51 Kommentare zu “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

  1. Das ist wirklich schlimm und teile deine Gedanken zu dem Thema zu 100 %.
    Argumentieren würde die Kirche wohl mit dem, was immer herhalten muss: das Geld, also das nichtvorhandene. Man zieht ja dann gern mal die stetig steigenden Kosten heran, dabei zahlt so ein Heimbewohner ja ordentlich viel für seinen Platz.
    Mir ist absolut unverständlich, wie es dann angehen kann, wenn sich sogar ehrenamtliche Helfer anbieten, kein einziges Heim darauf zurückgreift. Das ist wirklich traurig. Ich weiß nicht, wie oft ich meine Dienste schon angeboten habe, die Herrschaften dort antworten noch nicht einmal 😦

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    • @Sterntau: Vielleicht weil du den „gehobenen Anforderungen“ nicht ensprichst? Das ist jetzt bitter gemeint. Sehr häufig wird ja in diesen Institutionen ausgebildetes und fähiges Pflegepersonal abgelehnt, weil ihr Lebenslauf nicht den überaus gehobenen Ansprüchen genügt. Man darf nicht geschieden sein, kein lediges Kind vorweisen, keine uneheliche und gleichgeschlechtliche Partnerschaft haben und muß selbstredend Mitglied der Kathol. Kirche sein, um eventuell genehm zu sein. Das grenzt die Zahl der Helfer natürlich enorm ein. Das liebe Geld ist ein äußerst dürftiges Argument, welches bei einer sogenannten christlichen Vereinigung überhaupt nicht zum Tragen kommen dürfte. Zumindest nicht bei so einer, in deren protzigen Versammlungshäusern Tonnen über Tonnen blutigst „ergaunerter“ Schätze verbaut wurden und nach wie vor zur Schau gestellt werden.

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  2. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst … Vielleicht findet es der Benedetto egoistisch, sich selbst zu lieben?
    Nicht nur in der katholischen, auch in der evangelischen Kirche finden sich so einige Dinge, Aussagen … usw. die ich nicht unterstützen kann.
    Seit ich mich nicht mehr zur Kirchengemeinde zähle, fühle ich mich viel freier.

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    • @seelenworte: Ja, vielleicht kommen diese Mißstände daher, daß Selbstliebe bei der Katholiken sehr negativ belegt ist. Dabei impliziert diese Aussage „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ja im Grunde, daß man nur dann zur Nächstenliebe fähig ist, wenn man eine gesunde Eigenliebe pflegt.

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  3. Da gibt es nur eines, so schnell als möglich aus diesem Verein austreten, wer weiter mitmacht, macht sich mitschuldig. Das gilt für beide Kirchen. Ich und meine Familie, haben diesen Schrit bereist getan. Das Wort Menschenfischer wurde wohl stark missbraucht. Die Kirche ist Heute wie ein riesengrosses Netz, wehe Du bist darin gefangen.
    Liebe Grüsse zentao

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    • @zentao: Ich bin bereits vor fast 15 Jahren aus dieser obskuren Vereinigung ausgetreten. Mir tut jeder leid, der sich nach wie vor von diesen „Menschenfischern“ blenden und einfangen lässt.

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  4. Juhuuuu 🙂

    Wir sind wunderbar hier in Freising gelandet, haben schon einiges geschafft, und jetzt läuft auch das Internet wieder 🙂

    Hab auch schon Chaos-Bilder online gestellt *g*

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    • @Sterntau: Ich hatte mich vor einigen Jahren einmal für die Stelle als Restaurantleiterin eines Adolf-Kolping-Erholungsheimes beworben. Trotz sehr guter Zeugnisse, meines Meisterbriefes und die Bescheinigung der Ausbildereignungsprüfung wurde ich abgelehnt. Etwas später erfuhr ich von meiner Sachbearbeiterin im Arbeitsamt den Grund: Ich bin vor ca. 15 Jahren aus der Kath. Kirche ausgetreten. Dabei war ich die Bewerberin mit den weitaus besten Qualifikationen.

