Archiv für Gott IST

ZZ 100 – 16. Woche – 8

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Gesellschaft, Inspiration, Menschen, Religion, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , am April 19, 2010 von shelkagari

Acht Bilder und Gedanken zum Thema Himmelsboten…

… Auf dem Weg…

… Edel…

… Ruhen in der Obhut des Herzens…

Danke, lieber Schutzengel, danke, Großer Weltengeist!

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Religion, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , am März 13, 2010 von shelkagari

… Ich spaziere sehr gerne die Straße hoch, an der ich wohne. Beiderseits befinden sich viele kleine und auch originelle Geschäfte, Boutiquen, Antiquarien (die mich jedesmal gar fürchterlich in Versuchung führen!), Secondhand- und Trödelläden. An der Kreuzung Barer-/Adalbertstraße hat sich vor einigen Monaten eine kleine Thai-Massage-Praxis mit ausgesprochen stilvoll gestalteter Schaufenster-Deko etabliert, die mich stets zum Innehalten und Träumen verleitet. Zudem dringt ein verführerisch-herbwürziger Räucherstäbchen-Duft nach draußen, da muss ich immer ganz hingerissen ein Weilchen schnüffeln. So auch heute Nachmittag. Als ich mich wieder der Kreuzung zu wandte, rutschte vom Dach des gegenüber liegenden sechs- oder siebenstöckigen Haus eine gewaltige Eislawine auf’s Trottoir und zerbarst mit dröhnendem Krachen. Wäre ich nicht träumend und genießend stehen geblieben, hätte mich diese Eisplatte mit vollem Karacho erwischt, hätte mich schwer verletzen, vielleicht sogar töten können…

ZZ100 – 5. Woche – 1 + 99

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , am Februar 3, 2010 von shelkagari

… Nächste Runde in Sunny’s Fotoprojekt ZahlenZauber 100…

… Die liebe Paradalis hatte diese Woche die Zahlen-Wahl. Und diese fiel auf die Ziffern 1 und 99

… Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat, und wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt, und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet?…

… Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf die Schultern voller Freude…

… Ich sage euch, so wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen…

Ausnahmsweise Zitate

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Gesellschaft, Menschen, Religion, Sonstiges mit den Tags , , , , am Dezember 27, 2009 von shelkagari

… Mit dem Zitieren berühmter Persönlichkeiten auf meinem Blog habe ich mich bislang überhaupt nicht anfreunden können. Ich mache daher ausgesprochen selten Gebrauch davon. Und heute Abend eine Ausnahme. An beiden Weihnachtsfeiertagen wurde auf dem Fernsehkanal „BR alpha“ ein zweiteiliger, sehr gut und aufwändig gemachter Spielfilm über den frühchristlichen Bischof Augustinus’ von Hippo gezeigt. Ich bin als notorische Zapperin rein zufällig in die ersten Filmminuten hinein gerutscht und konnte mich nimmer losreißen. Auch die nach dem ersten Teil sich anschließende Diskussion des Astrophysikers Prof. Harald Lesch und des Philosophieprof. Willi Vossenkuhl, die in altbekannter und von mir überaus geschätzter Manier auf einem herrlich blauen Ledersofa von antiken Statuen umringt und Rotwein schlürfend das Leben und Wirken des Heiligen ergründeten, sowie die auf den zweiten Teil folgende Dokumentation ließ ich mir nicht entgehen. Meine Wissbegierde hat sich wieder einmal hellauf lodernd entzunden. Bei meinem suchenden und forschenden Streifzug durch das WWW bin ich auf einige höchst aktuelle Aussprüche des hervorragenden Rhetoriker Augustinus gestossen:

„Die Menschen klagen darüber, daß die Zeiten böse sind. Hört auf mit dem Klagen. Bessert euch selber. Denn nicht die Zeiten sind böse, sondern unser Tun.“ – Oh, da werd’ ich mich mal ganz kräftig an der eigenen Nase packen müssen!

„Eine Regierung ohne Gott ist im besten Falle eine einigermaßen gut organisierte Räuberbande.“ – Woran erinnert mich dieses Zitat wohl jetzt?

„Ich habe mehr Mitleid mit dem, der in Lüsten und Schanden sich freut, als mit dem, der Hartes zu erdulden scheint.“ – Da wüßte ich einige Adressen, an die ich diesen Satz überaus gerne schicken würde!

