… Irgendwie bin ich gestern Abend beim Zappen wieder einmal bei einem Musiksender gelandet, der mich schon des Öfteren mit seiner sorgfältigen Auswahl an Oldies und Goodies begeistert hat, dessen Namen ich mir aber partout nicht merken kann. Ich schwelgte in einem Video von Dire Straits – „Calling Elvis“ – und dabei kam mir die Erinnerung an eine ganz fabelhafte animierte Science-Fiction-Serie aus den sechziger Jahren, „The Thunderbirds“, in den Sinn. Sämtliche Protagonisten wurden durch Marionetten verkörpert. 2004 gab es einen Spielfilm, der die Abenteuer Captain Jeff Tracy’s, seiner fünf Söhne Scott, Virgil, Alan, Gordon und John – allesamt benannt nach „Mercury“-Astronauten - sowie des genialen Erfinders Brain und der wiefen, leicht verruchten Londoner Agentin Madeline wieder aufleben liess, diesmal mit lebendigen Darstellern, allerdings keineswegs Charme, Witz, Phantasie und Kreativität der Originalvorlage erreichte…
… Das Dire-Straits-Video „Calling Elvis“ gibt es hier zu sehen…
… auf dem Heimweg von der Arbeit muss ich notgedrungen an der kleinen Filiale der Bäckerei-Konditorei Zieg.ler vorbei. Sie liegt direkt gegenüber meinem Wohnhaus, ich kann an freien Tagen vom Balkon aus mühelos in die Kuchentheke spähen und mich schon morgens über das aktuelle Angebot informieren. Danach habe ich schon sehr oft meine Frühstückspläne über den Haufen schmeißen müssen, weil mich etwas Süßes oder Delikates unwiderstehlich verführt hat…
… Ich könnte ja auf meinem Heimweg die kurze Strecke bis zum Haus auf der anderen Straßenseite gehen, und dann queren. Aber das könnte unter Umständen gefährlich werden, da ist nun mal keine Fußgängerampel oder Zebrastreifen. So muss ich einfach zum eigenen Schutz und meiner Sicherheit immer am kleinen Bäckerladen vorbei. Sehr seltsam ist’s, dass ich genau in Höhe des Geschäfts regelmäßig einen unwiderstehlichen Linksdrall verspüre, der mich hinein führt, in der Regel nachdem ich ein feines Stückchen Sahne- oder Cremetorte, einen Windbeutel, Bienenstich, Ecclair etc. gaaaaanz laut „Kauf mich! Iss mich!“ habe rufen hören…
… Als ich heute Mittag auf einer meiner Touren durch’s „Nobelhotel“ am Lift wartend die heisere Stimme eines Bewohners vernommen habe, ist mir ganz unwillkürlich folgender kurze Sketch von Loriot in den Sinn gekommen…
Bester Actionfilm: Auf dem Highway ist die Hölle los
Beste Komödie: „Grasgeflüster“, sowie „Arsen und Spitzenhäubchen“ (mit Gary Grant)
Bester deutschsprachiger Film: Wer früher stirbt ist länger tot
Bester Film mit wahrem Hintergrund: „Seabisquit“ – das kleinwüchsige und dickköpfige Vollblutpferd mit dem großen Herzen hat es in den Zwanzigern in Amerika tatsächlich gegeben… Und „The Queen“…
Bester Kriegsfilm: Henry V. in der Inszenierung von Kenneth Brannagh
Beste Buchverfilmung: Henry V., inszeniert von Kenneth Brannagh
Beste Gameverfilmung: Da muss ich passen
Tränen in den Augen: Il Postino – der Postmann
Bestes Militär-Drama: Eine Frage der Ehre
Lustigste Szene: Wenn der verrückte Neffe in „Arsen und Spitzenhäubchen“ seinen Auftritt als Teddy Roosevelt hat, zuerst trompetend die Treppe hoch stürmt, und dann in den Keller marschiert, um am Panamakanal weiter zu graben…
Größter Schocker: *Grusel* Guck’ ich nicht, so was beschert mir stets nächtelange Albträume und Schlaflosigkeit…
Langweiligster Streifen: Titanic von James Cameron
Größte Enttäuschung: Titanic von James Cameron
Beste männliche Rolle: Neu: Tom Hanks in „Forrest Gump“, Alt: Henry Fonda in „Die Zehn Geschworenen“
Beste weibliche Rolle: Neu: Helen Mirren in „The Queen“, Alt: Ingrid Bergman in „Das Haus der Lady Alqvist“
Beste visuelle Effekte: Contact
Beste Story: Il Postino
Schlechteste Story: James Cameron’s „Titanic“
Beste Filmreihe: Ich passe
Schlechteste Rolle: Madonna, in dem Film, in dem sie damals mit SeanPenn zusammen spielte, Name fällt mir nicht ein…
Bester Bösewicht: Jack Nicholson als selbstherrlicher General der Marines in „Eine Frage der Ehre“
Beste Explosion: Hmpf!
