Archiv für Märchen

Hinter dieser Türe…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , am Dezember 22, 2012 von freiedenkerin

… befindet sich die Weihnachtswerkstatt, und da wird jetzt noch fieberhaft gebastelt, gewerkelt, geschraubt und gehämmert, gepfriemelt und gefieselt. Die Wangen der unermüdlichen Helferlein glühen, die Haare sind gesträubt, die Augen müde vom Schuften ohne Unterlass, doch wenn das Christkind durch die Reihen der Arbeitsamen schwebt, dann tritt ein tiefer Ausdruck von Liebe und Glück in die Gesichter, die Blicke werden klar, und ein tiefes Atemholen beschert neue Energien für den weihnachtlichen Endspurt…

Lindau Hafenweihnacht (1 von 1)-22

Da sahen sie ein Häuschen…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , am Dezember 1, 2012 von freiedenkerin

… aus Pfefferkuchen fein. Wer mochte wohl der Herr von diesem Häuschen sein?…

… “Knusper, knusper, knäuschen, wer knabbert an meinem Häuschen?!!” – “Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!”…

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… Diese Reime aus dem Märchen “Hänsel und Gretel” kennen wir “Älteren” ja mit Sicherheit allesamt…

… Der deutsche Komponist Engelbert Humperdinck vertonte die Erzählung aus Grimm’s Märchen zu einer sehr anrührenden Oper, welche im Jahre 1893 uraufgeführt worden ist, einem wahren Ohren- und je nach Inszenierung auch Augenschmaus für junge und etwas betagtere Kinder. Manche der Melodien lehnten sich stark an Volksweisen an – “Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh” z. B.. Einige der von ihm geschaffenen Arien wurden im Laufe der Zeit zu wahren “Gassenhauern” – “Brüderlein, komm, tanz mit mir, beide Hände reich ich dir” oder aber auch das wunderschöne Nachtgebet “Abends, wenn ich schlafen geh’”…

… Ich wünsche euch allen ein wundervolles Adventswochenende!…

Märchenhaftes…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Inspiration, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , am November 17, 2012 von freiedenkerin

… Seit Tagen hatte mich das Jagdfieber gepackt. Ich wollte ein fallendes Blatt fotografieren, keinen üppig wehenden Blättervorhang, nein, nur ein einziges Blatt. Ungezählte Aufnahmen musste ich nach jedem Spaziergang wieder löschen. Heute Nachmittag war ich kurz davor, aufzugeben. “Komm,”, sagte meine Innere Damenband zu mir (fast alle, die “Stinkfaule Trine” streikte natürlich, denn die wollte es sich auf der Couch gemütlich machen), “jetzt gehen wir noch einmal los, wirst sehen, heute wird dir das Glück hold sein!”…

… Ich stand zwischen den lichten, wundervoll goldenen Ahornbäumen im kleinen Park, die Kamera ans Auge gedrückt, mich blitzschnell bei jedem Rascheln, jedem Windhauch umwendend. – Und, was soll ich sagen, meine Mädels hatten recht behalten, endlich, endlich ist mir das Glück hold gewesen! Vor Freude hopste ich hin und her…

… “Ja, Herrschaftszeiten, pass’ gefälligst auf, wo’sd hinsteigst!”, grummelte eine tiefe Baßstimme mich zornig an. Ich blickte mich um, konnte aber niemanden sehen. “Jetzt ist’s so weit, jetzt hört’s schon Stimmen, jetzt schnappt’ s über!”, lästerte Frau Nörgel-Zick. “Glaub’ ich nicht. Schau mal nach unten.”, entgegnete lässig das Wilde Weib. Wir blickten hinab, und ich entdeckte im üppigen Blätterteppich eine kleine, sehr kleine Gestalt. “Ja, wer bist denn du?”, staunte ich. “Talitinn, der Wurzel- und Mooswichtel hier. – Magst’ mei Höhle seh’n?” – “Ja, freilich!”…