Frohe Weihnacht euch Allen!

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Religion, Sonstiges mit den Tags , , , , am Dezember 24, 2009 von shelkagari

 

… Ich schenke Euch den Weihnachtsstern…

… Seine Strahlen der Liebe erwärmen Eure Herzen, bringen Licht und Freude in Eure Seelen. Sein heller Schein in finst’rer Nacht, inmitten der Schwärze des Firmaments, weist Euch auf den rechten Weg. Seine Schönheit berührt zutiefst, nimmt hinweg Eure Schmerzen, heilt Eure Wunden…

Frohe Weihnacht euch Allen!

Tod – Leben

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Religion, Sonstiges mit den Tags , , , , am Oktober 22, 2009 von shelkagari

… Der sie seit Jahren gewissenhaft behandelnde Internist hatte beschlossen, daß es unumgänglich sei, ihr einen Herzschrittmacher einpflanzen zu lassen. So lange als möglich hatte sie diesen Eingriff vor sich her geschoben. Nun allerdings gab es kein Zurück mehr, der Termin stand fest. Brav und bieder, etwas übergewichtig und eher unauffällig erscheinend fand sie sich in der Klinik ein. Kaum hatte sie ihr helles, freundliches Krankenzimmer bezogen, suchte der Chirurg sie auf. „Sie brauchen sich nicht die geringsten Sorgen zu machen, Frau H. Wir sind auf diese Eingriffe seit langem schon spezialisiert, Herzschrittmacher werden in unserem Hause hunderte Mal pro Monat eingepflanzt, es ist ein Routineeingriff, da kann nichts schief gehen, das garantiere ich Ihnen.“ Und väterlich beruhigend tätschelte er ihre fleischige Schulter…

… Bei der Operation hatte man allerdings unbemerkt eine kleinere Arterie angeritzt. Über Stunden lag die Frau im Aufwachraum, wurde zusehends bleicher, entkräfteter, fiel immer mehr in die Bewußtlosigkeit, anstatt wieder zu sich zu kommen. Als sich endlich ein Assistenzarzt ihrer annahm, aufgeschreckt und verstört durch ihre kalkweiße, beinahe grünlich schimmernde Blässe, befanden sich in ihrem Brustraum bereits gut eineinhalb Liter Blut. In Windeseile wurde eine Not-OP in die Wege geleitet…

… Ihr Herz setzte aus. Stumm und verbissen ging der Operateur samt seinem Team daran, die Frau wieder ins Leben zurück zu holen…

… Ganz allmählich löste sie sich aus ihrem schlaff liegenden Körper. Von einer höheren Warte aus – schwebte sie? – beobachtete sie mit einer Art völlig unpersönlicher Neugierde die behenden, ungezählten Handgriffe der stumm konzentrierten Ärzte. Ich bin tot, sagte sie sich. Es war eine Feststellung, klar, objektiv, gelassen, ohne den geringsten Hauch von Angst und Schrecken. Ich bin tot. Ihr Blickwinkel änderte sich, sie nahm so etwas wie einen langen, dunklen Tunnel wahr, einen Sog, dem sie sich nicht entziehen konnte. Ging es hinauf, hinab, wurde sie gezogen, gestossen, glitt sie, schnell, langsam, rasend? Sie wußte es nicht. Sämtliche irdischen Begriffe, Wortschöpfungen konnten dieser „Reise“ nicht gerecht werden…

… Zeit war kein Maßstab mehr. Am Ende des Tunnels umfasste sie ein unbeschreiblich schönes, helles, warmes, vor Liebe strahlendes Licht. Ihr Sein zerfloss, ging auf in einer nie gekannten Wonne, nie erlebtem Frieden, nie verspürtem innigem Glück…

… „Ich lebe!“, jubilierte sie, „ich lebe! Endlich! Ich lebe!“…

… Der Chirurg sah auf die Wanduhr, wischte sich über die Augen und murmelte: „Zeitpunkt des Todes: Sechzehn Uhr fünfunddreißig.“…

Projekt ABC – 22. Woche – Buchstabe „U“

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Sonstiges mit den Tags , , , , am Oktober 5, 2009 von shelkagari

 

