… Schon sehr früh begann mich das unermessliche Universum der Musik zu faszinieren. Ich konnte Stunden vor dem uralten, oftmals knackenden und rauschenden Radio im Wohnzimmer zubringen, lauschend, mich fragend, was sich hinter den perlenden, sanften, lauten, heftigen, anrührenden Tönen wohl verbergen mochte. Trotz meiner sehr lebhaften und reichen Phantasie konnte ich mir die Klangkörper nicht vorstellen, welche die Melodien erschufen…
… Ich mochte so neun oder zehn Jahre alt gewesen sein, da bekam ich zu Weihnachten von meinen Eltern eine höchst bemerkenswerte Schallplatte geschenkt: Benjamin Britten’s “The Young Person’s Guide To The Orchestra”, gespielt vom Amsterdamer Concertgebow-Orchester, der Dirigent und Sprecher war André Prevín. Die folgenden Tage, nein, Wochen!, vergrub ich mich förmlich in dieses musikalische Lehrstück – bis Bruder und Eltern nur mehr genervt die Augen gen Himmel wandten, wenn die inzwischen zum Überdruß vertrauten Klänge in ohrenbetäubender Lautstärke wieder aus meinem Zimmerchen dröhnten. Endlich, endlich durfte ich erfahren, aus welchen Instrumentengruppen sich ein Orchester zusammen setzt! Gleichzeitig erwuchs in dieser Zeit meine Liebe zur klassischen Musik, die mir auch heute noch inne wohnt…
… “The Young Person’s Guide To The Opera” beginnt zunächst mit einer kleinen Fuge des englischen Komponisten Henry Purcell, die anschließend von den verschiedenen Segmenten des Klangkörpers intoniert wird. Danach folgen Solo-Variationen des klassischen Themas durch die einzelnen Instrumente, die gegen Ende in eine Art Coda münden. Den Abschluss bildet wieder die Fuge. Durchsetzt ist dieses wirklich empfehlens- und hörenswerte musikalische Lehrstück mit den Erklärungen der einzelnen Orchesterteile und Instrumente…




















































