Archiv für Freunde

Eine unruhige Nacht…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , am Mai 29, 2012 von freiedenkerin

… Neulich begab ich mich erschöpft von einem recht faul verbrachten Urlaubstag am späten Abend ins Bettchen. Frau Mieze Smokey erwartete mich bereits, lang und in aller Pracht und Herrlichkeit auf dem schmalen Holzbord am Kopfteil meiner Liegestatt ausgestreckt. Ich kuschelte meine Denkbirne in den dichten, orangefarbenen Plüsch ihres Bauchfells und spürte dem wohligen Schnurren nach. Während meine Schmusekatze meiner hohen Stirn eine wohltuende Massage mit ihrer Raspelzunge angedeihen ließ, glitt ich sachte dem Land der Träume entgegen…

… “Oh! Oh! Oh!” Ich schreckte hoch. “Verflixt! Hypochon-Trine! Was ist denn los?” – “Hör’ doch mal! Hörst du das nicht?” Der Rest meiner “Damenband”, die gleich mir kurz vorm Einlullen gewesen war, und ich zuckten unwillig die Schultern. “Nein?” – “Im rechten Ohr pfeift’s!” – “Na, und, das wird bald aufhören. Gib’ Ruh’ jetzt und lass’ uns schlafen.” Ich schloss erneut die Augen und driftete alsbald dem Dämmerzustand entgegen…

… “Oh! Oh! Oh!” – “Herrschaftszeiten! Was ist jetzt schon wieder!” – “Es pfeift immer noch im rechten Ohr!” Ungehalten zuckten unter anderem das Wilde Weib, die Coole Rechnerin, Frau Nörgel-Zick und ich die Schultern. Hypochon-Trine: “Das geht jetzt schon seit einer Ewigkeit so! Hilfe! Wir haben Tinnitus! Wir sind schwerst krank!” – “Unsinn! Wir sind kerngesund, unser Blutdruck ist völlig normal, das Herz ist in Ordnung, und Stress haben wir auch keinen.” – “Doch, doch, doch! Wir haben Tinnitus!” – “Pass auf, wir drehen uns auf die andere Seite, dann pfeift’s bestimmt nimmer.”…

… “Oh! Oh! Oh!” Ich seufzte schläfrig auf. “Hypochon-Trine, langsam werd’ ich grantig!” – “Das pfeift ja noch viel ärger als vorher! Ruf’ den Notarzt an! Oh! Oh! Oh! Tinnitus – wir werden ins Krankenhaus müssen! Man wird uns monatelang krank schreiben! Wir werden anstengende Therapien ertragen und eklige Medikamente einnehmen müssen! Wir werden unseren Job verlieren und wieder Hartz-IV-ler werden!” Unruhig geworden wälzte ich mich hin und her. Frau Mieze Smokey befand, dass das Plätzchen überm Kopfende nunmehr zu ungemütlich geworden sei, sie erhob sich und schlenderte von dannen…

“Oh! Oh! Oh! Es hört einfach nicht auf, das Pfeifen!” Das Wilde Weib räusperte sich ungewohnt diskret. “Sag mal, wann hast du denn das letzte Mal so richtig ordentlich unsere Ohren geputzt?” Ich grübelte stirnrunzelnd. “Kann mich gar nimmer so recht dran erinnern.” – “Das nützt doch nix! Wir haben Tinnitus!”, heulte die Hypochon-Trine auf, “Hast jetzt den Notarzt schon gerufen?” Ich grummelte etwas sehr Unfreundliches, stand auf und schlurfte ins Bad…

… Ein Weilchen später plumpste ich zufrieden aufseufzend erneut auf meine Sieben-Zonen-Federkern-Matraze. Ich glaube, ein stilles Lächeln umspielte meine Lippen, als ich dem wohl verdienten Schlaf entgegen sank…

“Oh! Oh! Oh!” – “Was gibt’s denn jetzt schon wieder!” – “Hör mal!” – “Ich hör’ nix!” – “Eben! Das Pfeifen ist weg!” – “Schön, gell. Du immer mit deiner Hysterie, von wegen Tinnitus.”…

