablenkt, werden in aller Stille und völlig unbemerkt umstrittene Gesetze und Verordnungen quasi im höchst fraglichen Eilverfahren durchgewunken…
      Liebe Grüße!

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  8. ich kann die Kommentare alle irgendwie verstehen und jeder sieht es aus seiner Sicht, die olympische Idee stirbt so langsam Stück für Stück, ob es da keine Lösung gibt, einen guten Tag wünsche ich dir

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