Beste Verfolgung: Blues Brothers
Bestes Auto im Film: Die olle Polizeikarre der „Blues Brothers“
Beste Filmmusik: „Krieg der Sterne“, „Jäger des verlorenen Schatzes“, „Jurassic Park“ – ach, eigentlich alles von John Williams, sowie die Parade der Wagenlenker aus „Ben Hur“ von Miklos Rosza…
Am längsten erwartet: „E-Mail für dich“, die „Fortsetzung“ von „Schlaflos in Seattle“, und „Startrek – der Aufstand“…
Gewünschte Theaterverfilmung: Keine Wünsche mehr offen…
… wieder einmal beim lieben Opapapa Worti aufgeschnappt…
1. Es kommt mir vor wie gestern, dass ich hier in meine kleine, gemütliche, zentrumsnahe Wohnung eingezogen bin, dabei ist das jetzt schon fast einundzwanzig Jahre her…
2. Würde sich mein kleines Bücherl etwas besser verkaufen - ich hätte nichts dagegen...
3. Wann hat eigentlich das übertriebene mediale Aufblasen, Auswälzen und Breittreten jedweder sogenannter und vermeintlicher Neuigkeiten aus Politik, Wirtschaft und Showbiz endlich einmal ein Ende, bzw. wird wieder auf ein erträgliches Maß mit anständigen Recherchen und objektiver Berichterstattung reduziert?
4. Gar vielfältige und auch interessante Einblicke in die Wohnungen des Hauses gegenüber habe ich vor meinem Fenster...
5. Mein Bauch sehnt sich allmählich leise grummelt nach seiner Abendmahlzeit…
6. Oh, mein Gott, nimmt denn der Kampf gegen die Windmühlen deutscher Bürokratie überhaupt kein Ende mehr! (Ich musste ja, um für den Monat März quasi als Überbrückung und teilweise zinsloses Darlehen noch einmal Hartz-IV beziehen zu können, den ganzen langen Antrag noch einmal ausfüllen, sowie die Kontoauszüge der letzten drei Monate vorlegen. Und Mitte Dezember habe ich mittels meiner Kreditkarte einen Kleinkredit von einigen hundert Euronen aufgenommen, um nicht in finanzielle Schräglage zu geraten. Nun kann es sein, dass die ARGE/das Jobcenter München diesen als Einkommen ansieht. Ich verstehe nicht allzu viel von Betriebswirtschaft, aber eines weiss ich ganz sicher: Wenn ich mir Geld pumpe, und das in Raten zurück zahlen muss, dann ist das mit Sicherheit kein Einkommen!)
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Spaghetti Arrabiata und vielleicht den Genuss eines schönen Filmchens, morgen habe ich einen kleinen „Einkehrschwung“ im Supermarkt geplant, und Sonntag möchte ich nach ewig, ewig, ewig langen Zeiten mal wieder meine Zeichen“künste“ ausprobieren…
… Dazu wurde ich von der lieben Sweetkoffie inspiriert…
… Die niederbayerische Gastwirtstochter Martina Schwarzmann räumt bereits seit Jahren hier in Bayern sämtliche Kabarett- und Kleinkunstpreise ab. Und das zu Recht! Folgendes Video ist auch für Nicht-Bayern recht verständlich – und sauguat obendrein! Viel Spaß!…
… Am 22. Januar habe ich eine Lesung aus meinem Buch „Die Spanschachtel“ in Dresden, organisiert von der lieben Gunny. Dieses „Event“ ist eigentlich bereits für Anfang Juli geplant gewesen, doch da kamen mir zwei Jobs und sehr lieber Besuch von Fudelchen und Ruthie dazwischen…
Ich bin leider als Vorleserin nicht so der Hit, wie ich im Herbst 2009 während etlicher Abende im „Fresh Bagels and Muffins Coffee Shop“ fest stellen musste. So trainiere ich nun täglich eisern mindestens eine halbe Stunde lang das Vortragen meiner Geschichten. Mieze Smokey mag dies gar nicht, aus welchen Gründen auch immer. Sobald ich meine Stimme erhebe, erwacht sie, selbst wenn sie sich im Tiefschlaf befindet oder schmatzend und mit zuckenden Pfötchen träumt, und beginnt, mich unruhig und laut maunzend zu umkreisen, dabei wirft sie mir äußerst missbilligende Blicke zu…
… Heute Nachmittag hatte ich ein Vorstellungsgespräch in einem kleinen aber schmucken Restaurant etwas außerhalb Münchens. Man hat sich dort auf die Zubereitung von Steaks spezialisiert. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich ein Hotel und eine Dependance von Microsoft. Hotelgäste und die Damen und Herren der „oberen Etagen“ des IT-Giganten würden den Hauptanteil der Klientel ausmachen, mit welcher man zu tun hätte. Während der Unterhaltung stellte sich heraus, dass die Chefitäten des Lokals früher einmal über zwanzig Jahre lang eine große und angesehene Münchner Wirtschaft geleitet hatten. Außerdem sind sie Duzfreunde eines meiner ehemaligen Arbeitgebers. Wir haben einen Termin zum Probearbeiten am nächsten Dienstag vereinbart. Schaun ma mal, wie sich das so entwickelt…
