Archiv für Faszination Lesen

Ein Bücher-Stöckchen…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Medien, Menschen, Sonstiges, Stöckchen mit den Tags , , , , , , , , , , , am Juli 3, 2011 von shelkagari

… das ich beim lieben Worti aufgeschnappt hab’, gibt’s zwischendrin, bevor ich mich daran mache, eine erkleckliche Anzahl Fotos vom Bloggertreffen zu sichten und zu sortieren. Erfragt werden die Hauptrollen in zehn Lieblingsbüchern, die man sehr gerne verkörpern würde. Da ich der geliebten und ungezählte Male gelesenen Schmöker sehr viele habe, und mich schwer mit dem Entscheiden tue, habe ich die Auswahl eigenmächtig auf Fünfzehn erhöht:…

1. Kenny McLaughlin/ Mein Freund Flicka/ Mary O’Hara

2. Scarlett O’Hara/ Vom Winde verweht/ Margaret Mitchell

3. Dr. Eleanore Arroway/ Contact/ Prof. Dr. Carl Sagan

4. Old Shatterhand/ Winnetou I bis III/ Karl May

5. Kara Ben Nemsi/ Orientromane (Von Bagdad nach Stanbul, Durch’s wilde Kurdistan, Der Shut etc.)/ Karl May

6. Kater Francis/ Felidae/ Akif Pirincci

7. Annie oder Elise/ Club der Teufelinnen/ Olivia Goldsmith

8. Richmodis/ Tod und Teufel/ Frank Schätzing

9. Heidrun Ögi/ Limit/ Frank Schätzing

10. Ashton Pelham-Martyn/ Palast der Winde/ M. M. Kaye

11. Irene Heron-Forsyte/Die Forsyte-Saga/ John Galsworthy

12. Margaret von Ashbury/ Die Stimme/ Judith Merkle-Riley

13. Juliane Thomas/ Die Züricher Verlobung/ Barbara Noack

14. Fähnrich Godeysen/ Meines Vaters Pferde/ Clemens Laar

15. Garnet Cameron/ Kalifornische Symphonie/ Gwen Bristow

Meine Dresdner Lesung…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , am Januar 29, 2011 von shelkagari

… am 22. Januar 2011 ist kein megamäßig großes „Event“ gewesen. Ich agierte nicht auf einer Bühne in einem großen Saal vor Hunderten von gebannt lauschenden Menschen, wie ich mir das bisweilen in meinen Tagträumen auszumalen pflege. Ich habe anschließend auch keine Signierstunde gegeben und Türme von Büchern verkauft. Diese Lesung ist ganz anders verlaufen, als ich es erwartet hatte – es ist ein herzerwärmender und kurzweiliger Abend geworden, der mir viel Freude bereitet hat und an den ich mich immer gerne zurück erinnern werde…

… Nach der beinahe achtstündigen Busreise quer durch Deutschland wurde ich von der lieben Gunny am sorgfältig restaurierten Dresdner Bahnhof abgeholt und in die Studenten-WG nahe des Kongress-Zentrums gebracht. Dort würde ich im kleinen Versammlungssaal vorlesen und anschließend auch übernachten. Man kredenzte mir Kuchen und heißen Tee und nahm sich meiner äußerst liebenswürdig und zuvorkommend an…

… Ich suchte mir in der kuscheligen, geräumigen Sitzecke des Saals nahe der Bar einen überdimensionalen Sessel aus, in dessen üppigen, samtigen Polstern ich beinahe bis zu den Ohren versank, nahm mein Buch zur Hand und harrte der Dinge, die da wohl kommen mochten. So nach und nach trudelte ein gutes Dutzend Mädels und Jungs ein, lebhaft, aufgeweckt, blitzgescheit, humorvoll, geistreich und ausgesprochen wohl erzogen. Bereits nach wenigen Sätzen löste sich mein kleines bisschen Nervosität. Bevor ich mich versah, war ich so richtig in Fahrt gekommen, mit glühenden Wangen und gestikulierend teilte ich meine Geschichten mit. Ich konnte fühlen, wie ich die Zuhörer in meinen Bann ziehen, mit ihren Stimmungen auch ein wenig spielen konnte, wie es mir gelang, Spannung aufzubauen, zu steigern und mit einer Pointe wieder zu lösen. Ich erfreute mich so sehr an der Gesellschaft dieser Menschen. Ich las Erzählung um Erzählung, viel mehr, als ich eigentlich geplant hatte, zwischendrin schmausten wir Kuchen, plauderten, tauschten uns aus, diskutierten wir…

