Archiv für Gastronomisches

Auf dem See…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , am Mai 23, 2012 von freiedenkerin

… Nach vier Stunden unermüdlichem Staunen, Schauen, Schlendern und Fotografieren begab ich mich müde, hungrig und durstig an Bord des letzten Schiffes von der Mainau Richtung Friedrichshafen…

… Ein Abschiedsblick zurück – mit dem festen Vorsatz, diesem Eiland in Bälde wieder einen Besuch abzustatten…

… Es ist bisweilen eine Tortur, mit dem Wilden Weib auf Reisen zu gehen! Denn dieses kennt weder Maß noch Ziel, strebt beständig weiter, will unablässig die Neugierde stillen, erforschen, entdecken… Margot:”Ich möchte jetzt Brotzeit machen.” W.W.: “Nur noch schnell schauen, was hinter dieser Wegbiegung steckt!” Margot: “Ich habe HUNGER!!! und DURST!!!” W.W.: “Ja, ja, ist ja gut!” Margot: “Weißt du eigentlich, wie lange unsere letzte Mahlzeit, das Frühstück, zurück liegt? Das ist um halb sieben Uhr morgens gewesen – und jetzt haben wir halb drei Uhr nachmittags!” – Endlich, endlich, endlich durfte ich mir in einem schattigen Hain das mitgebrachte Wurstbrot und den fruchtig-warmen Tee aus der Thermoskanne munden lassen…

… Es ist ja nicht so, dass es auf der Mainau an Gelegenheiten mangeln würde, mehr oder weniger feudal zu speisen. Doch bei der Wahl einer entsprechenden Lokalität machte sich unangenehm ein weiterer Teil von mir bemerkbar: Frau Nörgel-Zick… “Oh, wie schön, ein richtiger Biergarten! Wie wär’s mit einem Hot Dog und einer kühlen Apfelschorle dazu?” Wildes Weib: “Später vielleicht. Ich möchte jetzt erst den Weinberg am Schwedenturm anschauen.” Frau Nörgel-Zick: “Iiiiiiih, nein. Da ist kein Tisch mehr frei – und Biertische und -bänke mitten in der prallen Sonne – das passt mir gar nicht.” Einige Stündchen danach, am Restaurant “Comturei”, unterhalb des Schlosses: “Mädels, hier gibt’s Wiener Schnitzel mit frischem Spargel.” Wildes Weib: “Ja, und wenn wir jetzt essen gehen, haben wir keine Zeit mehr, die berühmte Wassertreppe anzuschauen.” Frau Nörgel-Zick: “Iiiiiiih, nein. Schau dir doch mal die Preise an!”…

… Kein Wunder, dass mir der Magen wild knurrend ungefähr zwischen den Kniekehlen hing, als ich die “Graf Zeppelin” enterte. “Und da esse ich jetzt!”, grummelte ich stumm vor mich hin. “Und ihr Zwei”, an das Wilde Weib und Frau Nörgel-Zick gewandt, “gebt gefälligst Ruhe!”…

… Ich fand im ersten Oberdeck ganz vorne am Bug einen wundervollen kleinen Raum, mit schönen, weiß gedeckten Tischlein. In Kunstleder gebundene Speisekarten lagen darauf verteilt. Oh, prima! Fantastische Aussicht – und endlich, endlich, endlich etwas zu essen!…

… Das Schiff legte ab, und nach einem Weilchen konnte ich sowohl die Klosterkirche Birnau als auch den Nachbau eines steinzeitlichen Pfahlbaudorfes bei Unteruhldingen bewundern…

 … Ein weißhaariger, silbern bebrillter Ober schlenderte gemächlich zwischen den Tischen umher, er bediente zwei vielköpfige Familien, einige ältere Herrschaften, und zwei Liebespaare – und ignorierte mich. Irgendwie hatte ich ein ungutes Gefühl. “Der wird schon noch kommen, und mich nach meiner Bestellung fragen.”, munterte ich mich auf, und würgte die zu bestimmt nicht sehr freundlichen Kommentaren ansetzenden Wildes Weib und Frau Nörgel-Zick ab…

