Archiv für Wildes.Weib

Waldwanderung…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , am Mai 17, 2012 von freiedenkerin

… Eigentlich wollte ich ja bis Salet, also quasi dem südlichsten Ende des Königsssees fahren, um dort gemütlich zum kleinen Obersee zu spazieren, meine Wanderstecken hatte ich vorsorglich mitgenommen. Doch als der Bootsführer während seiner wirklich sehr informativen Erklärungen den Schrainbach-Wasserfall erwähnte, etwa eine knappe Stunde Fußmarsch von St. Bartholomä entfernt, da spitzte das stets unternehmungslustige Wilde Weib in mir die Ohren. Und so kam es, dass ich mich unversehens an der Seelände zu Füßen der kleinen Barockkirche wieder fand…

… “Ach, weisst du, insgesamt zwei Stunden marschieren, das ist mir ehrlich gesagt zu viel.”, sagte ich zum Wilden Weib, “Lass uns nur ein wenig herum schlendern, eine schöne Rastbank suchen und dann Brotzeit machen, denn wir haben seit dem Frühstück nichts mehr gegessen.” So schritten wir gemächlich aus und kamen alsbald an den Rand eines schönen, frühlingsgrünen Mischwaldes. Binnen kurzem war dieser durchmessen, St. Bartholomä den Blicken entschwunden. Eine Bank am Seeufer ward schnell gefunden, und die mitgebrachten Schmankerln samt einer ordentlichen Thermoskanne heißen Tees ausgepackt…

… Was für eine Idylle hier! Und so eine Ruhe! Außer dem Zwitschern einiger Vögel und dem fernen Rufen eines Kuckucks war kein Laut zu vernehmen! Das Rascheln des Brotzeitpapiers mutete inmitten dieser heiligen Stille an wie ein Höllenlärm! Ich hätte so sehr gerne für den Rest des Nachmittags an diesem Orte verweilt, doch das Wilde Weib drängte zum Aufbruch: “Schrainbach-Wasserfall! Ich will dorthin!” Einem rosig-tiefblauen-weißen-gelben Teppich gleich breitete sich nun beiderseits des Wegs eine wunderschöne Blumenwiese aus. Gnädig wurde mir gestattet, viele, sehr viele Fotos zu machen…

… Eine gute Weile später hemmte ein eisig klarer, munter dahin plätschernder Gebirgsbach inmitten eines ausgedehnten Schutt- und Geröllfeldes unseren Schritt. “Ich seh’ hier keine Brücke.”, wandte ich ein. “Dann such’ gefälligst einen Übergang.”, befahl das Wilde Weib. Ich fand tatsächlich eine Furt mit sehr großen Trittsteinen, dort, wo der Bach kurz vor seiner Mündung in den See großenteils im groben Kies versickerte, und nur mehr ein seichtes Rinnsal sanft dahin rieselte…

… Der Pfad führte über das Geröllfeld, an einer Felswand entlang, und stieg dann ganz ordentlich steil einen bewaldeten Hang hinan. Bedächtig strebte ich bergauf, und war ziemlich erstaunt darüber, wie gut das trotz mangelndem Training ging. Dann jedoch kam eine Kehre, ausgesprochen abschüssig, noch dazu betoniert, mit hohen, scharfen, abgerissenen Kanten, wenig Vertrauen erweckend. Ich hielt inne. “Los, weiter!”, kommandierte das Wilde Weib. Doch ich schüttelte den Kopf. “Nein, meine Liebe, hier ist Schluss. Wir kehren um.” – “Jetzt stell’ dich nicht so an!” Aber ich würgte das Wilde Weib kurzerhand ab und machte mich auf den Rückweg – erleichtert darüber, dass die Vernunft gesiegt hatte…

… Unten angelangt fiel uns ein Schild auf: “Benutzen Sie bei Hochwasser bitte die Brücke über den Fluss – 200 mtr.” Und ein Pfeil, der in westliche Richtung wies. “Na gut, wenn wir schon nicht zum Wasserfall kommen – dann will ich die Brücke sehen!”, nölte das Wilde Weib. Ich gab nach, selber neugierig geworden…

