Archiv für Gottlieben

Traumreise Untersee – Teil 5…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , am August 18, 2012 von freiedenkerin

… Sehr ausgeruht und gestärkt durch eine opulente Morgenmahlzeit – ich liebe Frühstücksbufetts!!! – enterte ich mit dem Drahtesel am Sonntag Morgen das erste Schiff Richtung Schaffhausen. Mein Ziel war die Insel Reichenau. Still lag der Untersee noch da. Am Rande des Wollmatinger Rieds ließ ein Graureiher sich die frühe Sonne auf die Federn scheinen, ungezählte Wasservögel schliefen auf den kaum sich bewegenden Wassern…

… Nach einer Rundfahrt über die Reichenau, ein Großteil ihrer Fläche ist von Gewächshäusern, Feldern, Äckern und Weinbergen bedeckt, strampelte ich die berühmte, sich scheinbar ewig hinziehende Pappelallee entlang zurück auf’s Festland. Bevor ich Kurs auf Konstanz nahm, machte ich einen letzten Abstecher ins Ried. Dort, am deutschen Ufer des Seerheins, war mir das Glück ein zweites Mal hold, mir ist es noch einmal gelungen, einen Haubentaucher samt Beutefisch zu fotografieren…

… Nach einem letzten Blick auf das Schloss von Gottlieben radelte ich durch ein eher unwirtliches und äußerst unromantisches Industrie- und Lagergebiet zum Konstanzer Hafen…

Traumreise Untersee – Teil 4…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , am August 16, 2012 von freiedenkerin

… Gut gestärkt machte ich mich nach dem Abendessen auf den Weg ins Wollmatinger Ried. Unweit von Gottlieben fand ich einen Trampelpfad, der einige hundert Meter in das Schilf- und Moorgebiet führte. Friedvolle Ruhe umgab mich, nur ab und an, wenn der laue Sommerwind drehte, drangen Fetzen der Musik vom fernen Konstanzer Seefest an meine Ohren. Still glitt über mir ein Ballon durch den tiefblauen Himmel, große Schwärme Zugvögel schossen sirrend dahin, waghalsige Flugmanöver vollführend. Langsam näherte die Sonne sich dem Horizont, stetig größer und röter werdend…

… Noch immer herrschte auf dem Seerhein geschäftiges Treiben. Die mit Lichterketten geschmückten Ausflugsschiffe rauschten dem großen See entgegen, sich ihre Plätze für das große Feuerwerk suchend. Eigentlich hätte ich mich jetzt auch auf den Weg Richtung Hafen machen müssen, doch in all dieser beschaulichen, friedvollen Atmosphäre stand mir überhaupt nicht mehr der Sinn nach lauten Klängen und Menschenmengen. So bummelte ich per Rad langsam und vorsichtig in der Dunkelheit gen Osten, bis ich an ein abgeerntetes, völlig ebenes, großes Feld kam, von dessen Rand aus ich einen ungehinderten Blick gen Konstanz und Kreuzlingen hatte…

… Nachdem ich ein Weilchen den wundervollen, klaren Sternenhimmel bestaunt und der weit, so weit über mich hinweg ziehenden ISS einen stummen Gruß gesandt hatte, begann das große Feuerwerk, und ich knipste, johlte, hüpfte und lachte vor Begeisterung!…

… Ruhe umfing mich in meinem Zimmerchen, eine seit ewigen Zeiten nicht mehr wahr genommene Ruhe. Kein Lärm einer viel befahrenen Durchgangsstraße, kein Gekreische, Gegröhle und Geplappere von einer lauten Kneipe nebenan. Voller Behagen kuschelte ich mich in mein Bettchen und lauschte hingerissen der Stille, bevor ich in einen tiefen, unbeschwerten Schlaf hinüber glitt…

Traumreise Untersee – Teil 3…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , am August 15, 2012 von freiedenkerin

“Drachenburg & Waaghaus”

… So nennt sich das wunderschöne Hotel in Gottlieben, direkt am Ufer des Seerheins gelegen, in welches ich am Samstag Nachmittag eincheckte. Beide Gebäude, aus dem 16. Jahrhundert stammend, haben eine lange und sehr bewegte Geschichte, sie befinden sich seit vier Generationen in Familienbesitz, und sind sehr liebevoll restauriert und mit geschmackvollen Biedermaier-Mobiliar versehen. Zumindest die Lobby, Flure und das Restaurant. Was mein Zimmerchen betraf… Liebe Hoteliers, es ist an der Zeit, aufzuwachen! Die Zahl der allein lebenden Menschen in Europa wächst zusehends, es wäre ratsam, euch endlich danach zu orientieren, anstatt Single-Reisende in winzig kleine und sporadisch eingerichtete Kämmerlein unterm Dach zu deponieren… Die wunderbare Schweizer Freundlichkeit und Zuvorkommenheit, und die Schönheit der kleinen Ortschaft ließen mich allerdings meinen leichten Unmut bald wieder vergessen…

… Auf dem Seerhein geht es tagsüber und abends zu wie auf einer großstädtischen Hauptstraße. Unzählbar die Menge der großen und kleinen Motor-, Elektro- und Segelboote, sowie Passagierschiffe, die Gottlieben vom Untersee kommend Richtung Konstanz passierten bzw. in die Gegenrichtung rauschten, tuckerten, glitten…