Am schönen großen See – Barockkirche Birnau…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , am Mai 27, 2012 von freiedenkerin

… Ausgerechnet in der Nacht vor meiner Abreise suchte mich der Migräne-Dämon wieder einmal heim – und ich hatte zuvor verbummelt, mir die hilfreichen Zäpfchen verschreiben zu lassen! So musste ich des morgens die Zugfahrt Richtung Überlingen um ein paar Stunden verschieben. Mit sehr weichen Knien, immer noch unheilvoll pochendem Kopf und schmerzenden Augen kroch ich in den Regionalzug, der mich zunächst nach Ulm bringen würde. Nach ein paar Stunden Fahrt durch die idyllische bayerisch-schwäbische Ebene, mit ausgedehnten Feldern, dunklen Wäldern und kleinen Weilern bestanden, erwachten zum Glück die Lebensgeister wieder…

… Am Bahnhof Überlingen wurde ich bereits von der lieben Claudi erwartet. Sie geleitete mich zunächst in die Münsterstraße, dort hatte ich im kleinen Hotel “Zur Sonne” eine Unterkunft reserviert. Diese befand sich über einem japanisch-chinesisch-vietnamesischen Restaurant, war über ein teilweise sich im Freien befindliches Treppenhaus zu erreichen, und winzigst klein, aber sauber, und sehr, sehr ruhig…

… Claudi chauffierte mich danach zur barocken Basilika Birnau. Vom Bus, Zeppelin und Schiff aus hatte mich diese erhaben und einsam auf einer Anhöhe ruhende Kirche schon sehr fasziniert, nun brannte ich darauf, sie mir endlich einmal aus der Nähe anzusehen…

… Die Birnau wurde ab dem Jahre 1746 unter Leitung des seinerzeit berühmten Baumeisters Peter Thumb erschaffen. Das dazu gehörige Weingut, sowie das gleichnamige Kloster, als Sommersitz der Äbte von Salem genutzt, befinden sich etwas unterhalb am Seeufer. 1803 ging im Zuge der sogenannten Säkularisation der gesamte Besitz in weltlichen Besitz über. Prinz Max von Baden überließ jedoch im Jahr 1919 die Anwesen den Zisterziensern von Mehrerau bei Bregenz…

… Schier überwältigend sind Prunk, Glanz und Detailverliebtheit im Inneren der Wallfahrtskirche, eine Weile lang verharrte ich stumm, nicht wissend, wohin ich zuerst blicken sollte. Eigentlich ist das Fotografieren verboten, doch da Claudi und ich nebst zwei ins Gebet versunkenen Frauen die einzigen Besucher waren, machte ich still und heimlich doch ein paar Bilder…

… Als wir eintraten, präludierte ein Organist zunächst leise und gesetzt vor sich hin. Doch schon bald wurde sein Spiel kraftvoller, leidenschaftlicher, schließlich brausten die gewaltigen Kadenzen wie ein Sturmwind durch das Kirchenschiff, und unter der Wucht der Bässe vibrierte das Gestühl. Ergriffen und wie benommen ließen wir uns nieder, die Überfülle an barocker Kunst und die Eindringlichkeit der Musik jagten uns Schauder über den Rücken…

… Wir machten noch einen kurzen Abstecher hinunter zum Anwesen “Seehalde”, einem sehr feudalen Hotel und Restaurant. In der Zwischenzeit hatte sich im Nordwesten ein recht eindrucksvolles Unwetter zusammen gebraut, das nun in Richtung See dräute. Dort herrschte ein ganz besonderes Licht. Ein Schwan trieb sehr malerisch auf den metallisch schimmernden Wassern hin und her – doch jedesmal, wenn ich die Kamera am Auge hatte, und abdrücken wollte, verschwand er bis auf den Bürzel im kühlen Nass. Es hat etliche Anläufe und ein gerüttelt Maß an Geduld gebraucht, das Foto zu schießen, das ihr in der beigefügten Galerie sehen könnt…