Universum…

… es ist unendlich, unermesslich, unseren Verstand überfordernd, unsere Phantasien seit Anbeginn beflügelnd. Es ist unser aller Heimat. Unser Ursprung. Seine diamanten funkelnden Gestirne dienen uns seit längst vergangenen Tagen als Wegweiser, als die Bahnen des Lebens regelnde Sternbilder und -zeichen. Jeder von uns ist ein winzig, winzig, winzig kleines Teilchen von ihm. Und so wie mit dem uns umgebenden Universum verhält es sich auch mit dem unseres Geistes, unserer Seele, unseres Menschseins. Auch dies ist unendlich, unermesslich, so ergreifend und bestürzend schön, so lichterfüllt und bewegt, stetig Neues erschaffend, sich vervollkommnend – und dennoch bisweilen so kalt, leer, finster, Furcht einflössend, abgrundtief grausam anmutend…

Universum

Foto: Hubblesite.org

Der Große Himmelsmaler

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Sonstiges mit den Tags , , am Mai 13, 2009 von shelkagari

Der Große Meister aller Welten überzieht das Himmelszelt mit schier überirdischen Farben. Wie in Andacht versunken schweigt ringsum die Natur. Herzen schlagen still, Atemzüge werden sachte, Blicke verlieren sich in den Weiten Seiner Werke. Und dann heben im gelinde herab sinkenden Mantel des nahenden Abends die Chöre schier ungezählter Vögel an, als sängen sie ein Loblied dem größten, dem einzig wahren, dem ewigen aller Künstler…

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Ein unbequemer Geist

Veröffentlicht in Allgemein, Gedanken, Gesellschaft, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , am März 6, 2009 von shelkagari

Mittelpunkt des farbenfrohen, lebensvollen, von südländischem Flair, Gerüchen und Lauten vibrierenden Campo de’ Fiori, geborgen im historischen Stadtkern Roms, ist die hoch aufragende Statue eines Mannes, dessen leicht gesenktes, scharf geschnittenes, markantes, nachdenkliches Gesicht im Schatten der Kapuze seines weiten Überwurfes ruht. Rings um ihn schäumt das bunte Marktleben mit seinen vielfältigen Ständen, deklamierenden und gestikulierenden Händlern, flanierenden Touristen, es riecht nach der Süße frisch erblühter Rosen, dem Duft ungezählter Kräuter, der Herbheit von Feldfrüchten und Spezereien aller Art, nach heißer Sommersonne und von Schuhsohlen hoch gequirltem Staub. Unberührt davon die eherne Gestalt. Am Sockel lassen sich gerne die Wanderer nieder, einen Imbiss verzehrend, aus einer beschlagenen Getränkedose schlürfend…

… Wer war dieser Mann? Wessen Skulptur ist dies, die sich da inmitten des Platzes einem Ruhepol, Dreh- und Angelpunkt gleich erhebt?…

… Er wurde 1548 in Nola, unweit Neapels geboren. Sein ursprünglicher Name war Philippo Bruno. Von seinen früheren Jahren ist nicht viel bekannt, seine Kindheit soll recht unglücklich gewesen sein. Im Alter von siebzehn Jahren trat er in Neapel in den Dominikanerorden ein, dort nahm er im Kloster den Namen Giordano an. Er erhielt 1572 die Priesterweihe und studierte Theologie. Da er der seinerzeit üblichen Heiligen- und Marienverehrung ausgesprochen ablehnend gegenüber stand und seine Verachtung darüber keineswegs verhehlte, geriet er in Konflikt mit der Klosterleitung. Nachdem man ihn dabei beobachtet hatte, wie er ein recht umfangreiches Traktat zur Marienverehrung in die Latrine spülte, wurde er aus dem Orden entlassen.

Es folgten Jahre des Reisens, Suchens. Seine Wanderschaft trug den Nolaner – eine Art Spitzname - von Italien nach Frankreich – Genf und Toulouse, wo er sich mit den Calvinisten überwarf - nach England – dort geriet er alsbald in Streit mit anglikanischen Theologen – weitere Stationen waren Wittenberg, Prag, die Universität Helmstedt und Frankfurt. Dieses unstete Dasein zeigt, daß Giordano Bruno als ausgesprochen unbequemer Zeitgenosse galt, der keinerlei Konfrontationen mied. Er muß eine bemerkenswert scharfe Zunge, einen Hang zum Sarkasmus, zur unverhohlenen Kritik und Spötterei besessen haben. Wohin er sich auch wandte, überall war er bereits nach Kurzem persona non grata, nur mal so geduldet, ohne die Chance, in die jeweiligen Lehrkörper integriert zu werden. Dennoch gelang es ihm, einige seiner philosophischen Schriften zu veröffentlichen, die ihre Wirkung keinesfalls verfehlten.

