… Auf dem Weg zur “Winzerstube”, in Hagnau direkt am Bodensee-Ufer gelegen, kam ich an dieser schön umfunktionierten, alten Destille vorbei…
… Das milde Bodensee-Klima lässt sämtliche Vegetation wuchern und grünen, das macht sogar nicht einmal vor Straßenlaternen Halt…
… Die Hagnauer Mülltonnen-Gestaltung finde ich sehr ansprechend…
… Nicht unbedingt ein Gully-Deckel im klassischen Sinne, aber sehr interessant, wie ich finde – für Frau Tonari…
… Obwohl es noch früh am Abend war, hatte ich ganz großes Glück, eines der letzten freien Tischerln auf der Seeterrasse der “Winzerstube” zu ergattern. Kaum hatte ich bestellt, fragte mich der Oberkellner, ob es mir recht wäre, wenn sich mir zwei Gäste zugesellen würden. Ich stimmte zu – und hatte mit meinen Tischpartnern, einem älteren Pärchen, ganz großes Glück! Wir verstanden uns fast auf Anhieb ausgesprochen gut, schlemmten und plauderten, und genossen zwischendrin immer wieder diesen Ausblick…
… Der Zeppelin brummelte leise der untergehenden Sonne entgegen…
… Hinter den sanft geschwungenen Hügeln des jenseitigen Schweizer Ufers ging ein Heissluftballon nieder…
… Nachdem wir Drei fürstlichst geschmaust und uns ausgetauscht hatten, nahmen wir Abschied voneinander. Meine neuen Bekannten mussten bereits früh am Morgen aufbrechen. Wir versprachen uns, in Kontakt zu bleiben. Von einer Welle der Behaglichkeit und des stillen Glücks getragen schlug ich den Weg zur Schiffsanlegestelle ein. Ich wollte von dort aus den Sonnenuntergang beobachten – und mir noch einen anderen kleinen Traum erfüllen…
… Ganz sanft näherte sich die Dunkelheit, alsbald wölbte sich über dem stillen See ein bestürzend klarer Sternenhimmel. Dann ging über Hagnau der Mond auf…
… Und nach ein bisschen Warten und entspanntem Plaudern mit fremden und sehr netten Menschen, die sich auf dem Anlegesteg versammelt hatten, um den lauen Sommerabend zu genießen, konnte ich ihn mir erfüllen, den kleinen Traum: Fotografieren, wie sich das Mondlicht im Bodensee widerspiegelt…
… So ausgeglichen und zufrieden wie lange nicht mehr kehrte ich in mein Quartier zurück, trank dort noch einen kleinen Absacker, ein Achterl eines sehr bemerkenswerten heimischen Weißburgunders, und legte mich dann schlafen. Denn ich wollte am nächsten Tag beizeiten aufstehen und los marschieren, in die sanft geschwungenen Weinberge, um dort Gedichte von Hermann Hesse zu lesen…
… Fortsetzung folgt…























