… Das wunderschöne Meersburg kam in Sicht…

… Dort hatte die “Graf Zeppelin” einen längeren Aufenthalt, den ich eifrig dazu nutzte, den Herrn Ober auf mich aufmerksam zu machen. Ich suchte Blickkontakt, nickte, hob die Rechte, winkte leicht, rief – es half nichts, der gute Mann gewährte mir nicht die Gnade einer Audienz! Irgendwie kam mir nun eine Kurzgeschichte Ephraim Kishon’s in den Sinn, dem Ähnliches widerfahren war, weil sein Tischlein quasi im “Niemandsland” zwischen zwei Kellnerrevieren stand…

… Nach Hagnau gab ich auf, ich hatte mitangehört, wie der Kellner beim Kassieren an einem Nebentisch erwähnte, dass die Küche nunmehr geschlossen sei, und man sauber machen und sich auf den Feierabend freuen würde…

… Dem Verhungern nahe schleppte ich mich in Friedrichshafen angekommen am Seeufer entlang Richtung Bahnhof, kaum noch mehr dazu in der Lage, die Kamera ans Auge zu heben, um die letzte Fähre Richtung Romanshorn zu fotografieren…

… Am Bahnhof stach mir eine Leuchtreklame in die Augen: Ein McDoof!!! Hurra! Ich bin gerettet! “Mein Abendessen habe ich mir aber anders vorgestellt.”, nölte Frau Nörgel-Zick. “Halt’s Maul!”, kam mir da das Wilde Weib zu Hilfe, “McDoof, ist doch cool! Solchen Junkfood haben wir seit Jahren nicht mehr gegessen.” Ich bestellte ein Menü mit einem Riesen-BigM.ac, goldgelben Pommes und einem Rieseneimer Cola, ließ mir alles einpacken und “flitzte” zum Zug nach Lindau. Aufatmend sank ich in den Sitz und begann, voll Behagen meine Köstlichkeiten zu verspeisen…

… Als wir über die Brücke auf die Insel rollten, belohnte mich der Große Himmelsmaler mit einem wundervollen letzten Ausblick auf den See…

Aus der Welt der Träume…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , am Februar 5, 2012 von freiedenkerin

… Neulich träumte ich in den frühen Morgenstunden, bevor ich aufstehen musste, unser schönes, feines Restaurant für die Bewohner des “Nobelhotels” wäre von einem Tag auf dem anderen verpachtet worden. Und zwar an einen Inder. Meine Kollegen/innen und ich konnten das nicht fassen, und nur stumm und geschockt die Köpfe schütteln…

… Und da traf er auch schon ein, unser neuer Restaurantchef, ein hochgewachsener Mann mit ölig-olivem Teint, einen riesengroßen Turban aus bunt schillernden Seidenstoffen balancierte er auf dem Kopf, und ein martialisch geschwungener Schnauzbart zierte sein Gesicht…

… Pascal, unser Küchenchef aus Südfronkreisch, bekam einen Tobsuchtsanfall, schwang einen meterlangen, hölzernen Kochlöffel und brüllte mit Schaum vor dem Mund: “Dreiein’alb Jahre meines Lebens ‘abe ich darauf verwendet, aus diesem Etablissement ein Gourmetlokal zu machen, wie in einem Top-’otel an der Cote d’Azúr! Und nun kommt dieser schmierige Teppich’ändler und sagt zu mir, ich soll indisch kochen oder meine Sachen packen und verschwinden!”…

… Ach, was hatten wir Kalamitäten und Ärger mit unseren betagten Bewohner/innen, die sowohl mit der neuen, natürlich indisch geschriebenen Speisekarte als auch den exotischen, scharfen Gerichten überhaupt nicht zurande kamen. Wir gingen hinter der Theke in Deckung, weil es an geworfenen Gläsern, Tellern, und Silberbesteck nur so hagelte…

… Schließlich geriet ich mit dem so flott beturbanten Schnauzbart-Inder heftig aneinander. Er schrieb mir vor, dass ich in Zukunft statt des gewohnten Frühstücks aus Semmeln, Butter, Honig, Marmelade, kleiner Wurst- und Käseauswahl und Tee oder Kaffee nur mehr gekochten Reis und gebratenes Gemüse auf die Zimmer servieren dürfte. Ich stemmte die Fäuste in die Hüften, und holte grade tief Luft, um zu einer entrüsteten Tirade anzusetzen…