1591 folgte er einer Einladung nach Venedig. Sein Gastgeber, Giovanni Mocenigo, war über die Maßen beeindruckt vom unglaublichen Gedächtnis des Giordano Bruno. Er führte dessen sensationelle Leistungen auf das Vorhandensein magischer Fähigkeiten zurück. In Wahrheit hatte der Philosoph eine Art Memo-Technik entwickelt. Enttäuscht darüber, daß der beeindruckende Gast sich weigerte, ihn in die Geheimnisse der Magie einzuweihen, denunzierte Mocenigo diesen. Giordano Bruno wurde eingekerkert, nach Rom überstellt und, nachdem er sich nach etlichen Verhören der Inquisition immer noch weigerte, seine, in den Augen der Katholischen Kirche häretischen, ketzerischen Lehren zu widerrufen, am 17. Februar 1600 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Schauplatz der Hinrichtung war der Campo de’ Fiori, das Blumenfeld. Bruno’s Bemerkung, als er den Schuldspruch entgegen nahm, lautete: „Ihr verkündet das Urteil gegen mich mit vielleicht größerer Furcht, als ich es entgegen nehme.“…

… Hauptthema der Philosophie Giordano Bruno’s war die Unermesslichkeit des Universums, die lebendige, kosmische Einheit, die unendliche, körperliche Substanz im unendlichen Raum, welche sich in der Vielfalt, in der Wechselwirkung des Verschiedenen erhält. Das Weltall war für den revolutionären Denker nicht nur unbegrenzt, sondern auch erfüllt von unzähligen Welten, welche ebenso bewohnt und belebt sein konnten wie die Erde. Alle Körper seien beseelt und befänden sich in einem lebendigen Austausch mit dem Universum. Die gesamte Schöpfung unterläge einer steten, ewigen Bewegung. Gott ist nicht personifizierbar, nicht greifbar, er ist überall und in jedem anwesend. Die Welt ist ewig und unendlich und im dauernden Wandel begriffen, der Mythos von einem persönlichen Gott, der die Welt aus dem Nichts geschaffen hat, somit unhaltbar. Bruno lehnte den Status Jesus als Sohn Gottes vehement ab…

Giordano Bruno gilt heutzutage als ein wesentlicher Begründer der Philosophie der Neuzeit. Daß er im ausgehenden sechzehnten Jahrhundert mit seinen Erkenntnissen und Thesen grade in den Reihen des Klerus für Empörung sorgte, nimmt nicht weiters Wunder, ist seine Sicht der Dinge doch der seiner Zeitgenossen um Jahrhunderte voraus und wirkt zudem auch noch recht bedrohlich. Wenn man mit einem personifizierten Gott, der die Geschicke der Menschlein überwacht – wie das heutzutage etliche Großkonzerne mit ihren Mitarbeitern mittels Kameras machen – und steuert und einem Dompteur gleich Strafen und Belohnungen verteilt, das Volk so schön unter Druck setzen kann, fürchtet man mit Sicherheit Jemanden, der kräftig an der Patina dieses bewußten Irrglaubens kratzt. Auch kränkt es schon empfindlich die Eitelkeit jener Menschen, die sich in der Überzeugung sonnen, die Ebenbilder Gottes und somit die Krone der Schöpfung zu sein, wenn da die Feststellung gemacht wird, auf fernen, unbekannten Planeten sei sogenanntes intelligentes Leben ebenfalls gang und gäbe. Und unsere Spezies, da ja ein ewiger Wandel der Natur herrsche, an sich lediglich eine “Übergangslösung“. Kurz nach seinem Tode formierten sich die ersten, modernen, freimaurerischen Bewegungen, wie z. B. die der Rosenkreuzer, Denker wie Robert Fludd griffen auf die Aussagen Bruno’s zurück. Nimmt man die Lehre des Nolaners als Glaubensgrundlage, lässt sich damit die Brücke zwischen der Religion und der Wissenschaft, z. B. Darwin’s Evolutionstheorie, schlagen…

… Ich umrunde noch einmal den Campo de’ Fiori, lasse mich gemächlich durch die Gassen der Marktstände treiben, blicke hoch in dieses ausdrucksstarke, markante, scharfzügige Gesicht, eingehüllt in den Schatten der übergeworfenen Kapuze. Und bin sehr dankbar darüber, daß die allmächtige, unermessliche Schöpferkraft einem Giordano Bruno seinerzeit seinen Geistesfunken eingehaucht hat…

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Der einstmals so scharfzüngige, harsche, auch unleidliche Denker Giordano Bruno bildet heute nun den Mittelpunkt einer kleinen, farbenfrohen, auch friedvollen Welt.