… Ich folgte dem kleinen Kerl – sehr hastig, denn Wichtel sind recht schnell unterwegs. “Schau, da bin i dahoam.”, meinte das Kerlchen, nachdem es einen narbigen, von verdrehtem Wurzelwerk überzogenen Stein erklommen hatte. Vorsichtig äugte ich in die vielleicht mauslochgroße, aber tiefdunkle Höhle hinein. Ich gab dem Gnom ein paar Kekse, die ich vor meinem Spaziergang in die Seitentasche des Rucksacks gesteckt hatte, und er verspeiste sie voller Behagen, mit einem ausgesprochen seligen Gesichtsausdruck. “De san vui besser als de ewig’n Nüss’, Beeren und Samen, de i sonst allerweil essen tua.”…

… Ich machte ein paar Aufnahmen von Talitinn, und fragte ihn danach, ob ich eines der Fotos auf meinem Blog online stellen dürfe. “Ja, scho, verrat’ aber net, wo’sd mi g’fund’n hast, i möcht mei Ruah hab’n.” Dann verabschiedete er mich mit den Worten “Schau moi wieda vorbei, und bring’ no mehra von de Kekse mit.”, und zog sich in sein Refugium zurück…

Manchmal wär’ ich…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , am Juni 21, 2012 von freiedenkerin

… gern so klein, um auf einem Rosenblatt über’s klare, kühle Wasser treiben zu können. Eine hauchfeine, linde Sommerbrise würde mein Rosenschiffchen einmal hierhin, einmal dahin lenken. Träumend würde ich in den tiefblauen, reinen Himmel schauen, und dem eifrigen Gesang einer im nahen Gebüsch sich verbergenden Nachtigall lauschen…

… Wenn dann die Nacht die Welt in ihre kühlen, dunklen Schleier hüllen würde, würde ich mir ein Ruheplätzchen im Kelch einer Glockenblume suchen. Ihr feiner, silberhelle, für Menschenohren nicht wahrnehmbare Klang würde mich in den Schlaf geleiten, bis die glitzernden Perlen eines morgendlichen Schauers mich wach küssen würden…

Der Watzmanngeist…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , am August 11, 2011 von freiedenkerin

… In früheren Zeiten ging einmal ein gar schreckliches Gespenst am Watzmann um. Und dieses soll einem jungen Burschen, der auf der Schapbachalm (am Fuße des Watzmannes zwischen Grünstein und Kühroint) den Sommer über arbeitete, sehr übel mitgespielt haben. Dem Kerl – ein Hirte – hat recht oft der Hafer gestochen, so dachte er sich allerlei Schabernack aus, um die beiden Sennerinnen zu dratzen. Eines Tages verfiel er auf einen besonders bösen Streich: Durch eine List gelang es ihm, die Arme und Beine der Frauen zusammen zu schnüren, und sie so den Hügel vor der Hütte hinab zu rollen. Er schüttete sich dabei schier aus vor Lachen, die Sennerinnen hatten genug von dem Bürscherl, sie weigerten sich erbost, künftig mit ihm noch zusammen zu arbeiten, und zogen in die nahe gelegene Kühroint-Alm…

… Der Hirte verblieb also alleine in der Schapbach-Alm, was ihn aber weiters nicht störte, vergnügt legte er sich Abends zur Ruhe. Um Mitternacht, als er tief und fest schlief, erhob sich unvermittelt ein solch starkes Brausen, dass er erschrocken aufwachte. Ihm wurde von unsichtbarer Hand die Zudecke weg gerissen. Gleichzeitig begann seine Liegestatt, wild taumelnd herum zu wirbeln. Entsetzt wollte der junge Mann aus der Hütte fliehen. Als er die Türe aufriss, blieb ihm vor Schrecken fast das Herz stehen…

