… habe ich trotz all eurem Daumen-, Zehen- und Pfötchendrücken die Classic-Radio-Wunschkreuzfahrt nicht gewonnen – noch einmal mein ganz herzliches Dankeschön an euch, meine Lieben! Doch die Enttäuschung hält sich sehr in Grenzen, denn mit der heutigen Post kam vom Finanzamt der Bescheid meiner Steuererklärung 2011. “Vater Staat” zahlt mir ein ganz nettes Sümmchen zurück, und das hilft mir derzeit sogar weitaus mehr, als es diese Kreuzfahrt tun würde, da in ein paar Wochen einige saftige Versicherungsbeiträge fällig werden. Und es bleibt sogar noch ein kleines Pölsterchen übrig. Grund genug, sich entspannt zurück zu lehnen, und einen ganz wundervollen Frühlingsabend zu genießen…
… Habt ein ganz wunderschönes, unbeschwertes und sonnenreiches Wochenende, ihr Lieben da draußen im WWW!…
… Wer vierbeinige Haustiere hat, weiss mit absoluter Sicherheit, dass Hunde, Katzen, Pferde und Ratten über eine beträchtliche Intelligenz verfügen, auch wenn diese in vielen Aspekten grundverschieden von dem ist, was man gemeinhin als menschliche Gescheitheit, Klugheit und Lernfähigkeit zu bezeichnen pflegt. Was jedoch unsere gefiederten Genossen betrifft, so hielt sich über einen sehr, sehr langen Zeitraum die doch recht abwertende Ansicht, dass es sich bei Piepmätzen um eher mehr schlichte Gemüter handeln würde. Weit gefehlt! Die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Vogelforschung kommen zu wahrhaft verblüffenden Ergebnissen: Keas, eine neuseeländische Papageienart, seit jeher für ihre Pfiffigkeit berühmt-berüchtigt, können wahrhaft meisterlich im Team zusammen arbeiten, Rabenvögel lernen durch Beobachtung, sind dazu in der Lage, Gut und Böse zu unterscheiden, leichte mathematische Aufgaben schneller zu lösen als Menschenaffen, sie stellen Andere sogar gelegentlich auf eine Vertrauensprobe, auch vorausschauendes Planen und Handeln ist ihnen weiß Gott nicht fremd. Tölpel, Lummen und Möwen erkennen ihre Partner und Küken am Klang ihres Schreis unter vielen tausenden Artgenossen. Vögel sind tiefer Gefühle wie Trauer, Ärger, Angst, Misstrauen, Vertrauen und Liebe fähig…
… Auf Servus-TV wurde am Mittwoch Abend eine überaus interessante Dokumentation zum Thema Intelligenzforschung bei Vögeln gezeigt, die man hier in der Mediathek des Senders anschauen kann…
… Gestern Abend vor dem Schlafengehen noch auf Deluxe Music gehört und gesehen…
… Mein Gott, was hab’ ich nicht nur diesen Song von “Yes” seinerzeit geliebt! Seinerzeit – vor nahezu dreissig Jahren. “Yes”, “Blood, Sweat & Tears” – am liebsten das leider seit langem schon vergriffene Live-Album – “Van Halen”, “Santana”, die “Pat Metheney Group”. Und eine irre Kneipe namens “Kuckucksnest”. Ein seltsam schräger Wirt, der entweder in Rocker- oder in Indianerklamotten herum lief, eine sanfte, einsame, so liebens-, aber auch so hassenswerte Seele. Nächte voller Zigarettenqualm, heiserer Endlos-Diskussionen, durchphilosophierter und durchtrunkener Nächte…
… Eine wahre Lawine von Erinnerungen hat sich da jetzt unaufhaltsam in Bewegung gesetzt. Die “Wildes-Weib-Zeiten”…
… Das ist eine ganze Weile lang zu Beginn der Sperrzeit unser “Rausschmeisser” gewesen, der allerdings nie viel genutzt hat:…
… Und danach kam die Spike-Jones-Welle – man hat seinerzeit Spike Jones und sein Orchester gerne als musikalische Anarchisten bezeichnet. Irgendwie passte das gut zu uns:…