… Nachdem wir die ersten Riesenregentropfen zu spüren bekommen hatten, und der aufkommende Wind die drückende und stechende Schwüle über dem Ufer verdrängte, traten wir die Rückfahrt nach Überlingen an, um uns dort zu stärken und noch ein wenig miteinander zu plaudern…

“Telefondienst”…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , am Mai 17, 2012 von freiedenkerin

… “Klar kannst’ spazieren gehen, Zweibeinerin, ich pass’ derweilen auf’s Telefon auf. Musst’ mir halt bloß noch a Zetterl geben, damit ich auch Notizen machen kann, wenn jemand anruft.”…

Waldwanderung…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , am Mai 17, 2012 von freiedenkerin

… Eigentlich wollte ich ja bis Salet, also quasi dem südlichsten Ende des Königsssees fahren, um dort gemütlich zum kleinen Obersee zu spazieren, meine Wanderstecken hatte ich vorsorglich mitgenommen. Doch als der Bootsführer während seiner wirklich sehr informativen Erklärungen den Schrainbach-Wasserfall erwähnte, etwa eine knappe Stunde Fußmarsch von St. Bartholomä entfernt, da spitzte das stets unternehmungslustige Wilde Weib in mir die Ohren. Und so kam es, dass ich mich unversehens an der Seelände zu Füßen der kleinen Barockkirche wieder fand…

… “Ach, weisst du, insgesamt zwei Stunden marschieren, das ist mir ehrlich gesagt zu viel.”, sagte ich zum Wilden Weib, “Lass uns nur ein wenig herum schlendern, eine schöne Rastbank suchen und dann Brotzeit machen, denn wir haben seit dem Frühstück nichts mehr gegessen.” So schritten wir gemächlich aus und kamen alsbald an den Rand eines schönen, frühlingsgrünen Mischwaldes. Binnen kurzem war dieser durchmessen, St. Bartholomä den Blicken entschwunden. Eine Bank am Seeufer ward schnell gefunden, und die mitgebrachten Schmankerln samt einer ordentlichen Thermoskanne heißen Tees ausgepackt…

… Was für eine Idylle hier! Und so eine Ruhe! Außer dem Zwitschern einiger Vögel und dem fernen Rufen eines Kuckucks war kein Laut zu vernehmen! Das Rascheln des Brotzeitpapiers mutete inmitten dieser heiligen Stille an wie ein Höllenlärm! Ich hätte so sehr gerne für den Rest des Nachmittags an diesem Orte verweilt, doch das Wilde Weib drängte zum Aufbruch: “Schrainbach-Wasserfall! Ich will dorthin!” Einem rosig-tiefblauen-weißen-gelben Teppich gleich breitete sich nun beiderseits des Wegs eine wunderschöne Blumenwiese aus. Gnädig wurde mir gestattet, viele, sehr viele Fotos zu machen…

… Eine gute Weile später hemmte ein eisig klarer, munter dahin plätschernder Gebirgsbach inmitten eines ausgedehnten Schutt- und Geröllfeldes unseren Schritt. “Ich seh’ hier keine Brücke.”, wandte ich ein. “Dann such’ gefälligst einen Übergang.”, befahl das Wilde Weib. Ich fand tatsächlich eine Furt mit sehr großen Trittsteinen, dort, wo der Bach kurz vor seiner Mündung in den See großenteils im groben Kies versickerte, und nur mehr ein seichtes Rinnsal sanft dahin rieselte…

… Der Pfad führte über das Geröllfeld, an einer Felswand entlang, und stieg dann ganz ordentlich steil einen bewaldeten Hang hinan. Bedächtig strebte ich bergauf, und war ziemlich erstaunt darüber, wie gut das trotz mangelndem Training ging. Dann jedoch kam eine Kehre, ausgesprochen abschüssig, noch dazu betoniert, mit hohen, scharfen, abgerissenen Kanten, wenig Vertrauen erweckend. Ich hielt inne. “Los, weiter!”, kommandierte das Wilde Weib. Doch ich schüttelte den Kopf. “Nein, meine Liebe, hier ist Schluss. Wir kehren um.” – “Jetzt stell’ dich nicht so an!” Aber ich würgte das Wilde Weib kurzerhand ab und machte mich auf den Rückweg – erleichtert darüber, dass die Vernunft gesiegt hatte…