… Ein riesiges Gespenst stand vor ihm und starrte ihn mit Augen an, die glühenden Kohlen glichen, das Gesicht war zu einer Furcht erregenden Grimasse verzerrt. Der Bursche war wie gelähmt vor Grauen, hilflos sah er zu, wie das unheimliche Wesen ständig sein Aussehen änderte, und sich in immer noch abscheulicheren Gestalten zeigte. Zuletzt verwandelte es sich in ein klappriges Gerippe und zerfiel zu Staub. Endlich fand der Hirte die Kraft zur Flucht! Mit zitternden Knien stolperte er den Abhang hinunter. Doch als er vermeinte, dem Geist entkommen zu sein, stand dieser grinsend wieder vor ihm!…

… “Oh, Gott! Hilf mir!”, stammelte der Gepeinigte, “hilf mir in meiner Not!”…

… Das Gebet stärkte ihn, er lief weiter, die Gegenwart des Unheimlichen stets hinter sich fühlend. Mit pfeifenden Lungen hetzte er bis hinab nach Berchtesgaden, ohne die kleinste Rast. Dort flüchtete er sich ins Franziskanerkloster und erzählte abgezehrt und totenbleich, was ihm widerfahren war.”Bitte! Helft mir!”, flehte er die frommen Männer an, “Helft mir, das Gespenst zu verjagen, sonst wage ich mich nimmer zurück auf die Alm!” Da gab ihm einer der Mönche eine Rute und sagte: “Wenn du die hier in der Hand hältst, kann dir das Gespenst nichts anhaben. Treibe es damit den Berg hoch, bis dorthin, wo nur noch Steine, Felsen und Schnee sind. Dann kann es nicht mehr zurück kehren. Aber du darfst dich auf gar keinem Fall umschauen!”…

… Der Bursche befolgte den Rat getreulich, obwohl er sich arg fürchtete, dem Geist erneut zu begegnen. Es gelang ihm, das unheimliche, unirdische Wesen hoch hinauf in die Eisregionen des Watzmannes zu bannen. Das schreckliche Ereignis aber konnte er nie vergessen. Niemand habe ihn jemals wieder lachen gesehen, so heißt es, still und in sich gekehrt habe er seine Tage verbracht und ist seiner Lebtag lang ein sonderbarer Eigenbrötler gewesen…

… Blick auf das Watzmann-Massiv. Der bewaldete Rücken, der sich davor erstreckt, ist das Kühroint…

… Blick auf den Grünstein – von Kühroint aus aufgenommen…

… Im Watzmannkar, in der Bildmitte das Vierte Kind, auch Jungfrau genannt. In diese unwirtliche Gegend hat der Hirte dereinst das gar schauerliche Gespenst getrieben…

Vom grausamen König Watzmann…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , am August 2, 2011 von freiedenkerin

… Ich habe auf die Posts von der Teufelsmühle und dem gespenstischen Geiger am Königssee so viel positives “Feedback” erhalten, dass ich nunmehr in lockerer Folge weitere Sagen, Legenden und Märchen aus dem Berchtesgadener Land online stellen werde. – Recht geläufig ist diese hier:…

… Vor sehr, sehr langer Zeit herrschte ein König namens Watzmann. Er liebte weder Mensch noch Tier, das größte Vergnügen empfand er in seinem grausamen Herzen beim Quälen und Martern von allem, was da kreuchte und fleuchte. So ist auch die wilde Jagd seine höchste Freude gewesen, wo ihn Rüdengeheul und Hörnerschall umgab, und die Wälder davon widerhallten. Aber nicht nur er, auch sein Weib und die sieben Kinder fanden hohe Lust an den brutalen Hetzjagden, wenn die dampfenden Rosse unter ihnen zusammenbrachen und das tot gepeinigte Wild von den Hunden zerfleischt wurde. So ging es ohne Rast bei Tag und Nacht, über Stock und Stein, die Untertanen schmähend und verachtend. Lange Zeit trieben es er und die Seinen so, doch das strenge Strafgericht des Allmächtigen ereilte den Gottlosen…

