15 Kommentare zu “Zurück ins Mittelalter

  1. Huuuu, so ein finsteres Thema nach einem so lichtvollen gestrigen Tag?
    Aber was du schreibst, hat was – da ist was dran. Ich stimme dir zu und sehe das genauso!

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    • @ulileo: Danke. Ja, ich hab auch ne Weile überlegt, ob ich diesen Post heute überhaupt schreiben soll. Die Idee dazu hatte ich schon seit einigen Tagen. Die Fernsehberichte über die Kondom-Äußerung des Papstes hat dann den Ausschlag gegeben. – Nun ja, im Leben liegen Licht und Schatten stets sehr dicht beieinander.

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  2. so und ich mal da jetzt einen dicken roten rahmen drum und setzte ein dickes fettes ausrufezeichen daneben – ich stimme dir vollkommen zu!!!

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  3. Hui, da hat sich ja ganz schön Wut angesammelt. Natürlich freue ich mich grundsätzlich über massive Kritik am Papst. Aber es regt sich bei mir so etwas wie das „historische“ und das „theologische Gewissen“.
    – Kassiererin und Post-Vorstand: das ist nicht Mittelalter, das ist Manchester-Liberalismus. Im MA wurde man in seinen Stand hineingeboren, basta. Im wirtschaftsliberalen Teil des 19. Jahrhunderts wurde eben verdient auf Deubel komm raus, und wer nicht mithalten konnte, hatte halt Pech.
    – Dann war das MA nicht so finster wie sein Ruf. Rom war ja weit weg, Botschaften von dort brauchten Wochen, bis sie in die Provinz kamen. Die starke Stellung des Papstes ist indirekt eine Folge der Reformation: Seit dem Trienter Konzil hat es keine ernstzunehmenden Gegenpäpste mehr gegeben. Im MA war das ja durchaus „üblich“…
    – Das mit der Neunjährigen ist ein Skandal. Nun ist die Berufung auf das Tötungsverbot alleine nicht ausreichend, weil sich natürlich Abtreibungsgegner auch darauf berufen.
    – Die Benediktiner, Franz von Assisi und die Franziskaner, Elisabeth von Thüringen, Theresa von Avila – gehör(t)en alle dazu (bis 1555 sowieso alle gemeinsam).Und die Leute von Publik-Forum strampeln sich auch ab, um ein progressives Image zu erkämpfen. Da ist der vorletzte Satz mir ein wenig zu pauschal geraten. Aber alle Genannten sind irgendwo Randerscheinungen, zugegeben.

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    • @theomix: Es hat seinerzeit Ausnahmen gegeben, da stimme ich dir völlig zu. Nicht zuletzt eben auch Giordano Bruno, über den ich vor kurzem erst geschrieben habe. Nur scheinen diese Ausnahmemenschen bzw. -christen im Altersheim namens Vatikan keine oder kaum Spuren hinterlassen zu haben! Die von mir geschilderten Misstände des sogenannten Mittelalters kann man in unzähligen Quellen nachlesen. (Am wenigsten finster war es in jenen Tagen übrigens merkwürdigerweise im Reich der Muselmanen.) Und durchaus Parallelen zwischen damals und heute feststellen. Mich packen ganz einfach Fassungslosigkeit, Unglauben und Zorn, wenn ich mitbekomme, wenn in dieser unserer Zeit, in der Vernunft, Menschlichkeit und fortschrittliches Denken so gefragt sind wie niemals zuvor, der katholische Würdenträger schlechthin ungestraft öffentlich derartige Äußerungen von sich geben darf, Individuen in leitenden Positionen sich ungeniert die Taschen vollstopfen dürfen bis zum Gehtnichtmehr, die von uns gewählten Regierenden sich in unzähligen schlecht besuchten Parlaments- und Ausschußsitzungen die Mäuler fransig reden und grade in Bezug auf Bildung, Erziehung und soziales Denken nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe bekommen.

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  4. „Mich packen ganz einfach Fassungslosigkeit, Unglauben und Zorn, wenn ich mitbekomme, wenn in dieser unserer Zeit, in der Vernunft, Menschlichkeit und fortschrittliches Denken so gefragt sind wie niemals zuvor, der katholische Würdenträger schlechthin ungestraft öffentlich derartige Äußerungen von sich geben darf.“ Also, diese Ergänzung unterstreiche ich ohne Widerspruch!

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  5. @theomix: Du bist mein Lieblings-Theologe. – Ich wollte übrigens als ca. 12-jähriges Mädchen bereits vom katholischen zum evangelischen Glauben konvertieren. Leider hat mir das meine Mutter überaus madig gemacht: Ich müsse da neben der Schule viele, viele Stunden Unterricht nehmen, ganz weit oben in der Christopherus-Schule nahe des Obersalzbergs (unerreichbar für mich als Kind). Ich hatte meine damalige beste Freundin an einem Sonntag mal zur evangelischen Messe begleitet und das hat mir so sehr gut gefallen, weil da der Pfarrer nicht von oben herab die „Schäfchen“ abkanzelte, sondern weil der Seelsorger zusammen mit seiner Frau und den drei Kindern inmitten der Andächtigen agierte, als Mensch unter Menschen.
    Diese kleine Episode habe ich bis zum heutigen Tage niemandem erzählt.

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  6. @ theomix
    Ja, ich dachte spontan auch an Manchester-Kapitalismus und – sorry Freidenkerin – nicht ans Mittelalter. Den Unterschied machen die Maschinen 😉

    @ Freidenkerin
    Göttergatte und ich stöhnten gestern während der Tagesschau gemeinsam lauthals auf, als die Papst-Kondom-Nummer gesendet wurde. Sehr zur irritation unserer Gasttochter, die die Details nicht verstanden hatte und nun von uns den ganzen Irrsinn solcher Statements erklärt bekam.

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    • @tonari: Uuuh, ich glaube, dies zu erklären war für euch und die Gasttochter eine ziemlich harte Nummer. – Ich habe mich nie sonderlich mit dem Begriff Manchester-Kapitalismus befasst, daher war für mich die Ähnlichkeit zwischen den derzeit hierzulande herrschenden Zuständen und dem Mittelalter das Naheliegendste.

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  7. liebe freidenkerin,
    heute kam mir zu dem thema ein lied in den sinn, welches ich letztes jahr auf einem konzert bei uns im ort gehört habe, hier mal der link 🙂

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    • @Sany: Meine Liebe, sei tausendmal für diesen Link bedankt. Ich habe selten ein so gutes, aussagekräftiges und wahrhaftiges Lied gehört. – Ich habe seit gestern einen neuen „bösen“ Post als Entwurf gespeichert, der kommt in den nächsten Tagen online.
      Liebe Grüße

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  8. ich finde das lied auch sehr treffend … das konzert auf dem ich war, stand übrigens wegen diesem lied unter polizeischutz .. muss man sich mal vorstellen …

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