… Der Pfad war ausgesprochen schmal, eher eine Fußspur, die durch den dichten und felsigen Bergwald führte…

… Und direkt unter diesen Felsüberhang…

… Manche Baumstümpfe muteten wie gefährliche, lauernde, vermummte Urweltgestalten an…

… Eine kleine Haselmaus beäugte mich misstrauisch von ihrem Bau aus…

… Der Weg zog und zog sich. “Das sind jetzt aber schon weit mehr als zweihundert Meter!”, maulte ich. Das Wilde Weib zuckte die Achseln. “Kann nimmer weit sein.” Und schon sahen wir sie, die “Brücke”…

… Zwei Baumstämme, auf die man zwei Bretter genagelt hatte. Na, prima!!! Und ich mit meinem Hinkebein, und noch dazu die teure Kamera um den Hals! Es war kein tiefer Abgrund, den es zu überwinden galt, aber die wohl knapp zwei Meter bis zum sicherlich eisigst kalten Bach würden auch für ein Unglück ausreichen. Ich schluckte, nahm all meinen und des Wilden Weibes Mut zusammen, und begab mich vorsichtig auf die schwankende “Brücke”…

… Göttin! Was waren wir stolz, als wir heil drüben angelangt waren! Wie zum Trost umfing uns nur kurz darauf wieder der lichte, frühlingshafte Mischwald…

… Das Wilde Weib und ich schmunzelten verschmitzt, als St. Bartholomä in Sicht kam…

… Wir pufften uns in die Seiten. “Ist ja fast so was wie ein kleines Abenteuer gewesen, gell.” – “Yepp! So im Nachhinein betrachtet hat das richtig Spaß gemacht.” – “Wie in alten Zeiten!” – “Genau!”…

Nehme ich jetzt…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , am Mai 7, 2012 von freiedenkerin

… für morgen den kleinen Rollkoffer? Oder doch den Rucksack? Aber in dem hat der Schlepptop nicht Platz. Und da es in dem kleinen Hotel im Bodensee-Dörfchen Nonnenhorn, wo ich über Nacht bleiben werde, freie Internet-Nutzung und W-LAN gibt, und ich mit Sicherheit so schnell als möglich die ersten Fotos und Eindrücke vom morgigen Zeppelinflug werde online stellen wollen, muss der Lappi mit. Unbedingt. Also doch den kleinen Rollkoffer. Nein, nein, für eine einzige Übernachtung ist selbst dieses Teil viel zu groß. Mein Blick fällt auf die Einkaufstasche mit dem Symbol der Apollo-13-Mission und dem markigen Spruch “Failure is not an Option!” in dicken, schwarzen, mit Gold durchwirkten Lettern darunter, die ich vor zweieinhalb Jahren im Souvenir-Shop des Kennedy-Space-Center erstanden hatte. “Du kannst doch net mit einer Einkaufstasche auf Reisen gehen!”, spöttelt unüberhörbar meine innere Meckerliese. Der verbliebene, im Laufe der letzten Jahre ziemlich eingeschrumpfte Rest des einstmals so kühnen und halb verrückten Wilden Weibes in mir wirft zu neuem Leben erwacht bockig den Kopf in den Nacken. “Und ob ich das kann! Und ich werde!” Und ich beschließe, dem Wilden-Weib-Kobold Recht zu geben. Zudem – was würde zu einem solchen Anlass besser passen als ein Mitbringsel vom amerikanischen Raumflughafen!…

… Seit zehn Uhr Früh rufe ich ungefähr alle halbe Stunde die Internet-Seite mit dem Bodenseewetter auf. Es sieht gut aus! Zwar wird morgen die Sonne nicht von einem makellosen Himmel strahlen, aber es soll trocken bleiben (das ist am wichtigsten!), wolkig, aber trocken. Ich schaue vom Balkon aus auf die stattlichen Wolkengebirge, die gemächlich über den Münchner Himmel ziehen. Ja – die würden den denkwürdigen Fotos, die ich zahllos zu schießen beabsichtige, den nötigen dramatischen und kühnen Rahmen verleihen!…