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Frühmorgens, bevor der Strom der Touristen einsetzt, lässt’s sich am Campo de’ Fiori am Besten bummeln, verkosten, schnüffeln, staunen…

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Einem mittelalterlichen Gemälde entstiegen scheint diese römische Marktfrau.

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Gewürze aus aller Herren Länder werden hier feil geboten.

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Hier ist irgendwie noch ein bißchen „Blumenfeld“ zu sehen.

Quellenangaben: Wikipedia, Ursula Homann, Fotos: M. Ilgner

 

 

Eine andere Perspektive…

Veröffentlicht in Allgemein, Gedanken, Gesellschaft, Inspiration, Menschen, Religion, Sonstiges mit den Tags am September 29, 2008 von shelkagari

… auf Gott, Jesus und das Neue Testament

Gott IST – und daran gibt es nicht den geringsten Zweifel. Dies ist eine zutiefst innere Überzeugung, ein völlig zweifelsfreies Wissen. Natürlich kann man solch eine Erkenntnis wissenschaftlich nicht nachvollziehen oder gar beweisen. Aber muß das überhaupt sein? Sollte da nicht das einfache, wahrhaftige „Ja, es ist so!“ genügen? Und was soll diese unersättliche Sucht, diese Gier nach Beweisbarem, die uns heutzutage schier zu beherrschen scheint? Und wie stichhaltig sind diese sogenannten Beweise eigentlich? In der Gruppe der hoch entwickelten Säugetiere sind unsere fünf Sinne mit am schlechtesten entwickelt. Wir sind seit Urzeiten darauf geprägt, nur den Bruchteil dieser Welt wahrzunehmen, der unserem Überleben, unserer Entwicklung dienlich ist. Was wissen wir schon davon, was sich außerhalb unseres Gesichtskreises abspielt.

Gott IST – und das Böse kam in die Welt, als man begann, ihn zu „vermenschlichen“, zu personalisieren. Gott ist die universelle Urkraft allen Lebens, der unerfaßbare, unermeßliche, für uns in dieser Existenzform auf ewig unbegreifliche Schöpfergeist. Jeder von uns ist ein Teil von Gott. In jedem von uns glimmt, funkelt, leuchtet, strahlt ein Funke seiner unpersönlichen Liebe und Gerechtigkeit, seines Da-Seins. Aber wer darum weiß und davon überzeugt ist, wird gegen die Auswüchse und Einwirkungen menschlicher Machtansprüche gefeit, läßt sich nicht mehr so recht gängeln, beherrschen, mit marteriellen Verlockungen ködern. Daher verpaßte man dem All-Eins, der Ewigen Weisheit eine stets omnipräsente, auf jeden Fehltritt, jedes Unwort, jeden Ungehorsam lauernde und postwendend auch bestrafende „Menschlichkeit“. Und der Klerus wurde nie müde, mit dem erhobenen Zeigefinger zu warnen, einzuschüchtern, zu demütigen. – Wissen Sie, an was mich das erinnert, grade angesichts jüngst vergangener Ereignisse? An die Überwachungskameras von „Lidl“ und Co! – Gott mischt sich nicht ein, er bestraft auch nicht. Das tun wir selbst! Auch die Unzahl täglich seit mehr als eineinhalb Jahrtausenden ausgesprochenen, herunter geleierten, inbrünstig geflüsterten Gebete haben keinen Sinn. Wie auch? – Nur als Beispiel: Ein Reisfarmer bittet um Regen, aber seinem Nachbarn würde Niederschlag Schaden zufügen. Wie sollte Gott sich da wohl entscheiden? Ein Feldherr bittet vor der Schlacht um den Sieg. Das ist doch angesichts des Gebotes „Du sollst nicht töten“ die größte Perversität überhaupt! Würde Gott ihm Gehör schenken, hätte Er sich doch Ad absurdum geführt! Wie vielen Feldherren voraus ist die Standarte mit dem christlichen Kreuz getragen worden! Mit dem Sinnbild Gottes „eingeborenen Sohnes“, der in Seinem Namen verkündete: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst…“ – „Liebe deine Feinde, tue Gutes denen die dir Böses wollen…“ Was für Ströme an Blut sind da geflossen, Ozeane von Blut! Und Gott soll über den jeweiligen Sieger Seine Hand gehalten haben? Gibt es tatsächlich Menschen, die solch einen hirnverbrannten Unsinn glauben?