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  5. Ohje, sowas ist doch gemein, oder?
    Ich werde mich dann wohl nie bei kirchlichen Einrichtungen bewerben, als Alleinerziehende bin ich wohl gleich der Teufel in Person 😆

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    • @Sterntau: Na ja, jedenfalls nicht für eine Anstellung in einer katholischen Einrichtung geeignet. Auch wenn du für deinen Herrn Zwerg noch so gut sorgst. Da sieht man, wie rückständig und vorurteilsbeladen diese angeblich christliche Kirche ist.

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  6. bei uns ist auch ein altersheim im ort, ich weis gar nicht, ob das ein kirchliches ist .. *hm* .. nunja, bisher habe ich da immer negative dinge gehört, aber seit herbst letzten jahres ist da mein großonkel drin und der fühlt sich pudelwohl, gut der ist noch fit und kann noch raus und läuft auch jeden tag mehrere runden durchs dorf …
    aber ich kann meinen opa sehr gut verstehen, wenn der sagt, er will mal nicht in ein heim, sondern zu hause gepflegt werden ..

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    • @Sany: So lange ein alter Mensch noch rüstig und fit ist, sich bewegen und noch selbst behelfen kann, gehts ja noch an. Schlimm werden die Zustände leider allzu häufig bei siechen, hilflosen, geschwächten Senioren.

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  7. Liebe Freidenkerin, Du hast einen wahrhaft guten Artikel geschrieben:
    „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“
    Vielleicht liegt hier schon der Knackpunkt! Die Katholische Kirche liebt sich NICHT selbst. Wie kann sie dann die Nächsten lieben, wie kann sie dann dort verstehen, wo man Liebe zum Verstehen braucht?
    Eine Kirche, die in allen Punkten veraltet ist, die vergessen hat, wie sich Liebe wirklich schreibt und spricht, wie kann sie unsere alten Menschen wirklich lieben und gut versorgen lassen.
    GottseiDank gibt es in den Pfegeeinrichtungen auch immer wieder Menschen, die wahrhadft lieben! Meine Mutter war umgeben von Menschen, die sehen konnten, von Menschen, die ihr Peinlichkeiten ersparten, von Menschen, die liebten bis zur Selbstaufgabe. Diese Menschen gibt es und durch sie gibt es die Hoffnung für die Menschheit.

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    • @bruni kantz: Herzlich willkommen auf meinem Blog. – Für die Katholische Kirche ist das gewichtige Wörtchen Nächstenliebe lediglich eine Farce – für eine gottlob nicht geringe Anzahl Mitmenschen zu unserem Glück nicht. Du hast Recht, diese Mitmenschen sind unserer Hoffnung würdig und wert – die Katholische Kirche schon lange nicht mehr.

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  8. Guten Morgen, liebe Freidenkerin,

    danke für diesen Beitrag … sprichst mir absolut aus der Seele. Es ist der Horror, sich das Leiden dieser Menschen „auf dem Abstellgleis“ vorzustellen – und das alles unter dem Deckmäntelchen der so barmherzigen Kirche. Nee .. Verlogenheit ist das.

    Als ich von der Exkommunikation hörte, dachte ich wirklich, das darf doch nicht wahr sein – was geht in den Köpfen dieser Kirchenmenschen vor??? wie kann man guten Gewissens eine solche Entscheidung treffen .. nee.

    Und die Ablehnung trotz bester Qualifikationen, im Hinblick auf den Kirchenaustritt – das spricht ja wohl Bände. Da geht’s ganz offensichtlich nicht um die Menschen, nicht um das, was gepredigt wird .. nicht um das Umsetzen von Inhalten – sonst würden nicht solche Dinge geschehen.

    Ich bin ja nie katholisch gewesen – bin überhaupt nichts gewesen (nicht getauft und nicht konfirmiert, mein Vater, studierter Theologe *g* hat mir diese Entscheidung selbst überlassen wollen, wenn ich alt genug dafür bin, und ich hab’s nicht getan) nur der Form nach durch meine Eltern in der evangelischen Kirche – und aus der bin ich Anfang 90 schon ausgetreten.