… Während ich auf der Rheinterrasse des “Waaghaus” ein sehr schmackhaftes Menü aus Pfannkuchensuppe, Variation von Bodensee-Fischen mit Blattspinat und Butterkartoffeln, und einer Panna Cotta mit Waldbeeren verzehrte, hielt unweit von mir ein Haubentaucher ebenfalls sein Abendmahl. Ein atemberaubendes Weilchen schien es, als habe er sich mit dem großen Fisch, den er auf pfeilschnellem Tauchgang im klaren Wasser erjagt hatte, ein wenig übernommen, doch dann verschwand die Beute im weit geöffneten Schlund…

… Wunderbar gestärkt und zufrieden erklomm ich ein weiteres Mal den Sattel meines braven Drahteselchens, um ein wenig abseits ins Ried zu fahren. Dort wollte ich den Sonnenuntergang fotografieren…

… Morgen erzähle ich weiter…

 

Traumreise Untersee…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , am August 13, 2012 von freiedenkerin

… Während meiner kleinen Kreuzfahrt von Schaffhausen über den Hochrhein, durch den Untersee und Seerhein bis nach Konstanz vor etwa zwei Wochen ist mir das im Wollmartinger Ried liegende Örtchen Gottlieben so sehr aufgefallen, dass ich beschloss, bei nächster Gelegenheit ein Weilchen dort zu verbringen…

… Am Wochenende ist’s dann so weit gewesen, der Rucksack wurde gepackt, und der seit neuestem täglich pendelnde Fernbus nach Konstanz geentert. An sich hatte ich ja davon geträumt, mir ein kleines Elektroboot zu mieten und zwei Tage lang quasi als Kapitänin den Bodensee unsicher zu machen. Ein Blick auf die Preistafel des Bootsverleihs holte mich allerdings recht unsanft aus meinen Tagträumereien auf den harten Boden der Wirklichkeit zurück: Die Gebühr für eine einzige Stunde würde 28 Euronen betragen! Und mein Vorhaben, den Seerhein entlang nach Gottlieben und kreuz und quer über den Untersee zu gondeln, würde sich auch nicht in die Tat umsetzen lassen, da die Bootsmotoren zu schwach für die herrschenden Strömungen seien…

… So verfiel ich auf den Gedanken, mir einen Drahtesel zu leihen – das kam wesentlich günstiger, die Wochenend-Mietpauschale betrug lediglich 20 Euro. Seit ungefähr zwei Jahren war ich nicht mehr Rad gefahren. So schob ich zunächst einmal eine Weile mein Gefährt die Straße entlang, äußerst genügsam damit zufrieden, den Rucksack im Körbchen deponieren zu können und nicht mehr selber schleppen zu müssen. Dann fasste ich mir ein Herz und stieg auf…

… Was ist das die ersten paar Kilometer für eine Eierei gewesen! Zum Glück führte der sehr gut ausgeschilderte Radweg (sogar die Entfernungen zu den jeweiligen öffentlichen Toiletten werden in der Schweiz mit angegeben) alsbald aufs freie Land und in die Nähe des Sees. Ich gewann allmählich einen Teil meiner radlerischen Sicherheit zurück – wenn ich mich auch bis zum letzten Augenblick nicht damit anfreunden konnte, dass mein Leihrad eine Rücktrittbremse hatte…

… Viel zu früh zum Einchecken kam ich in Gottlieben an. So wendete ich und fuhr weiter, durch teils bereits abgeerntete Getreide-, Salat- und Gemüsefelder, vorbei an stattlichen Gutshäusern und alten Bauernhöfen, einem riesigen Sonnenblumenfeld, die Köpfe waren von der Schwere der Körner gesenkt, bis nach Mannenbach. Dort parkte ich am Bahnhof das Radl, und machte mich zu Fuß die kurze, aber teilweise überaus steile Strecke hinauf zum kleinen Schlösschen Arenenberg…

… Morgen erzähle ich weiter!…

Blumen aus Licht…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , am August 12, 2012 von freiedenkerin

habe ich gesehen. Und noch viele andere schöne und interessante Dinge. Erzählt und gezeigt wird ab morgen!…

Kleine Kreuzfahrt – Teil 4…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , am August 6, 2012 von freiedenkerin

… Inmitten des Wollmatinger Rieds liegt das Dörflein Gottlieben, mit wunderschönen Fachwerkhäusern und einem imposanten, geheimnisvollen Schloss. Nur 305 Einwohner zählend ist es eine der kleinsten Gemeinden der Schweiz. Wenig später kommt Konstanz in Sicht. Als wir den Seerhein verlassen und in einer weiten Kehre Richtung Hafen einschwenken, nimmt grad das seit einigen Jahren im neuen Glanz erstrahlende, elegante Dampfschiff “Hohentwiel” Kurs auf das weite Blau des Sees…

… Nach ca. viereinhalb Stunden hat die kleine Kreuzfahrt nun ein Ende gefunden. Ich kann diese Schiffsreise wärmstens empfehlen. Informationen über den Fahrplan, die insgesamt 17 Haltepunkte und Fahrpreise gibt es hier:

http://www.urh.ch/…

… Die Anfahrtmöglichkeiten: Entweder bis Friedrichshafen, und dann mit der Regionalbahn nach Schaffhausen, nach der Kreuzfahrt mit dem Katamaran wieder retour “tieffliegen” – eine Krönung eines schönen Tages! Oder aber bis Schaffhausen, und anschließend per Regionalbahn zurück…

… Die Schiffe sind sehr groß, die Besatzungen durchweg freundlich und zuvorkommend. Es gibt Gastronomie an Bord, die Preise sind allerdings durchaus gehoben…

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