… “Hinaus zur wilden Jagd!”, tönte es einst wieder durch den Schlosshof, die Jagdhörner dröhnten, die Rüden jaulten, und dann ging es mit der Gemahlin und den Kindern wieder dahin in gar wildem Zug. Im Dämmerlicht sah der König eine betagte Großmutter, ihre Enkelin auf dem Schoß wiegend, er lenkte sein Pferd hin, dass Reiter und Ross sie zerstampfe. Und wie der Bauersmann und seine Frau trostlos aus der Hütte traten, um die sterbende Ahne im Hause zu betten, da ließ der furchtbare Herrscher die geifernden Hunde auf sie los, dass auch sie unter den Zähnen der Bestien verschieden. Lachenden Blickes sah der König zu, und mit ihm sein Gefolge, wie die Menschen sich sterbend im Blute wanden…

… Da hob die Großmutter mit brechendem Blick die zerfleischte Rechte und fluchte fürchterlich mit dem letzten Atemzug dem Watzmann, der Königin und der Kinder, dass sie die Strafe des Höchsten erreiche und in Felsen verwandle. Sodann erbebte die Erde, ein Sturmwind hub an, als ob das Ende der Welt gekommen wäre, Feuer sprühte aus sich auftuenden Felsspalten empor – Vater, Gattin und ihre Nachkommenschaft wurden zu Stein…

… So stehen der Watzmann und die Seinen in ein riesiges Bergmassiv verwandelt, und blicken als Wahrzeichen herab ins Berchtesgadener Land…

Der Geiger vom Königssee…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , am Juli 30, 2011 von freiedenkerin

… Für all meine lieben Sagen-, Legenden- und Märchenfreunde!…

… Eine steil in den Königssee abfallende Felswand gegenüber der Bedarfsanlegestelle Kessel wird seit jeher “Geigerwand” genannt. Auf ihr soll es in hellen Vollmondnächten nicht ganz geheuer zugehen. Dann sei dort ein seltsamer und riesengroßer Mann zu sehen sein, der eine Geige bei sich trägt. Er würde sich an die Ränder der Abgründe stellen und eigenartige traurige Weisen spielen. Weithin sind diese Melodien zu hören, über das Gebirge, bisweilen sogar in das über zwanzig Kilometer entfernte Salzburg hinein…

… Während seines Spiels soll der geheimnisvolle Musiker mühelos von Felsspitze zu Felsspitze springen, ohne den Bogen abzusetzen und zu unterbrechen. Sobald er seine melancholische Serenade beendet habe, würde er auf ebenso ungeklärte Weise verschwinden, wie er gekommen sei – und keiner könne sagen, wohin…

Die Teufelsmühle am Funtensee…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , am Juli 26, 2011 von freiedenkerin

… Am Schluss meines Posts zum Buchstaben F des Geo-ABC’s habe ich euch ja vom geheimnisvollen und unterirdischen Abfluss des Funtensees erzählt, und dass dieser die Berchtesgadener zur Sage von der Teufelsmühle angeregt hatte. Hier ist nun die erste, schauerlichere Version:…

Vor vielen, vielen Jahren stand am Ufer des dunklen, in hoch aufragende Felsgipfel gebetteten Funtensees nahe des Steinernen Meeres eine Hütte. Sie war die Behausung eines armen Jägersburschen, den allerdings das karge Dasein keineswegs schmerzte. Fröhlich übte er sein Waidwerk aus, und wenn er lange Fastenzeiten bei kargem Mahl zu überstehen hatte, war er doch einer der lustigsten an den großen Festtagen in den Wirtshäusern drunten im fernen Tal…

… Eines Tages, er befand sich an den Bergschroffen nahe des Sees auf der Jagd nach Mankeis (Murmeltieren), erspähte er im Felsgeröll eine Handvoll blitzender Taler. Der so plötzlich entdeckte Schatz kam ihm zunächst unheimlich vor, doch nach einigem Sinnieren füllte er sich die Taschen mit dem Wundergold. Er begann, ein Leben in Saus und Braus zu führen, das Jägern interessierte ihn nicht mehr. Aber die zusammen gerafften Taler bereiteten ihm nicht lange Freude, schon bald war er ärmer als zuvor…