… Doch auch an Spike Jones’ Schrullen gewöhnten sich unsere Gäste mit der Zeit. Da machte Bodo, unser Wirt, die Bekanntschaft eines jungen Mannes, der angeblich bei den Aborigines im tiefsten australischen Busch das Herstellen von Didgeridoos gelernt hatte. Dieses Instrument ist damals, vor ungefähr dreißig Jahren, in meiner Heimat auch bei ziemlich ausgeflippten, “reaktionären”, links und alternativ angehauchten Menschen noch nicht so bekannt, und auch nur sehr bedingt beliebt gewesen. Etwa fünf Minuten Gedudel genügten jeweils, und die Kneipe war gähnend leer gefegt…
… Und jetzt konnten wir das “Kuckucksnest” endlich, endlich zusperren und den steilen Hang hoch keuchen zu unserer Stammdisco im “Hotel Wittelsbacher”, von uns “Wickel-Wackel” genannte. Bei unserem Eintreten pflegte der Discjockey stets diesen Hardrock-Klassiker aufzulegen:…
… So manches Mal bin ich danach im sehr, sehr frühen Morgengrauen in meinen kleinen roten Fiat gestiegen, und die ca. 80 Kilometer zum Segelflughafen Unterwössen gefahren. Wenn dann der Morgentau in der Sommersonne glitzerte, wir die Twin Astir’s, ASK 13, K 8 und die anderen Schulmaschinen aus dem Hangar zogen und durchcheckten, und sich mit leisem Sirren dann die ersten Gleiter in den makellos tiefblauen Himmel schwangen, ist mir immer, immer, immer dieses wunderschöne Lied in den Sinn gekommen:…
… Was ist das für eine wilde, verdammt schöne, aufregende, spannende, gefährliche, romantische, von Herzweh und Kummer, aber auch von rasender Freude und Glückseligkeit erfüllte Zeit gewesen! Ich bin so sehr dankbar dafür, dass ich das alles durchleben durfte – und für die vielfältige Musik, die mich auf meinem Lebensweg begleitet hat…
… Der Legende nach geht dieser Brauch auf das Jahr 1517 zurück. Als in München die Pest gewütet haben soll, beschlossen die Mitglieder der Schäfflerzunft (Schäffler = Fassmacher), einen Tanz aufzuführen, um die Bewohner der Stadt aufzuheitern, sie von ihren Todesängsten, von Kummer und Sorgen abzulenken. So kleidete man sich in eine spezielle Uniform – roter Rock, grüner Hut mit weißblauer Kokarde, Schäfflerschürze, schwarze Kniebundhosen, weisse Strümpfe und schwarze Schuhe – umwand Fassgauben mit grünem Laub und Schleifen in den Landesfarben, und erarbeitete eine sehr aufwändige und komplizierte Schritt- und Figurenfolge, die manchmal an einen mittelalterlichen Hoftanz erinnert…
… Der Schäfflertanz wird nur alle sieben Jahre aufgeführt, warum, das kann niemand so recht sagen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass man damals glaubte, die Pest würde im Siebenjahres-Rhythmus kommen und gehen, oder aber auch, dass die Sieben als Glückszahl gilt, oder mit einem Erlass des Herzogs Wilhelm IV., der damit die Ausbreitung dieser Volksbelustigung, bei der sehr gerne auch Würdenträger und Personen hoher Stände “derbleckt” (vera…t) werden, in Grenzen halten wollte…
… Es gibt eine Vielzahl diverser Akteure: Zwei Vortänzer, Fassschläger, einen Reifenschwinger, der auf atemberaubende Weise gefüllte Schnapsglaserln durch die Luft wirbelt, und zwei Kasperln, die immer wieder um die Tanzenden herum albern, und den Zusehern schwarze Rußnasen verpassen, die an die Pest, den sogenannten “Schwarzen Tod” gemahnen sollen. Die etwa halbstündige Zeremonie wird untermalt von einem charakteristischen Musikstück – “Aber heit is’ koid, aber heit is’ koid, aber heit is’ sakramentisch koid!”, lautet der Text dazu. Auch wenn der folgende kurze Videoclip – nicht von mir! – ziemlich verwackelt ist, man kann die traditionelle Weise sehr gut hören:…
… Hier nun meine kleine Auswahl an Fotos, die ich gestern am späten Nachmittag geknipselt hab’:…