… Unten angelangt fiel uns ein Schild auf: “Benutzen Sie bei Hochwasser bitte die Brücke über den Fluss – 200 mtr.” Und ein Pfeil, der in westliche Richtung wies. “Na gut, wenn wir schon nicht zum Wasserfall kommen – dann will ich die Brücke sehen!”, nölte das Wilde Weib. Ich gab nach, selber neugierig geworden…

… Der Pfad war ausgesprochen schmal, eher eine Fußspur, die durch den dichten und felsigen Bergwald führte…

… Und direkt unter diesen Felsüberhang…

… Manche Baumstümpfe muteten wie gefährliche, lauernde, vermummte Urweltgestalten an…

… Eine kleine Haselmaus beäugte mich misstrauisch von ihrem Bau aus…

… Der Weg zog und zog sich. “Das sind jetzt aber schon weit mehr als zweihundert Meter!”, maulte ich. Das Wilde Weib zuckte die Achseln. “Kann nimmer weit sein.” Und schon sahen wir sie, die “Brücke”…

… Zwei Baumstämme, auf die man zwei Bretter genagelt hatte. Na, prima!!! Und ich mit meinem Hinkebein, und noch dazu die teure Kamera um den Hals! Es war kein tiefer Abgrund, den es zu überwinden galt, aber die wohl knapp zwei Meter bis zum sicherlich eisigst kalten Bach würden auch für ein Unglück ausreichen. Ich schluckte, nahm all meinen und des Wilden Weibes Mut zusammen, und begab mich vorsichtig auf die schwankende “Brücke”…

… Göttin! Was waren wir stolz, als wir heil drüben angelangt waren! Wie zum Trost umfing uns nur kurz darauf wieder der lichte, frühlingshafte Mischwald…

… Das Wilde Weib und ich schmunzelten verschmitzt, als St. Bartholomä in Sicht kam…

… Wir pufften uns in die Seiten. “Ist ja fast so was wie ein kleines Abenteuer gewesen, gell.” – “Yepp! So im Nachhinein betrachtet hat das richtig Spaß gemacht.” – “Wie in alten Zeiten!” – “Genau!”…

“Sahnenäschen” ;-) …

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , am Mai 6, 2012 von freiedenkerin

… Ja, ja, Frau Mieze Smokey! So kann’s gehen, wenn man unbedingt das neugierige und verfressene Schnuppernäschen in den äußerst üppig geratenen “Sahnegletscher” stecken muss, der das Sonntagnachmittagserdbeerkuchenstückchen krönte, welches ich mir heute zum Start in einen dreiwöchigen Urlaub sehr genüßlich schmecken ließ…

Es stört mich nicht,…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , am April 17, 2012 von freiedenkerin

… wenn da draußen, jenseits der klaren, die Welt von mir trennenden Fensterscheiben der Himmel voller düsterer, beinahe nachtfinsterer Wolken ist, und der Regen unablässig stundenlang, tagelang auf die Einöden der Straßen und Gehwege trommelt. Und denkt nicht, ich sei einsam und von aller Welt verlassen, nur weil ich alleine bin, und keine lebende Seele außer die meiner kleinen, dunkelgrau getigerten, samtweichen, anschmiegsamen Katze mein Leben teilt, nur weil ich keinen Gefährten, keine Kinder, keine Enkel, keine intakte Familie mein Eigen nenne…

… Ich bin Viele. Da ist ein unablässiger Dialog in meinem Inneren. Ich bin mir die beste Lebenspartnerin – und auch mein ärgster Feind. Es ist nie langweilig in meiner Welt, es gibt ungezählte Dinge zu erfahren, zu erlesen, mit der Seele und meinen vielen Facetten zu erdenken, zu ergründen. Ich versenke mich – und bin mit einem Male in einem anderen, selbst geschaffenen Universum. Ich nehme an meinem Schreibtisch Platz, und träume, und schreibe…

