… meiner Lieblingsbusstrecke liebe ich so sehr – die Schweizer Berge schälen sich aus dem Morgendunst, und gleich zieht sich das breite, graue Band der Autobahn gemächlich hinunter zum Bodensee…
… Es gibt Tage, die sind vom frühen Morgen an bis spät abends so randvoll mit Schönheit, Andacht, Staunen, Bewunderung, Freude, Genuß und Bewegung, daß sie so lang wie ein Leben erscheinen. Von einem solchen Tag möchte ich euch in den folgenden Posts berichten…
… bei Salzburg wurde in den Jahren 1613 bis 1615 im Auftrag des damaligen Fürsterzbischofs Markus Sitticus von Hohenems erbaut. Das Anwesen mit seinem streng abgezirkelten Garten, den überaus originellen Wasserspielen, an welchen sich Jahr für Jahr Zigtausende Touristen aus aller Welt erfreuen, weitläufigem Park und dem kleinen Berglein Hellbrunn, an dessen Südseite sich der Salzburger Zoo befindet, kenne ich seit meinen Kindertagen sehr gut. Hier verbrachten mein jüngerer Bruder, meine Eltern und ich gar viele kurzweilige Nachmittage…
… Am schönen, föhnigen Mittwoch Vormittag hielt es mich trotz Erschöpfung nach dem langen Security-Dienst tags zuvor nicht in meiner Bude, so bepackte ich kurz entschlossen den Rucksack mit Kamera, Brotzeit und einer Thermoskanne heissen Tees, und begab mich per Zug zuerst zum Salzburger Bahnhof, und dann mit der Buslinie 25 hinaus nach Hellbrunn…
… Die Scharen der Besucher hielten sich erfreulich in Grenzen. Ich ließ mich durch die Gartenanlage treiben, und machte mich dann auf den Weg hoch zum Berg Hellbrunn, zuerst zum kleinen Monatsschlösschen, in dem heute das Salzburger Völkermuseum untergebracht ist, anschließend stieg ich noch weiter, um den Ausblick auf die Stadt an der Salzach und die große Burg zu bewundern. Gemächlich schlenderte ich auf dem bewaldeten Hügelrücken dahin, bis zu der Stelle, von welcher aus man einen schier atemberaubenden Blick auf die Berge meiner Heimat hat – den Hohen Göll, die Schönfeldspitze, und natürlich den Watzmann. Über das teils natürliche, teils von Menschenhand geschaffene Steintheater, in dem zur Festspielzeit alljährlich Vorstellungen stattfinden, gelangte ich wieder zurück in den spätfrühlingshaft grünenden und blühenden Park…
… führte mich heute ziemlich spontan eine kleine Reise. Sämtliche Bilder sind während der beiden Zugfahrten zu meinem Ziel und wieder nach Hause entstanden…
… Als ich zusammen mit etlichen ebenso begeisterten Zuhörern am Sophie-Scholl-Platz den temperamentvoll dargebotenen Ragtimes eines Burschen lauschte, der vielleicht sechzehn, siebzehn Lenze zählen mochte, entledigten sich voller Übermut zwei lustig angetrunkene junge Männer kichernd, giggelnd und flachsend ihrer Klamotten. Anschließend sprangen sie im Adamskostüm in den nahen großen Brunnen und drehten dort plätschernd und johlend ein paar Runden. Danach überquerten sie höchst gut gelaunt die ausgesprochen lebhaft befahrene Ludwigsstraße, um im Wasserbecken auf der gegenüber liegenden Seite ein weiteres Bad zu nehmen…
… Die meisten von uns quittierten die unerwartete Show-Einlage mit Beifall und viel Heiterkeit, nur die beiden Sicherheitsbeamte, die den Eingang zur Uni bewachten, sahen das Ganze etwas humorlos, beließen es dann aber doch bei einer ernsten Verwarnung…