… und wachte auf…   ;-)

Geschützt: Große Erleichterung!…

Veröffentlicht in Allgemein mit den Tags , , , , , , am November 14, 2011 von freiedenkerin

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Geschützt: Magengrummeln (II)…

Veröffentlicht in Allgemein mit den Tags , , , , , , am November 13, 2011 von freiedenkerin

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Geschützt: Magengrummeln…

Veröffentlicht in Allgemein mit den Tags , , , , , , , am November 11, 2011 von freiedenkerin

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Eine überaus leckere Köstlichkeit…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , am November 6, 2011 von freiedenkerin

… sind die sogenannten Baumstriezel. Dieses ursprünglich aus Siebenbürgen stammende Gebäck wird aus einem leichten Hefeteig gemacht, den man nach kurzer Gehzeit in lange und dünne Streifen schneidet. Diese werden auf spezielle, runde Ahornhölzer gerollt, danach geglättet, mit Öl bepinselt, je nach Geschmack in Zucker, gemahlene Nüsse, Zimt, Mohn etc. gewälzt. Anschließend lässt man die Baumstriezel noch eine kleine Weile erneut gehen, bevor sie in einem Spezialofen gebacken werden. Sie werden noch warm gegessen, sind außen gar herrlich knusprig und innen flauschig weich – und ungemein schmackhaft!…

… Seit ein paar Jährchen gibt es hier in München einen Bäcker, der sich auf die Zubereitung von Baumstriezeln auf Jahrmärkten und Dulten spezialisiert hat. Und dem durfte ich gestern Nachmittag mit meiner Kamera ein wenig auf die Finger schauen…

Geschützt: Gewitterstimmung!…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , am September 11, 2011 von freiedenkerin

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Die Beurteilung,…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , am September 1, 2011 von freiedenkerin

… der ich – wie übrigens alle Arbeiter und Angestellte im “Nobelhotel” – unterzogen worden bin, hätte besser nicht sein können. Der Direktor und der Restaurantleiter waren des Lobes voll, was meinen Arbeitseinsatz und die Arbeitsweise, Sauberkeit, Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Zuverlässigkeit, selbständiges Arbeiten, Teamfähigkeit, die Kooperation mit Kollegen/innen und Vorgesetzte betrifft. Auf dem Bewertungsbogen war unter jedem Punkt “Sehr gut”, “Sehr gut – vorbildlich!”, “Sehr gut – sogar ausgezeichnet!” zu lesen. Daher bin ich mit sofortiger Wirkung unbefristet eingestellt – normalerweise bekommt ein Arbeitnehmer zunächst einmal einen auf die Dauer von zwölf Monaten befristeten Vertrag, der dann nach Ablauf verlängert oder umgewandelt werden muss. Dies bleibt mir nun erspart, ich kann zur Zeit voller Gelassenheit in die Zukunft blicken…

… Hach ja, das Leben ist doch schön, schön, schön, finde ich!…

Es tut sooooooo gut,…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , am August 27, 2011 von freiedenkerin

… alle Viere von sich gestreckt im Bett zu liegen, und zu spüren, wie die kühle Luft über meinen Körper streicht!…

… Seit meinem Bodensee-Ausflug habe ich ohne Pause durchgearbeitet, acht Tage am Stück, und das während der größten Hitzewelle des Jahres. Jedesmal, wenn ich mich gegen Viertel nach Sieben in der Früh aus meinen Privatklamotten geschält und in die Dienstuniform samt grüner Weste und schwarzen Feinstrumpfhosen gezwängt hatte, bin ich bereits das erste Mal komplett durchgeschwitzt gewesen. Auf meinen Wegen durch das weitläufige “Nobelhotel” hatte ich vor allem während der Mittagsstunden im Haupttrakt, der nach Südosten hin gelegen ist, das Gefühl, bei jedem Schritt gegen eine Wand aus Hitze und Luftfeuchtigkeit zu laufen…