… Das Regengrau der Welt da draußen existiert nicht für mich. Hier lebt das Licht. Ich sehe die Sonne. Sie blinzelt durch die zerfaserten Wedel hoch aufragender Palmen. Meine Zehen spielen in warmem, seidig-weichem, hellem Sand. Ein Ozean rauscht. Ein Bächlein plätschert durch die dichten, kühl-grünen Wälder meiner Heimat. Sengender Wüstenwind wühlt in meinem Haar. Ich vernehme das beinahe unhörbare Summen einer wandernden, rotgoldenen Düne. Ein Raumschiff startet mit ohrenbetäubendem Tosen. Schier unmenschliche Kräfte pressen mich in einen kalten Schalensitz, die donnernden Triebwerke der riesigen Rakete schleudern mich der Schwärze des Alls, dem Glosen eines fernen Sterns, der silbrigen, kratervernarbten Kühle des Mondes entgegen. Ich reite auf einem unbekannten Wesen, einem Tier, welches noch nie zuvor ein Menschenauge erblickt hat. Ich kose die samtigen Nüstern eines edlen Araberpferdes. Das nicht enden wollende Band einer Karawane bringt mich zu geheimnisvollen, unentdeckten Stätten. Ich bin ein Raubvogel, und spreize im wilden Aufwind meine Schwingen. Mein Herz vergeht vor Liebesweh. Ich lache und tanze mit alten Freunden…

… Der Klang schöner Stimmen schwebt wie auf Engelsflügeln empor, eine zuvor noch nie gehörte Melodie umschmeichelt mich. Es gibt keinen Regen, kein Grau, kein Alleinsein, keine Einsamkeit. Für ein paar endlose Minuten gibt es nur die Musik, die Sprache des Unermesslichen, Großen Weltengeistes…

Louis “Satchmo” Armstrong,…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Inspiration, Medien, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , am April 9, 2012 von freiedenkerin

… ich liebe dich, seit vielen, vielen Jahren schon! Und du wirst bis ans Ende meiner Tage stets ein schönes Plätzchen nicht nur in der Jazz- und Swing-Ecke meines Herzens haben – fest versprochen! Deine kindlich-fröhlich-unbeschwerte, herzliche Art zaubert mir, ganz egal, was du zum Besten gibst, binnen weniger Augenblicke ein glückliches, seliges Lächeln auf die Lippen. Und das ist ein so wertvolles Geschenk, welches nicht viele Mitmenschen einem bescheren können – auch noch lange, lange Zeit nach ihrem Ableben!…

… Der Film “High Society”, in dem du seinerzeit mitgespielt hast, zählt für mich zu den fulminantesten und schönsten musikalischen Komödien überhaupt – auch dank dir…

Eine Karfreitags-Anekdote…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Religion, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , am April 7, 2012 von freiedenkerin

… Mein bester Kindfreund und Blutsbruder Wolfi und ich wurden recht streng erzogen. Und wenn alle “weltlichen” Ermahnungen und Zurechtweisungen nichts fruchteten, zog man den “Großen Himmelspapa” hinzu, der angeblich weit über uns auf einer Wolke thronen,  sich mit böse gerunzelter Stirn und funkelnden Augen den weißen Rauschebart raufen, und uns unablässig beobachten, und jede unserer eigentlich recht kleinen und doch so natürlichen, kindlichen “Sünden” und “Verfehlungen” akribisch notieren würde…

… Als wir so um die zehn Jahre alt waren, hatten wir eine gar heiße Pokerphase, dieses Glücksspiel ist uns von Wolfi’s Lieblingsonkel Hei-Pei (Hans-Peter) beigebracht worden, der im fernen Düsseldorf weilte, und seine Ferien sehr gerne in unserer schönen Heimat verbrachte, wobei er jedesmal eine andere Freundin mitbrachte – sehr zum Missfallen der Eltern und der ebenfalls recht erzkonservativen Nachbarschaft…