… Man nehme gut eine Handvoll zum Teil recht originell gestalteter und verzierter Klaviere, und stelle sie mit der großzügigen Aufforderung “Spiel mich, ich gehöre dir!” an beliebte Münchner Plätze. Heraus kommt ein ungemein vielseitiges, fesselndes, herzerwärmendes (und kostenloses!) Freiluftkonzert, das sich von morgens zehn bis abends zweiundzwanzig Uhr quasi über die gesamte Innenstadt erstreckt. Jung und alt, und dazu aus aller Herren Länder, sind nicht nur das oftmals zahlreiche Publikum, sondern auch die Interpreten/innen, Menschen, die noch nie auf einer Konzertbühne standen, und oftmals mit großer Innigkeit, Versunkenheit, Leidenschaft und beträchtlichem Können spontan in die Tasten hauen. Das musikalische Spektrum umfasst bei dieser ganz wundervollen Aktion eine enorme Bandbreite – von J. S. Bach, Tschaikowsky, Schumann und Mozart, alten und aktuellen Filmmelodien, Blues, Jazz, Rock, Ragtime, Schlagern, Chansons, Musical-Hits, Balladen bis hin zu Kinderliedern ist alles geboten. Unbekannte Menschen kommen miteinander ins Gespräch, lauschen andächtig, zollen einander Beifall, lachen, kommen sich näher – inspiriert von der Weltsprache Musik…
… Ich habe mir heute einen Nachmittag lang Zeit genommen, einige der Plätze aufgesucht, gelauscht und gestaunt. Die Aktion “Play Me, I’m Yours” läuft übrigens noch bis zum 14. Mai…
Max-Josephs-Platz
Königsplatz
Hohenzollern Platz – Schwabing
Geschwister-Scholl-Platz – Schwabing
… Wer will, kann das Betrachten der Bilder gerne mit Elton John’s “Song For Guy” untermalen – eines meiner Lieblings-Klavierstücke…
… kommen wir in den warmen Jahreszeiten doch sehr gerne nach, nicht wahr…
… Grade eben unterhielt ich mich mit der lieben Ellen ein wenig über das Sammeln von Blechschildern. Und ich erwähnte dabei mein Lieblingsschild von der alten Deutschen Lufthansa A. G., das an meiner Badezimmertür hängt. Hier ist es, Ellen, ich bin ganz schnell losgeflitzt, um es zu fotografieren…
… Es ist wunderschön und herzerwärmend, wenn Kinder das unermessliche Universum der Töne und Melodien entdecken…
… Warum da am helllichten Werktag mitten auf einem kleinen, öffentlichen Platz im Münchner Ortsteil Schwabing ein bunt bemaltes, und mit allerlei Spielzeugfigürchen verziertes Klavier herum steht, das werde ich euch in den kommenden Tagen erklären…
… Ich wünsche euch einen ganz wundervollen und sonnenreichen Feiertag!…
… Folgende Aufnahmen sind mit längeren Belichtungszeiten gemacht worden. Ich finde, daß dies manchmal bei bewegten Motiven ganz erstaunliche Effekte gibt – leider, leider bin ich beim Fotografieren nicht eben experimentierfreudig – weiß der Geier, warum – so gibt es in meiner umfangreichen Sammlung nur sehr wenige Bilder dieser Art…
… Es schien auf unseren Fahrten durch die Bodenseegegend am 1. Mai so, als wolle der Frühling mit aller Macht die zwei, drei Wochen aufholen, die er im Vergleich zu voran gegangenen Jahren zurück liegt. Es war uns, als würde die Natur ringsum förmlich explodieren, Wälder, Wiesen, Felder, Obsthaine in einem wahren Rausch an Farben und Blüten vergehen…
… Auch wenn sich im Grunde genommen Jahr für Jahr das Gleiche abspielt – so erscheint uns dies doch irgendwie immer wieder neu, faszinierend, Herz, Seele und die Sinne öffnend und erwärmend, nicht wahr…
… Wenn ihr Zeit und Lust habt, dann begleitet mich doch ein Weilchen auf einen Bummel über die berühmte Auer Dult…
… Eigentlich ist’s dreimal pro Jahr ein und dasselbe. Und sich dennoch niemals gleich. Auch als eingefleischter Dult-Besucher entdeckt man immer wieder Neues, Skurriles, Witziges, Abstraktes, Praktisches, Notwendiges, Luxuriöses. Am interessantesten finde ich die drei Antiquitäten-, Kunst- und Krempel-Gassen. Aber auch die vielen Schmankerl-Standerln und die alten Fahrgeschäfte, das Kasperltheater und die uralte Jahrmarkt-Orgel lassen mein Herz stets höher schlagen…