    Ich würde nie behaupten, daß es keinen Gott gibt, und ich lehne auch nicht alle Kirchen komplett ab. Würde mich als Agnostikerin bezeichnen, und ausserdem – wenn wirklich menschlich gehandelt wird, mit christlichem Glaubenshintergrund, find ich das schön und gut. Nur all das andere – so wie du es z. B. in diesem Eintrag beschreibst – das ist erschreckend unmenschlich.

    – Viel schöner – deine Immobilien-Anzeige 🙂 🙂 das gefällt mir .. und Smokey’s Frühlingsgrüße locken selbigen hoffentlich auch bald an .. 🙂 bitte kraul sie doch mal von mir.

    Bei uns hat’s auch wie wild gestürmt gestern und dann noch bis in die Nacht .. und heut früh Graupel. Vermute, bei dir ist es noch winterlicher, oder?

    Viele liebe Grüße an dich 🙂
    Ocean

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    • @Ocean: Danke für deinen guten Kommentar. – Ich bin sogar sehr davon überzeugt, daß Gott existiert, nur eben nicht so, wie uns von der Kirche seit vielen Jahrhunderten eingetrichtert wird. Auch in den Großkirchen gibt es wunderbare Menschen, die vom Glauben beseelt viele gute Dinge tun und sich aufopfernd um ihre Mitmenschen kümmern. Aber die gehören in der Regel leider, leider lediglich zum Fußvolk und dringen sonderbarerweise niemals in die höheren Positionen vor. – Der Mangel an kompetentem Pflegepersonal in unseren Altenheimen ist natürlich auch eine Frage der Entlohnung. Wenn für einen in jeglicher Hinsicht höchste Anforderungen stellenden Job lediglich ein Minimum gezahlt wird, dann liegt es auf der Hand, daß sich nur ausgesprochen Wenige für die Sozial- und Pflegeberufe interessieren und dann auch gewissenhaft engagieren. Ein Bankmanager, der Tag für Tag mit sauberem Anzüglein und blitzblanken Schühchen vor seinem Computer sitzt und mit seinen manikürten Fingerchen keinerlei Anstrengung leisten muß, kassiert Millionen im Jahr, eine Frau – oder auch Mann – die unter Aufbietung all ihrer Kräfte alte und gebrechliche Senioren versorgt, wird mit einem „Taschengeld“ abgefunden, welches zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig ist.
      Hier brodelt eine geradezu furchtbare Wetterküche – und in meinem Schädel brodelt seit dem Morgengrauen deswegen Migräne.
      Liebe Grüße zurück!

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  9. Danke für die klaren Worte! Ich schließe mich Dir 115% an! Ich bin aus dem Verein vor über 20 Jahren ausgetreten. Ich hasse dieses verlogene Getue abgrundtief!
    Liebe Grüße und knutsch die Smokey,
    Jule

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  10. Nur eine Verfeinerung.

    Die meisten katholischen Altenheime sind nicht wirklich kirchlich geführt, sondern haben einen kirchlichen Träger (Caritas etc.). Dieser Träger ist eine Nonprofit-Organisation und wird aus kirchlichen Geldquellen gespeist. In der Regel hat niemand ein Kirchenamt in den Altenheimen oder bei den Trägern, sondern ist schnöder Angesteller, BAT-angelehnt. Eine gute Bekannte von mir koordiniert z.B. alle Altenwohnheime der Caritas in einer Stadt im Ruhrgebiet. Bei allen finanziellen Problemen sauber geführte Einrichtungen.

    Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, dass so unmenschlich effizient gearbeitet wird:

    1.) Gewinnoptimierung: Die kirchlichen (gemeinnützigen) Träger dürfen rechtlich kein Gewinn abwerfen. Im Gegensatz zu privaten Trägern, denen eine Einstreichung der festen Pflegesätze mit minimierten Aufwand einen Unternehmenserfolg beschert. Hier liegt eine hohe Missbrauchsgefahr (außerhalb teurer privater Altenheime)

    2.) Ineffizienz: Das zur Verfügung gestellte Budget wird im Heim oder beim Träger unwirtschaftlich verprasst oder angelegt. Das ist aber von jedem einzelnen Altenheim abhängig.