… Unsere Begeisterung für’s Pokern kannte kaum Grenzen. So versammelten wir uns natürlich auch in der Karwoche in Wolfi’s gemütlichem Zimmerchen, um unserer Leidenschaft zu frönen. Da erzählte meine Mutter am Gründonnerstag, dass Karten- und auch alle anderen Glücksspiele am Karfreitag strikt verboten seien, der “Große Himmelspapa” würde darauf ein besonders gestrenges Augenmerk haben! Und wer sich nicht an dieses Gebot halten würde, dem würden in der Nacht die Hände abfaulen!…

… Neugierig, wie Kinder nun mal sind, wollten wir selbstredend austesten, ob dies auch der Wahrheit entsprechen würde. Nicht lange zuvor war Wolfi’s Großvater verstorben. So schlichen wir klammheimlich in sein etwas seltsam nach Schnupftabak und Kampfer riechendes “Austragsstüberl” hoch droben im Speicher, und pokerten den Nachmittag über, was das Zeug hielt. Als die Dämmerung einbrach, schlenderten wir nach Hause, als könnten wir kein Wässerchen trüben. Wir verbrachten allerdings eine sehr unruhige Nacht. Denn immer wieder, wenn uns der Schlaf zu übermannen suchte, schreckten wir angstvoll und schweißgebadet hoch, um nach unseren Händen zu sehen…

… Der Karsamstag brach an – und wir erfreuten uns allesamt gesunder und unversehrter Gliedmaßen. Da schworen wir uns, nie, nie, nie wieder auch nur einem Wort der gruseligen Geschichten vom “Großen Himmelspapa” Glauben zu schenken…

“Ich demo – demme – demintiere ganz entschieden,…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , am März 29, 2012 von freiedenkerin

… dass ich das olle Bügeleisen der Zweibeinerin kaputt gemacht haben soll!”, schimpft grade Frau Mieze Smokey…

… “Stimmt, ich bin auf das Bügelbrett gehüpft. Weil ich von da aus nämlich am leichtesten in mein Lieblings-Schrankfach komme. Um mich dann hinter der Bettwäsche zu verstecken, damit ich in Ruhe mein Mittagsnickerchen halten kann. Aber dass dann das Bügeleisen ‘runter gefallen, und die Verkleidung, und die Rückwand, und der Wassertank zerdeppert gewesen sind, dafür kann ich garnienix! Da bist du doofe Zweibeinerin selber schuld, warum räumst du auch diese Glättmaschine nicht auf! – Was willst du? Mir das Geld für das neue Bügeleisen vom Fressen abziehen? Pffffff! Das traust du dich doch gar nicht! Da plinker’ ich dich ein paarmal mit meinen schööööönen, groooooßen, grüüüüüünen Augen ganz lieb an – und dann hast du das alles ganz schnell wieder vergessen.”…

Leider, leider…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , am März 16, 2012 von freiedenkerin

… habe ich trotz all eurem Daumen-, Zehen- und Pfötchendrücken die Classic-Radio-Wunschkreuzfahrt nicht gewonnen – noch einmal mein ganz herzliches Dankeschön an euch, meine Lieben! Doch die Enttäuschung hält sich sehr in Grenzen, denn mit der heutigen Post kam vom Finanzamt der Bescheid meiner Steuererklärung 2011. “Vater Staat” zahlt mir ein ganz nettes Sümmchen zurück, und das hilft mir derzeit sogar weitaus mehr, als es diese Kreuzfahrt tun würde, da in ein paar Wochen einige saftige Versicherungsbeiträge fällig werden. Und es bleibt sogar noch ein kleines Pölsterchen übrig. Grund genug, sich entspannt zurück zu lehnen, und einen ganz wundervollen Frühlingsabend zu genießen…

… Habt ein ganz wunderschönes, unbeschwertes und sonnenreiches Wochenende, ihr Lieben da draußen im WWW!…

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