… So stieg er hoch zur Wand, an deren Fuße er die Goldtaler gefunden hatte. Doch weit und breit war nichts zu sehen. Schon wollte er missmutig umkehren, da stand ein Mann vor ihm mit riesigem Kopf und Hörnlein auf der Stirn. “Willst du’s mit mir halten oder net?”, fragte der Fremde, der Böse. Leichtfertig verschrieb der Jäger sich dem Teufel. Augenblicklich kugelten Steine von der schroffen Wand, die sich vor dem Burschen in Taler verwandelten…

… Er führte sein neues Freudenleben jedoch nur kurz. Holzknechte fanden seinen zerschmetterten Leichnam unter einem Haufen Felsgestein…

… Seitdem hört man am Funtensee ein Geräusch ähnlich dem Klappern einer Mühle. Der Teufel mahlt dort Steine zu Goldtalern, um Seelen zu fangen. Grade in der heutigen Zeit scheint ihm das recht gut zu gelingen…

Die Welt der…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Inspiration, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , am Juni 2, 2011 von freiedenkerin

… Halikinets befand sich in einer glasklaren und flüssigen, kugeligen Sphäre. Es war ein winzig, winzig, winzig kleines, schwebendes Reich, umschlossen von einer äußerst dünnen und dennoch sehr stabilen Membran. Kein einziges der zierlichen Geschöpfe, die dort ihren Lebensraum, ihre Zivilisation geschaffen hatten, und die mikroskopischen Blumen glichen, hatte bislang den Versuch gemacht, diese Schutzschicht zu durchstoßen, abergläubisch und misstrauisch hielt man sich von ihr fern, und die Ältesten und Weisesten pflegten stets voller Inbrunst zu behaupten: “Da draußen ist nichts. Nur eine gähnende Leere, ein bodenloses Nichts.”…

… Doch der junge Helianiss, seit seinen frühen Tagen ein Phantast und Träumer, was vielen seiner Artgenossen mitunter sehr befremdlich vorkam, glaubte den Beteuerungen des Obersten Rates und der Hohepriester nicht. Er hatte sich schon sehr oft in einsamen Nächten verstohlen der Membran genähert und rätselhafte Schemen, Schatten, riesige Umrisse eher erfühlt als wahr genommen, Dinge, die zu gewaltig waren, als dass sein Verstand sie zu deuten wusste…

… Nach einer langen und friedvollen Periode kühlen und dunklen Grüns veränderte sich plötzlich die so sicher geglaubte Welt Halikinets, es wurde heller, gleißendes Licht begann in das kugelige Reich zu strömen, die Temperatur der flüssigen Atmosphäre stieg bedrohlich an, und der Lebensraum wurde kleiner, immer kleiner…

… Als Helianiss zu schweben begann, empor getragen von einer ungeheuren Wärme, einem kaum zu ertragenden glosenden Schein, pochte sein Herz in Triumph und freudiger Erwartung. “Ich habe es immer gewusst! Ich habe es immer gewusst, dass da draußen nicht die Leere, das Nichts auf uns wartet, sondern etwas Überwältigendes, Unerklärliches, Wunderschönes!”…

… Ein kleiner Knabe kauerte am Rande eines Blumenbeetes und fragte sich still, verzaubert und völlig versunken, was für eine Welt so ein Regentropfen wohl in sich bergen würde, und wie es in dieser wohl zugehen mochte…

… Zu diesem kleinen Märchen haben mich die wunderschönen Tropfenfotos der lieben Paradalis inspiriert…

Das Alphabet der Tiere (W – Teil 2)…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , am April 14, 2011 von freiedenkerin

… Für Claudia und meine liebe Mitleserin ohne Blog Gertie:…

… Der leuchtende Bodensee-Wolpertinger, aufgenommen in der Meersburger Burg…

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