    3.) Nicht genügend zur Verfügung gestellte Mittel: Ohne „Optimierung im Pflegebereich“ defizitär und damit vor dem Aus. (Altenheim wird geschlossen, schlecht für die Bewohner, aber auch persönlich für die Leitung und den Träger)

    Ich denke, vor allem das dritte Argument ist ausschlaggebend (ohne Beweis).

    Nun verteilt die Kirche ihre Mittel an die Träger entweder falsch (stimmt!) oder bekommt weniger (stimmt auch, z.B. weniger Kirchensteuer!).

    Um Missverständnisse zu vermeiden: Dieser Umgang mit Menschen ist unhaltbar und durch nichts zu rechtfertigen. Und die Kirche muss ihre Träger besser kontrollieren.

    Nur der Kirche aus Protest die Kirchensteuer zu entziehen, aber das gesparte Geld (bzw. sein persönliches Engagement) nicht für alternative (menschliche!) Einrichtungen zu überlassen, hielte ich für doppelzüngig. Macht aber bestimmt jeder, der hier protestiert.

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    • @Donkys Freund: Danke für deine klaren und auch sehr informativen Worte. – Ich unterstütze regelmässig die Münchner Obdachlosenorganisation. Ich glaube allerdings nicht, daß mein entrichteter Obolus der Höhe meiner Kirchensteuer entspricht, wenn ich denn noch eine solche bezahlen würde. Insofern hast du sehr Recht. – Leider ist es auch so, daß ein Gutteil qualifizierter Fachkräfte von kirchlich geführten Institutionen abgelehnt wird, weil diese Menschen den hohen Anforderungen nicht ensprechen (nicht geschieden, keine „wilde Ehe“, nicht Alleinerziehender, nicht aus der Kirche ausgetreten etc.). Da lässt man sich doch sehr, sehr viel dringend notwendige Kompetenz entgehen. – Auf dem Papier dürfen kirchliche Institutionen keinen Gewinn machen, aber dieses Papier ist ja, wie wir alle wissen, ausgesprochen geduldig.

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  11. Hier knallte gestern Abend/Nacht auch ein höllischer Sturm. Wir merken das ja noch viel mehr 😉 Höheres Stockwerk und oben aufen Hügel wohnend 🙂
    Und seit heute Morgen schneit es immer wieder wie verrückt. Zum Glück bleibt es auf den Strassen nicht liegen.

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  12. Smokey spielt Krankenschwester? Kann ich mir lebhaft vorstellen wie sie quer über Deiner Stirn liegt ;o)
    Ich wünsche Dir gute Besserung!
    Liebe Grüße,
    Jule

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    • @Jule: Nein, nein, nicht auf der Stirn! Auf meinem Bauch! Langgestreckt, in der ganzen Pracht ihrer sechseinhalb Kilo! Und manchmal steht sie auf, trampelt über meinen Oberkörper hinweg, um mir vollster Mitgefühl (Neugier!) das Gesicht zu beschnuppern. Dabei schleckt sie auch schon mal ganz gerne meine Ohren, meine Nase und die Augendeckel ab, was dank des expliziten Mundgeruchs, den Miezen bisweilen an sich haben, meine Migräneübelkeit nicht unbedingt lindert. Auch ihre in meinen Busen fest gestemmten Pfoten verursachen kein Wohlgefühl. – So sehen ihre „pflegerischen“ Tätigkeiten aus. Aber sie meints ja nur gut mit mir. 😉

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  13. Meistens werde ich davon verschont. Früher hatte ich öfters mal solche Migräne ähnlichen Kopfschmerzen. Nimm Magnesium, das hilft gut 🙂

    Heute mal bisschen Shopping gemacht, eingekauft und etwas weiter ausgeräumt.

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    • @Worti: Danke für den Tipp, aber so lange es Magnesium nicht als Zäpfchen gibt, muß ich wohl darauf verzichten, mir ist hundeübel, wenn ich Migräne habe, und kann dann nichts, aber auch gar nichts zu mir nehmen, nicht einmal einen Schluck Wasser.