… Einmal Unterwäsche, ein Schlafanzug, ja den Kartenleser und die Ladestation für die Kamera-Akkus nicht vergessen! Und um Himmels Willen nicht das Bestätigungsschreiben der Zeppelin-Reederei mit der Flugnummer und den persönlichen Daten! Und die Reservierungsbestätigung für’s Hotel muss auch mit. Hoffentlich werden die frisch gewaschenen Klamotten rechtzeitig trocken! Ach, du liebes Bisschen, was ziehe ich denn morgen nur an???…

… Es ist 16:40, am Montag, 7. Mai 2012. In fünfundzwanzig Stunden geht’s los! In fünfundzwanzig Stunden werde ich an Bord eines Zeppelins sitzen, und wir werden uns brummelnd in den Himmel über dem Bodensee erheben! Ich glaube, ich schau noch einmal nach der Wettervorhersage, und in den Kleiderschrank – Herrschaftszeiten, was ziehe ich denn nun morgen an???…

Ein außergewöhnliches Festmahl…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , am Oktober 28, 2010 von freiedenkerin

… Während ich am vergangenen Samstag stundenlang staunend und mit wachsender Begeisterung durch die schlaraffenlandähnliche Feinkost-Abteilung des Ka-de-We streifte, kam mir eine kleine, aber sehr feine Episode aus meinen Zeiten als Wildes Weib in den Sinn…

… Als es mich einer Liebesgeschichte wegen – die dann allerdings kein gutes Ende nahm – nach München verschlagen hatte, dauerte es gar nicht lange und ich landete als Bedienung im Foyerrestaurant der Bayerischen Staatsoper, beim vor fast dreißig Jahren noch Aufsehen erregenden, sensationellen Feinkost-Papst K…er. Ich geriet schier aus dem Häuschen bei all dem Luxus, der Eleganz, den atemberaubenden und exotischen Delikatessen, die ich als Landpomeranze aus den Bayerischen Bergen noch nie zuvor zu Gesicht bekommen hatte. Schon bald fand ich heraus, dass man als Angestellte im äußerst vornehmen Haupthaus der Firma an der Prinzregentenstraße Personalrabatt bekam, zehn Prozent auf Speisen, fünfzehn auf Getränke. So nimmt es nicht weiters wunder, dass ich eines Tages dort einen nicht ganz unerheblichen Teil meines Monatsgehalts auf den Kopf haute…

… Es war die Blütezeit der amerikanischen Fernseh-Serie “Denver Clan”. Was mich in manchen Folgen ungemein faszinierte, war das Biest Joan Collins, wenn es sich sinnlich-lässig in einem fulminanten Schaumbad aalte und dazu genüsslich Kaviarhäppchen verspeiste und Champagner schlürfte. Wie aufregend! Wie dekadent! Wie herrlich! Der Inbegriff von Luxus! Das will ich auch mal machen!…

… So schleppte ich meine Einkäufe nach Hause, ließ mir ein schön warmes Schaumbad ein, drapierte die erstandenen Köstlichkeiten auf einem Holzbrett, welches ich quer über die Wanne legen konnte, stieg in die knisternden Fluten, und gab mich den Gaumenfreuden hin. Zuerst verspeiste ich das kleine Döschen Beluga Malossol Caviar, stilgerecht mit Sauerrahm und einem Blini, und dazu einem Glaserl eisgekühlten Wodka. Danach schmauste ich Räucher- und Graved Lachs, einen halben Hummer und ein Scheibchen getrüffeltes Gänseleber-Parfait, diese göttlichen Köstlichkeiten genoß ich mit einem halben Fläschchen Taittinger Champagner…