… Zwar hatte ich seit etlichen Tagen schon genau im Kopf, wie es mit den “Rebellen von Varashon” zunächst einmal weiter gehen sollte, doch bin ich jobmäßig in der vergangenen Woche so gefordert und beansprucht gewesen, dass ich einfach die innere Ruhe nicht gefunden hatte, um die Fortsetzung dieser Fantasy-Geschichte weiter zu schreiben…
… Doch nun ist es so weit: Der zweite Teil von “Die Rebellen von Varashon” ist grade online gegangen…
… Ich werde mich jetzt so ganz langsam und allmählich stadtfein und winterfest machen – es soll ziemlich kalt draußen sein. Und meine Kameras und sämtliche Akkus einsammeln. Und mich dann auf den Weg zum Pariser Platz machen, denn dort tanzen heute um 17:00 Uhr die Schäffler. Mein letzter Versuch, diesen so traditionsreichen und wunderschönen Brauch zu fotografieren, ist am Dienstag vergangener Woche kläglich gescheitert – weil ich wieder einmal nicht daran gedacht hatte, dass sich ein Akku allmählich entleert, wenn er mehr als zwei Wochen ungenutzt in der Kamera zubringt. Und die kleine Olympus hatte ich natürlich zuhause liegen lassen. So ist nach ungefähr zwei Dutzend Bildern, die allesamt nicht sehr brauchbar waren, Schluss mit knipseln gewesen. Das wird mir diesmal nicht passieren!…
… Ich wünsche dir von ganzem Herzen alles, alles erdenklich Gute und Liebe, vor allem Gesundheit, Wohlergehen, ungezählte glückliche Momente – und immer einen vollen Akku, eine funktionierende Kamera, und tolle Motive ohne Zahl (und uns deine interessanten, lebhaften und schönen Posts und Fotos)…
… Heute morgen habe ich während meiner Abräumrunde durch’s “Nobelhotel” nicht meine Phantasien spielen lassen, sondern die kleine Digicam auf mein Wägelchen geladen, mich dann für ein kleines Weilchen in unseren Park “abgeseilt” und diese Fotos geknipselt…
… Montag Nachmittag hatte ich einen Termin bei der noch recht jungen Dame, welche die Nachfolge meines lieben, leider viel zu früh verstorbenen Zahnarztes Dr. Groeber übernommen hatte. Bei der Zahnreinigung und Kontrolluntersuchung Mitte Dezember hatte man fest gestellt, dass drei alte Amalgam-Füllungen schon recht bröselig sind, und die Ärztin legte mir sehr nahe, diese durch moderne Kunststoffplompen ersetzen zu lassen. Was folgte, war eine sehr ausführliche Beratung und (fast schon zu) detaillierte Schilderung der Behandlung samt drei Kostenvoranschlägen – was die Kasse bezahlen würde, wieviel mein Eigenanteil an einer guten Kunststofffüllung betragen würde, und wieviel ich bei einer sehr guten Kunststoff-Porzellan-Mischung drauf legen müsste..
… Als ich da so auf dem Stuhl lag, an sich recht entspannt und unbesorgt, musste ich unwillkürlich an die langen Jahre zurück denken, in denen mich eine gar arge Zahnarzt-Phobie geplagt hatte. Ich finde, dazu gibt es – sofern man eine/n profunde/n “Maulschlosser/in” aufgetan hat – heutzutage nicht mehr den geringsten Grund. Von der Betäubungsspritze spürte ich lediglich zwei kaum wahrnehmbare Piekser. Fünf Minuten später war die Region um den zu behandelnden Zahn taub – und zwar nur diese, und nicht die gesamte Gesichtshälfte wie in früheren Zeiten. Vom Bohren, Auspusten, Säubern und neu Befüllen des Zahnes habe ich nicht das Geringste mitbekommen…
… Am kommenden Montag werden in einer weiteren Sitzung die beiden anderen alten Plompen ausgetauscht. Es wäre sehr übertrieben zu sagen, dass ich mich darauf freuen würde, aber ich sehe diesem Termin sehr gelassen entgegen. Bei Frau Daiber habe ich mittlerweile genau so ein beruhigendes Gefühl, in guten Händen zu sein wie während etlicher Jahre beim lieben Doktor Groeber…