Seit vielen Jahren ist man darum bemüht, das Neue Testament auf seinen historischen Wahrheitsgehalt zu überprüfen. So gut das ist, daß man endlich einmal an den Grundfesten der fundamentalistischen christlichen Kirchen rüttelt, der Gedankenansatz ist doch der falsche. Wieso? Nun, weil die Geschichte Jesus, leider in all den seit dem Konzil von Nizäa verstrichenen Jahrhunderten vielfach umgeschrieben und verfälscht, mit einer tatsächlichen Lebensschilderung des angeblichen Zimmermannsohnes aus Nazareth nicht das geringste zu tun hat. Es handelt sich um eine mystische Legende, um ein Gleichnis und alle darin erwähnten Gestalten sind die Facetten einer Menschenseele, welche die Erkenntnis erfährt (Johannes der Täufer), daß sie selbst ein Teilchen Gottes ist. Der Geistesfunke, geborgen in einem bislang unbewußen, reinen Winkel der Seele, wird wahrnehmbar (die Geburt Jesus durch die Jungfrau Maria). Er bewirkt im Leben durchgreifende Änderungen, die egozentrische, auf das Hier und Jetzt, die Befriedigung materialistischer Bedürfnisse und Triebe geprägte Persönlichkeit verliert zunehmend an Bedeutung, Liebe, Schönheit, die Hinwendung zur erleuchtenden Gotteskraft, zum wahren Menschsein wachsen trotz mannigfaltiger Hindernisse (Pharisäer, unwillige, zweifelnde, illoyale Apostel und Jünger – „du bist Petrus, der Fels, auf den ich meine Kirche bauen will…“ ist ebenfalls eine Bibelfälschung. Würden Sie – ein bißchen Bibelkenntnis vorausgesetzt – als Jesus allen Ernstes jemanden wie Petrus mit der Gründung einer Weltgemeinschaft betrauen? Da hätte es doch etliche vertrauenswürdigere, sympathischere und sicher auch kompetentere Kandidaten gegeben!). Die seelische Reinigung und Zuwendung zu Gott läßt den Akkoluten die Fesseln seines irdischen Daseins überwinden, er wird zum Erleuchteten, die Buddhisten würden ihn als „Bodhisattva“ bezeichnen (Kreuzigung und Auferstehung). Was mich übrigens mit am meisten von dieser These einer mystischen Legende, der Schilderung eines Initiationsweges überzeugt hat, war das Bewußtwerden der vielen Gemeinsamkeiten der Lehren und Gleichnisse des Neuen Testaments mit asiatischen Weisheitslehren – Taoismus, Buddhismus, Hinduismus.

Jetzt stellen Sie sich vor, es hätte seinerzeit dieses Erste Konzil von Nizäa niemals stattgefunden. Die Katholische Kirche mit ihrem Machthunger, ihrer unersättlichen Gier nach Reichtum und Besitz wäre nie gegründet worden. Die Urchristen, Gnostiker, hatten wenig Interesse an materiellen Gütern. Mann und Frau waren gleichberechtigt. Liebe, Schönheit, Weisheit, Wissen, Toleranz und Güte hatten höchsten Stellenwert. Es hätte kein „finsteres Mittelalter“ gegeben. Keine Inquisition. Kein Abschlachten hunderter Völkerstämme allein auf dem amerikanischen Doppelkontinent. Wahrscheinlich auch keinen Holocaust. Wir Frauen hätten in den vergangenen Jahrzehnten keinen erbitterten Kampf um die Emanzipation führen müssen. Es gäbe keinen Bankencrash, keine geldgeilen, skrupellosen Manager, Konzerchefs, Minister, Regierungschefs… Trösten wir uns damit, daß die vergangenen beinahe siebzehnhundert Jahre universelles Karma waren, an dem unsere, den Gottesfunken umschließende Seelen wachsen, lernen und verstehen sollten…

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