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  14. @ freidenkerin:

    Mit der Kompetenz magst Du recht haben. Die selektive Auswahl müsste doch einschränken. Wobei ich an sich kein Problem habe, in katholische Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser oder Altersheime zu gehen (bzw. zu schicken). Davon gibt es auch genügend mit gutem Ruf und ohne mittelalterliche Inquisitionsverhältnisse. 😉

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  15. Hallo Margot,
    gute Bessrung. Das Problem mit der Migräne kannte ich bei meiner Mutter. Ich weiß auch, wann es damit zu Ende war. Wart’s ab. Es bessert siuch im Laufe der jetzt kommenden Zeit. Ich drück Dir alle Daumen, die ich habe.
    Lieben Gruß
    Eckard

    PS: Zum Thema Deiner Geschichte brauche ich hier nichts zu sagen. Wir gehen da sehr konform.

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    • @Eckard: Da weißt du mehr als all die Fachärzte, die ich im Verlaufe der letzten Jahrzehnte konsultiert habe. Herzlichen Glückwunsch! Phantastische Ferndiagnose eines Hobby-Insektenforschers! Das einzige, was bislang einigermaßen klar und deutlich festzustehen scheint – und ich habe vom Neurologen bis zum Orthopäden eine erkleckliche Anzahl Spezialisten aufgesucht – ist, daß meine ca. alle drei Monate wieder kehrende Migräne vermutlich von meiner Großmutter über meinen Vater auf mich vererbt wurde.

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  16. Ich hoffe, dir geht es heute schon bisschen besser.
    Hier hat es über Nacht wieder ein bisschen geschneit.
    Am WE soll Fön kommen… da bin ich gespannt.

    Sonntag ist hier Palmdult. Da werden wir Nachmittags erstmal Splitterbomben kaufen 🙂

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    • @Wortman: Danke dir, ja, das Schlimmste ist überstanden. – Wenn ich rechtzeitig mitbekomme, daß sich ein Anfall ankündigt, was nicht so ganz einfach ist, denn zumeist erwischt es mich Nachts und mitten im Schlafe, verläuft das Ganze relativ harmlos. Denn dann kann ich mittels Medikamente die harten Symptome lindern. Ich verwende Zäpfchen – Immigran, das stärkste Migränemittel überhaupt, und MCP gegen die Übelkeit. Für die folgenden sechs bis acht Stunden versinke ich in Tiefschlaf, wenn ich dann wieder erwache, ist das Ärgste vorbei, allerdings habe ich dann für die nächsten 24 Stunden statt eines Gehirns Gelee zwischen den Ohren.
      Aber der gute Onkel Doktor Eckard hat, obwohl kein Mediziner und schätzungsweise gut 700 Kilometer entfernt, jetzt eine Ferndiagnose gestellt, anscheinend weiß er mehr als alle Fachärzte und Spezialisten, die ich im Verlaufe der letzten drei Jahrzehnte aufgesucht habe.

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  17. Liebe Freidenkerin,

    ich hoffe Smokey konnte Deine Migräne etwas mildern. Meine allererste Katze (ich bekam sie als ich 7 Jahre alt war und sie hieß Mischa und hatte ein ganz ahnliches Gesicht wie Smokey), legte sich immer wenn ich krank war so auf dem Kissen mit Ihrem Bauch über meinem Kopf das ich die Hinterpfoten an einem Ohr und das schnurrende Ende und die Vorderpfoten am anderen Ohr hatte (chic, der Hut). Das war immer supergemütlich und kuschelig und ich fühlte mich nie allein und gleich besser. Sie knabberte dann ab und zu an meinen Ohrläppchen, hi hi…
    Hier in Norddeutschland schneits übrigens wie blöd, Petrus hat wohl keine Ahnung das schon Frühing ist!?
    Ich wünsche Euch beiden einen schönen Tag,
    Jule

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    • @Jule: Ein Wetterexperte im Münchner Lokalfernsehen hat vorgestern prophezeit, daß immer dann, wenn sich der Frühling in der ersten Hälfte sehr auf sich hat warten lassen, der Spätfrühling ausnehmend schön geworden ist. Also denke ich, daß jetzt noch ein Quentchen Geduld gefragt ist. 😉
      Ja, die Smokey hat sich Nachts in meine Arme gekuschelt und stundenlang voller Behagen geschnurrt und dieses herrliche Geräusch hat viel dazu beigetragen, daß es mir heute wieder ganz gut geht.
      Wünsche dir auch einen schönen Tag! 🙂