… Ganz, ganz toll habe ich in diesen langen Tagen das Mitgefühl und Verständnis unserer Bewohner/innen gefunden. Die Freundlichkeit und Anerkennung der Damen und Herren, denen ich das Frühstück und Mittagessen servieren durfte, hat mich immer wieder angespornt, auch wenn mir die Füße weh taten vom unermüdlichen Laufen, oder der Rücken vom Tabletts schleppen, oder wenn ich mal saft- und kraftlos in einer Ecke hing und nach Luft schnappte…

… Sehr begeistert hat mich Tag für Tag nach Feierabend die blitzblank geputzte Personal-Dusche. Was ist das stets für ein Segen und Vergnügen gewesen, sich eine schier endlose Zeit vom frischen Wasser berieseln lassen zu dürfen!…

… Überaus lieb fand ich eine Geste unseres Direktors: An den ganz heißen Tagen schickte er Mittags seine Abteilungsleiter in die nächst gelegene Eisdiele, um für jeden von uns Angestellten und Arbeitern ein leckeres großes Eis zu besorgen. Und es wurde viel gelobt und wenig getadelt, auch das hat viel mit dazu beigetragen, dass wir allesamt in guter Stimmung diese Hitzeperiode überstanden haben…

… Jetzt werde ich mir einen ordentlichen Happen einwerfen. Und mich dann wieder ins Bett legen, alle Viere von mich strecken und voller Behagen spüren, wie die kühle Luft über mich hinweg streicht…

08. 08. 2011…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , am August 9, 2011 von freiedenkerin

Frau Landgeflüster’s Nicht-Stöckchen, nachgereicht…   ;-)

… Foto des Tages:…

… Anlässlich des Weltkatzentages darf es sich Frau Mieze Smokey heute mal in meinem Lieblingsfernsehsessel gemütlich machen…

… Und dies hier hat mich auf dem Weg von der Arbeit zur Trambahn-Haltestelle entzückt…

… Zitat des Tages:…

“Klausi, du siehst ja aus wie ein Skunk!”, rief unsere Souschefin aus, als sie eines unserer Jungköche ansichtig wurde. Der hat sich nämlich sein mit viel Gel zu einer Art Gockelkamm hochgestyltes Haupthaar schwarz, und die Seitenpartien weissblond färben lassen. “Ich kann nix dafür, meine Schwester will Friseuse lernen, und hat gemeint, sie braucht mich zum Üben!”, lautete die Antwort. Klausi läuft jetzt übrigens nur mehr mit einer tief über den Kopf gezogenen Kochmütze herum…

… Wetter des Tages:…

… Spannend! Sonnenschein – Terrasse aufdecken – Sturm und Regen – Terrasse abdecken – Sonnenschein – Terrasse aufdecken, usw. usw. …

… Hauptaktivität des Tages:…

… Außer Terrasse auf- und abdecken noch Frühstücke und Mittagessen auf die Zimmer bringen, Besteck polieren, Servietten falten, Kaffee kochen, Theke befüllen, Lager kontrollieren, Bestell-Liste schreiben, Waren für’s Restaurant in Empfang nehmen und verstauen, die Tabletts für den Roomservice richten, meinen Arbeitsbereich auf Vordermann bringen, das neue Besteck für meine Abteilung (!!! *stolz-bin*) sortieren und bunkern, den Kollegen/innen im Restaurant zur Hand gehen, sowie eine neue Kollegin für den Frühdienst anlernen und beaufsichtigen…

… Film des Tages:…

… “Gettysburgh” (allerdings nur ein Zusammenschnitt, die Langfassung des Films dauert über vier Stunden) da mich diese entscheidende Schlacht des amerikanischen Bürgerkriegs grade wieder einmal beschäftigt…

… Musik des Tages:…

… Das “E. T.”-Theme von John Williams, in voller Lautstärke beim Brotzeitrichten genossen…

… Essen des Tages:…

… Bachforellenfilet auf Rieslingschaumsosse mit grünem Spargel und Basmati-Reis…

… Buch des Tages:…

… “The Killer Angels” von Michael Shaara über die Schlacht von Gettysburgh…

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