… Nach ungefähr einer Stunde beendete ich meine äußerst dekadente Labung. Meine Haut hing aufgeweicht und mehr als runzlig an mir, aber in meiner Euphorie störte mich das nicht weiters. Hah! Ich kam mir so toll vor! Wie ein Star! Eine von den ganz Reichen und Schönen! Was kostet die Welt! Sky is the limit!…

Alkohol…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Gesellschaft, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , am Oktober 20, 2010 von freiedenkerin

… Feind, Lebensbegleiter, “Arbeitsmittel”…

… Während meiner ausgedehnten Wildes-Weib-Zeiten habe ich alkoholhaltigen Getränken exzessiv zugesprochen. Ich kann mich an eine erkleckliche Anzahl sogenannter “Black-Outs” erinnern, tollkühne, leichtfertige Abenteuer unter dem befeuernden, enthemmenden Einfluss von Prozenthaltigem. Ab und an musste ich den kurzen Weg vom Parkplatz, an dem man mich oft genug nach durchzechten Nächten ablud, bis zu dem kleinen Zimmerchen, in welchem ich zur Untermiete lebte, auf allen Vieren zurück legen, weil ich des aufrechten Ganges nicht mehr fähig war. Ich konnte etliche g’standene Mannsbilder unter den Tisch saufen. Ausgehen, Disco, Tanzen, Feierabend, Flirten, Spaß haben – diese Dinge waren einst für mich untrennbar mit dem Lebensbegleiter Alkohol verbunden…

… Ich pflegte auch zuhause zu trinken, im Schnitt pro Tag eine Flasche Wein oder Sekt, manchmal auch ein halbes Flascherl Wodka, fifty-fifty ist das gängige Mischungsverhältnis eines strammen Wodka-Lemon gewesen. Ich versuchte, die häufige Einsamkeit weg zu trinken. Die Verzweiflung darüber, dass jede, aber auch jede meiner Liebeshändel und Freundschaften zerbrachen. In jenem Schwebezustand, der sich stets zwischen Beschwipstsein und Rausch einzustellen pflegte, wollte ich die Intrigen, Lügen, moralischen Erpressungen, die unterschwellige Feindseligkeit im engsten Familienkreise vergessen. Die quälenden bohrenden Fragen: Warum bin ich offenbar beziehungsunfähig? Warum mir selbst so sehr oft fremd? Was ist an mir, dass niemand mich lieben kann und mag? Warum durfte ich als Kind nicht auf’s Gymnasium gehen? Woher rührt diese ständige innere Zerrissenheit? Diese hemmende, innere Unsicherheit? Dieses Fehlen eines gesunden Selbstwertgefühls? Diese quälenden Todesängste, die mir oft genug während sogenannter Weißer Nächte den Schlaf raubten…

… Dieser Lebensabschnitt ist seit langem schon vorbei, ich glaube, wenn ich mich recht entsinne, hatte ich vor gut acht Jahren den letzten handfesten Rausch. Dann wurde mir unter sehr einfühlsamer, kompetenter Anleitung das Geschenk einer ausgedehnten, intensiven Reise durch das Universum meiner Seele gemacht. Und da habe ich zu mir selbst gefunden. Frieden mit mir, meinem Umfeld, der Vergangenheit, meinem Los geschlossen. Meine Werte schätzen und zu würdigen gelernt. Erkannt, dass sich hinter der peinigenden Todesfurcht im Grunde genommen die Befangenheit, die Angst vor dem Leben verborgen hatte…

… Die halsbrecherische Gratwanderung hin zur Abhängigkeit, zur Sucht gehört der Vergangenheit an. Was nicht heißt, dass ich nunmehr abstinent bin und jedem Tropfen Alkoholischem abgeschworen habe. Das nicht. Aber ich habe aus einem düster verführerischen Lebensbegleiter einen mich gelegentlich besuchenden Freund gemacht. Das ist auch der Grund, warum ich stets ein Weilchen vor den Auslagen des kleinen Wein- und Spirituosenladens gegenüber verharre. Ich sehe mir sehr gerne die so sehr vielfältigen Verwandlungen an, zu denen dieser altbekannte Freund in der Lage ist, schon auch aus beruflichem Interesse. Und träume von den durchaus schönen Momenten des reinen und ungetrübten Genusses… Ich träume, studiere die diversen Etiketten und Inhaltsangaben – und dann drehe ich mich um und schlendere weiter…