… Was habe ich heute Abend zwischen halb und viertel nach Acht in Erinnerungen geschwelgt! Ich stolperte beim Zappen zufällig auf „ARTE“ über eine Sendung namens „Strandspaziergang“ – es ist eine gar wunderbare, bunte, lebensvolle, aber auch durchaus kritische Dokumentation über Waikiki Beach gewesen. Hier kann man das Video abrufen, ich glaube, ich tue mir das gleich noch einmal an – weil’s gar so schön und interessant gewesen ist. Und danach werde ich vielleicht noch ein Weilchen in meinem Fotoarchiv und den vielen, vielen, vielen Fotos von Oahu, Hawai’i stöbern. Und träumen…
… Etwas verspätet habe ich dieses Stöckchen bei der lieben Frau Landgeflüster aufgegabelt…
… Das Foto des Tages…
… Einer meiner ungezählten Versuche, stehend freihändig das Feuerwerk zu fotografieren. Ganz, ganz, ganz weit oben auf meiner imaginären Wunschliste steht nun – außer einem guten Job – ein Stativ…
… Das Zitat des Tages: „Ein gutes neues Jahr!“…
… Das Wetter des Tages: Gestern ist’s hier in München durchweg trübe und wolkenverhangen gewesen, am Abend hat es angefangen, leicht zu schneien…
… Die Hauptaktivität des Tages: Alle meine Zeugnisse, Lebenslauf, Bescheinigungen etc. einzuscannen, in einen PDF-Ordner umzuwandeln. Auf dem Internet-Portal „Hotel-Career“ eine virtuelle Bewerbungsmappe zu erstellen, sowie ein Stellengesuch online zu stellen…
… Der Film des Tages: Zu später Stunde im Ersten: „Astronaut Farmer“ – herzerwärmend schön!…
… Die Musik des Tages: Von allem ein bisschen – Klassik, Filmmusik auf Classic Radio, Jazz auf BR Alpha, Beyoncé und Sade auf 3SAT…
… Das Essen des Tages: „Morgens“ (kurz vor Mittag): Ein Brot mit Zwiebelmettwurst, hartgekochtes Ei, eine Handvoll Mürbteigplätzchen, ein Eimer Tee, am Abend gab’s dann den Rest des leckeren Fischeintopfes, den ich mir zum Jahreswechsel gekocht hatte, dazu eine übrig gebliebene Pfütze Silvester-Sekt und als krönenden Abschluß ein Stamperl Eierlikör und etwas Knabberzeugs…
… Das Buch des Tages: „Die Geheimnisse der Rosenkreuzer“ – bereits dreimal gelesen, seit dem vorweihnachtlichen Lichtfest ist dieser umfangreiche Schmöker bei mir wieder sehr aktuell…
… zeigte das Erste Deutsche Fernsehen zu sehr später Stunde: „Astronaut Farmer“…
… Charles Farmer muss nach dem Selbstmord seines Vaters seinen Dienst bei der NASA quittieren, die Ausbildung zum Astronauten abbrechen und die elterliche Farm in New Mexico übernehmen. Doch den Traum vom Flug in den Weltraum gibt er nie auf. So beschließt er, in der Scheune seines Anwesens eine eigene Rakete samt Raumkapsel zu bauen. Als er 5.000 Tonnen Spezialtreibstoff bestellen will, bekommen die Presse, sowie die NASA, CIA und FBI Wind von seinen Plänen. Die Bundesbehörden tun ihr Möglichstes, um Charles Farmer einzuschüchtern und von seinem Vorhaben abzubringen. Ein erster Startversuch misslingt, Farmer wird dabei schwer verletzt. Als noch dazu die Pfändung seines Besitzes droht, scheint er zu resignieren. Seine Frau jedoch, nach dem Tod ihres stillen, unauffälligen Vaters unvermutet überaus wohlhabend geworden, und seine Kinder geben ihm jedoch neuen Mut. Farmer baut eine neue Rakete, hetzt seine Überwacher auf eine falsche Fährte, der Start seines Raumfahrzeugs gelingt. Der Ex-Astronaut umkreist insgesamt neun Mal die Erde und wird nach seiner geglückten Landung als Held gefeiert…
… Ich habe per Zufall in diese wunderbare Mischung aus Drama, Science Fiction und Komödie hinein gezappt und bin ganz fasziniert hängen geblieben. Ganz ehrlich, ich habe sehr, sehr, sehr lange Zeit keinen so gut inszenierten Film mehr gesehen, so warmherzig umgesetzt, ohne den dicken Zuckerguß aus Pathos und Patriotismus, der vielen amerikanischen Produktionen sonst so eigen ist, mit solch hervorragenden Darstellern und wunderschönen Aufnahmen…