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  18. @Wortman: Ja hier schneits wie doof und es geht mir richtig auf die Nerven!! Ich hätte so gerne SONNE und WÄRME. Wie gehts euern Fellgurken? Ausgeschlafen? Wie kommt die blinde Maus mit der neuen Umgebung zurecht? Meine letzte Katze war in Ihren letzten Lebenswochen durch die chronisch Niereninsuffizienz und dadurch hohen Blutdruck auch blind und es hat mir das Herz gebrochen sie so hilflos umher Tappen zu sehen!
    Liebe Grüße,
    Jule

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  19. @Jule: Meine blinde alte Dame findet sich hier, trotz Kartonchaos etc. wunderbar zurecht. Vielleicht liegt es daran, dass sie schon über ein Jahr blind ist und somit sich an diesen Zustand „gewöhnt“ hat.

    Pennen können die beiden Fellnasen hier prächtig 😉

    Ich will auch Sonne und Wärme.. so langsam nervt es schon…

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  20. MCP und Immigran… heftig, heftig.
    Da sieht man mal, wie unterschiedlich Migräne arbeitet. Wenn ich solch einen Anfall bekomme, leg ich mich schlafen… entweder komplett ohne Medis oder mit einer normalen Kopfschmerztablette. 98% der Fälle wache ich dann wieder schmerzfrei auf.
    Vor drei Jahren hatte ich mal einen heftigen Schub, dass ich nichts mehr sehen konnte… da hatte ich dann eine Tablette meiner Exfreundin (verbotenerweise) eingeworfen… Nunja, keine 40 Minuten später war alles wieder ok… Das hab ich auch nie wieder gemacht. Das war eine MST 10. 😉

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    • @Worti: Eine frühere Arbeitskollegin hatte ebenfalls dermassen starke Migräneschübe, daß sie währenddessen vorübergehend erblindete. Bei ihr war die Suche nach der Ursache erfolgreich, sie wechselte die Pille, seitdem ist sie beschwerdefrei. Wenn man diese unselige Krankheit vererbt bekommt, sieht’s nicht so einfach aus. Bei meiner Großmutter hat’s kurz vor ihrem Tode nachgelassen, als sie sehr schwer herzkrank geworden ist, bei meinem Vater nach der zweiten, sehr aufwendigen und schwierigen Herzoperation, als ihm zwei Stent und sechs Bypässe eingesetzt wurden. Na, dankeschön! Ich glaube, da bleibe ich doch lieber bei meiner ungeliebten „Erbschaft“ und pfeif mir alle drei Monate einen Schmerzdrogen-Cocktail ein. 😉

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  21. Das Problem mit Senioren-Heimen die von der katholischen Kirche betrieben werden ist bekannt. Und ähnlich verhält es sich mit denen, wo der Träger das Rote Kreuz und weiteren dieser angeblich so humanen Institutionen sind. Nur kann man es vielen gläubigen älteren Herrschaften leider nicht ausreden, dass sie sich in solche Heime begeben. Die oftmals billige Propaganda der Kirchenfürsten, in katholischen Pflegeheimen ist der Herrgott mit an Bord, man ist ihm dort am nächsten, das zieht halt immer noch. Gleichzeitig ist es natürlich auch mehr als verwerflich, dass viele kirchliche Einrichtungen sich schon bei der Heimaufnahe den Anspruch auf den möglichen Nachlass schriftlich geben lassen. Das ist Tatsache und in meinen Augen kriminell!
    Das ganze ist ein sehr bitteres, aber auch sehr ernstes Thema, über das in der Öffentlichkeit leider viel zu wenig diskutiert wird.
    Die Medien halten sich auch weitgehenst bedeckt über diese Machenschaften. Nur wenige sagen in der Öffentlichkeit ihre Meining dazu.
    Ich selbst könnte darüber ein Buch schreiben, aus erster Hand und mit explizieten Quellennachweisen…
    Einen lieben Gruß
    Kvelli

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    • @Kvelli: Das mit dem Anspruch auf den möglichen Nachlass ist mir neu. Donnerwetter, das ist ja mehr als schockierend! – Ja, dieses Thema wird zumeist in der Tat in der Öffentlichkeit totgeschwiegen. Der bewundernswerte und ungeheuer engagierte Claus Fussek ist so ziemlich der Einzige, der öffentlich laut und deutlich seine Meinung dazu sagt, und sein Möglichstes versucht, die in vielen humanen und kirchlich getragenen Altenheimen herrschenden Mißstände ans Licht zu bringen. Aber was nutzt ein einsamer Rufer in der Wüste!