Zum Glück…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Inspiration, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , am April 19, 2010 von freiedenkerin

… ist gestern Sonntag gewesen. Ansonsten hätte ich nämlich beim Anblick dieser Auslagen eines Regensburger Spielwarenladens den Geldbeutel schon äußerst krampfhaft festhalten müssen…

… Dies ist die Variante vom guten alten “Menschärgerdichnicht”, bei dem mein inneres Wildes Weib vor Vergnügen rundum grinsen würde, wären da die Ohren nicht…

… Und dieses “Krieg-der-Sterne”-Schach steht seit gestern Nachmittag auf meiner “internen” Wunschliste ganz, ganz weit oben…

Frisch gestylt…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , am April 17, 2010 von freiedenkerin

… Hiermit präsentiert sich das Wilde Weib Freidenkerin nach langer, langer, sehr, sehr langer Friseur-Abstinenz sozusagen megafrisch renoviert. Der Stylist, welcher mich fast drei Stunden lang “bearbeitete”, hat ein unmässig großes Loch in meinen Geldbeutel gerissen, aber es ist die “Sünde” wert gewesen. Finde zumindest ich…

… Dreiundfünfzigeinhalb Jahre alt (jung). Immer noch nicht weise. Dank Trick mit dem aufgestützten Gesicht endlich einmal ohne Doppelkinn per Selbstauslöser abgelichtet!…

… Ohne Aufstütztrick, erstaunlicherweise ebenfalls ohne Doppelkinn…

Stöckchen: Lang, lang ist’s her…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , am April 16, 2010 von freiedenkerin

… Die liebe Skriptum hat dieses Stöckchen kreiert und in die Luft geworfen. Und weil ich grade mal wieder dabei bin, alte Fotos und Dias auszumisten, einzuscannen und zu ordnen, zeig’ ich euch mal ein paar Selbstportraits aus früheren Tagen…

… Mit kritischem Blick beäuge ich vor gut fünfundzwanzig Jahren in einem großen Münchner Fotofachgeschäft den jungen Verkäufer, der grade mit der Spiegelreflexkamera meiner Träume ein Testbild von mir schießt…

… Voller Vorfreude in der Arena von Verona, kurz vor Beginn der Aufführung von “Nabucco”, meiner Lieblingsoper. Mein lieber Papa hat dieses Foto gemacht. Da bin ich so um die dreißig Jahre jung gewesen…

… Dreiunddreißig Lenze zählend. Wildes Weib mit vom wilden Wind durchwühltem Skalp auf der Aussichtsplattform des Südturmes des World Trade Centers. Unvergessliche Momente!…

… Vierzig Jahre und kein bisschen weise, ganz im Gegenteil, etwas angeheitert und mit viel Schalk im Nacken während einer feucht-fröhlichen Saison-Abschlussfeier im Restaurant der Bayerischen Staatsoper. Dass ich zuvor wie alle meiner Kollegen/innen ungefähr fünf stressige Wochen ohne freien Tag durchgearbeitet hatte, sieht man mir, glaube ich, gar nicht an…

… Freidenkerin so um die Mitte Vierzig bei einem Ausflug zum Schloss Neuschwanstein…

… Ein aktuelles Foto gibt’s von mir heute leider nicht. Morgen Vormittag bin ich beim Friseur. Vielleicht habe ich danach die Traute, mich mal wieder ablichten zu lassen. Seitdem ich in den Wechseljahren stecke und gut an Gewicht zugelegt habe, kann ich den eigenen Anblick auf aktuellen Fotos eigentlich nimmer recht ertragen. Na, mal schaun, kann sein, dass sich das morgen ändert…

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