… Kurz vor Weihnachten fuhr ich frühmorgens mit der Trambahn gen Arbeit. Vor mir saß ein junges Pärchen, offensichtlich Arbeitskollegen, die sich über die Weihnachtsfeier unterhielten, die am Abend zuvor statt gefunden hatte. Sie: “Also, wenn ich net am Tisch vom Herrn H. und seiner ganzen steifen Bande hätt’ sitzen müssen, dann hätt’ ich den Witz vom Flamingo erzählt.” Er: “Oooooh! Der Witz vom Flamingo ist ja so was von Klasse! Der Hammer, echt!” Meine Lauscher prickelten und streckten sich Richtung Vorderbank. Sie: “Das ist doch in der Kneipe letzten Freitag, bei der Happy Hour, gewesen, als der I… den Witz vom Flamingo das erste Mal erzählt hat, gell.” Er: “Ja, genau, vom I… hab’ ich den Witz vom Flamingo auch her.” Meine Ohren knisterten förmlich vor lauter Anspannung. Aber leider, leider stiegen die Beiden an der nächsten Station aus. Ich geriet kurz in Versuchung, ihnen nach zu laufen und sie anzubetteln, mir doch bitte, bitte endlich den Witz vom Flamingo zu erzählen – auch auf die Gefahr hin, zu spät zur Arbeit zu kommen. Mit Müh und Not widerstand ich. – Falls von euch Lieben jemand einen Superwitz vom Flamingo kennt – erzählen, bitte!…
… Der Herr W., groß, stattlich, an die Achtzig und dement, ist wohl in früheren Zeiten Leiter einer Firma gewesen. Sehr oft, wenn ich das Mittagessen in seine Wohnung brachte, brummelte er: “Ich mach’ heut’ blau, ich hab’ keine Lust, ins Büro zu fahren.” Alsdann blieb er mit verschränkten Armen und trotzig vorgeschobenem Kinn im Bett liegen, und ist durch nichts zum Aufstehen zu bewegen gewesen. Bis sein sehr sympathischer und lustiger Pfleger eines Tages gelassen zur Antwort gab: “Da ham’S recht, Herr W.! Machen Sie sich’s so richtig gemütlich, wenn Ihre Sekretärin anruft, dann sagen wir, dass Sie heute Kundenbesuche machen.” Herr W. strahlte über’s ganze Gesicht, kicherte in sich hinein, murmelte “Das ist gut! Das ist sehr gut!”, stand prompt auf und setzte sich an den Esstisch. Und das funktioniert seitdem immer wieder sehr probat…
… Viele Wochen lang grummelte und schimpfte ich beim Nachhausekommen über die Dumpfbacke, die stets am helllichten Nachmittag im Hausflur das Minutenlicht brennen ließ. Bis ich eines Tages nicht in irgendwelche Träumereien versunken war, und mir selber beim Aufsperren quasi über die Schulter spähte… In meiner Arbeit habe ich einen Generalschlüssel für sämtliche Wohnungen und Appartements. Serviere ich die Mahlzeiten, drücke ich zuerst die Klingelknöpfchen, um danach aufzuschließen… Und so musste ich das eine geraume Weile völlig abwesend auch beim Heimkommen praktiziert haben: Zuerst auf’s Knöpfchen drücken – in dem Fall jenes für das Flurlicht, weil sich das genau in der “richtigen” Höhe befindet – und danach die Türe öffnen…
… Ufo’s am Münchner Nachthimmel? Seltsame Lichtwesen im Anflug auf die Erde?…
… Nein, lediglich ein weiterer meiner zigtausend vergeblichen Versuche, ein Feuerwerk zu fotografieren. So was passiert halt nun mal, wenn man vergisst, den Akku zu überprüfen, und nicht realisiert, dass der Autofocus-Modus am Zoomobjektiv aus Versehen deaktiviert worden ist…
… Aber wenigstens eines meiner ungezählten Fotos vom Silvesterabend ist a bisserl präsentabel geworden…
… Als betagte Katzendame von Welt hat Frau Mieze Smokey die ganze Knallbummerei sehr gelassen über sich ergehen lassen…
… Ein lemongrünes Birdie-Balkonlicht, ein Geburtstagsgeschenk von den lieben Tonaris, im “Winterexil” auf einem meiner Regale im Wohnzimmer…
… Und sie ist endlich – kurz vor Weihnachten! – bei mir hier gelandet, liebe Tonaris, eure schöne Karte aus Jamaica! Vielen, vielen Dank! Am liebsten würde ich auf der Stelle die Koffer packen, und mich auf die Reise zu Rick’s Cafe machen…