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  22. Liebste Freidenkerin, da bin ich wieder und ich habe Deinen Text gelesen: Du hast ja so REcht! Unglaublich, dass es solche Zustände in diesem unserem armen poor old Germany überhaupt gibt. Solch ein Pflegeheim hat Angie oder mein liebstes Beispiel Herr Ackermann von der DB wohl nie von innen gesehen. Der käme ja sonst vielleicht auf die dumme Idee etwas von seinen 34 Millionen pro Jahr zu spenden, um die Verhältnisse zu bessern? Okay, weg mit diesem Sarkasmus.
    Ich bin heilfroh, dass ich für meinen Vater ein wunderschönes Pflegeheim gefunden habe, das er sich auch leisten kann und bin dankbar dafür, dass diese Menschen sich dort rührend um ihn kümmern und ihn wirklich pflegen. Es ist schon schlimm genug, „alte“ Menschen dahinsiechen zu sehen, aber wenn dann noch so grausame Umstände dazu kommen, dann tut einem das in der Seele weh. Unvorstellbar… – ich habe so ein Heim nie gesehen, aber allein die Tatsache, dass es so etwas gibt, ist schon ganz schrecklich.
    Liebe Freidenkerin, an dieser Stelle möchte ich mich aber erst einmal für Deine lieben Zeilen auf meinem Blog und Deine guten Wünsche bedanken. Ich werde morgen wieder zur Arbeit gehen und dort wartet eine Menge Arbeit auf mich, so dass ich vermutlich wieder nicht komme zu schreiben. Also nicht wundern, wenn ich mich zur Zeit noch etwas rar mache. Abends nach der Arbeit wird mir das im Moment zu viel. Aber ich will ja nicht jammern, bin froh, dass ich mich halbwegs wieder bewegen kann. Alles Liebe und beste Grüße Ronja

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    • @raeuberbraut: Schön, daß es dir wieder besser geht. 🙂 Ja, ich glaube, auch ein Herr Zumwinkel hat noch nie mit einer Inkontinenzwindel angetan beim Mittagsmahl in seiner erlesenen Burg am Gardasee sitzen müssen. Er hat auch sicherlich noch nie in seinem ganzen Dreck und Elend stundenlang warten müssen, bis sich jemand seiner angenommen hat. Sonst würde er wahrscheinlich nicht mit diesem höhnischen Halblächeln im Gesicht allen Ernstes behaupten, daß ihm diese 20 Millionen Abfindung/Rente zustehen würden…
      Liebe Ronja, lass es mit der Arbeit so weit als möglich langsam angehen, schone dich ruhig noch ein bißchen.
      Dir auch liebe Grüße

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  23. Das mit den Zuständen in Altersheimen kann ich nur bestätigen. Ich habe ein halbes Jahr auf einer gerontopsychiatrischen Station gearbeitet. Oft hatten wir Patienten, die nur aus dem Grund verwirrt waren, weil sie in ihrem Altenheim nicht genug zu trinken bekamen. Aus Gründen, wie sie im Artikel stehen. Und es stimmt: Gerade in konfessionellen Einrichtungen ist der Umgang mit Hilfsbedürftigen skandalös!

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    • @olyly: Willkommen auf meinem Blog. Ich danke dir für deinen Kommentar, auch dafür, daß du die von mir geschilderten Eindrücke bestätigen kannst. Ich bin im Verlaufe der letzten Jahre immer wieder auf diesen Pflegespezialisten Claus Fussek gestossen und bin mehr und mehr davon überzeugt, daß seine Schilderungen leider, leider nicht im Geringsten übertrieben sind. Deine Bebachtungen sind eine Bestätigung dafür. Leider verhallen die Rufe in der Wüste zu oft ungehört.

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