… Als meine Lesung ein Ende fand, war es bereits ein Uhr nachts. Ungemein müde aber auch sehr, sehr glücklich und zufrieden kuschelte ich mich auf einer breiten Couch in den Schlafsack, lauschte noch ein Weilchen dem Treiben auf Dresden’s Straßen und schlummerte dann einem neuen Tag – und einer neuen Geschichte! – entgegen…

Danke!…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , am Januar 24, 2011 von shelkagari

… Liebe Mädels und Jungs von der Studenten-WG des Arion Dresden!

Ich möchte mich ganz, ganz, ganz herzlich bei Euch für dieses wundervolle Wochenende, die vielen guten Gespräche, den leckeren Kaffee, Tee und Kuchen, die schönen und zahlreichen neuen Eindrücke, kurz, für Eure Großzügigkeit und Gastfreundschaft bedanken! Es ist mir eine Ehre und Freude gewesen, dass ich in Eurer Mitte weilen durfte!…

… Liebe Grüße aus München!…

Der Freitags-Füller…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , am Januar 21, 2011 von shelkagari

… Die Vorgaben sind wie immer fett gedruckt…

1. Gestern beim Einschlafen habe ich wie schon ungezählte Male zuvor Mieze Smokey’s behaglichem Schnurren gelauscht.

2. Meine Wohnung ordentlich auf Vordermann bringen könnte ich auch mal wieder.

3. Wer macht eigentlich hier im Haus immer den Lift kaputt!!! Menno!!! Nach Kurzurlaub beim Einkaufen die schweren Tüten das Treppenhaus hoch wuchten macht wahrlich keinen Spaß!!!

4. Früher dachte ich immer, wie schön es doch die Erwachsenen hätten. ;-)

5. Einerseits komme ich ganz gut damit zurecht, dass ich keinen „fahrbaren Untersatz“ habe, aber andererseits fehlt mir ein Auto doch manchmal sehr.

6. Diverse Sorten schwarzen Tees und Schokolade habe ich immer im Haus.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein bisserl Zappen durch die „Fernsehlandschaft“ und ein gutes Buch, morgen habe ich eine Reise ins schöne Elbflorenz geplant, denn da darf ich abends eine Lesung aus meinem Buch „Die Spanschachtel“ vor hoffentlich zahlreichem Publikum halten, und Sonntag möchte ich, geführt von einer lieben Mitbloggerin, die herrliche und interessante Stadt an der Elbe erkunden.

Vermischtes…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , am Januar 13, 2011 von shelkagari

… Am 22. Januar habe ich eine Lesung aus meinem Buch „Die Spanschachtel“ in Dresden, organisiert von der lieben Gunny. Dieses „Event“ ist eigentlich bereits für Anfang Juli geplant gewesen, doch da kamen mir zwei Jobs und sehr lieber Besuch von Fudelchen und Ruthie dazwischen…

Ich bin leider als Vorleserin nicht so der Hit, wie ich im Herbst 2009 während etlicher Abende im „Fresh Bagels and Muffins Coffee Shop“ fest stellen musste. So trainiere ich nun täglich eisern mindestens eine halbe Stunde lang das Vortragen meiner Geschichten. Mieze Smokey mag dies gar nicht, aus welchen Gründen auch immer. Sobald ich meine Stimme erhebe, erwacht sie, selbst wenn sie sich im Tiefschlaf befindet oder schmatzend und mit zuckenden Pfötchen träumt, und beginnt, mich unruhig und laut maunzend zu umkreisen, dabei wirft sie mir äußerst missbilligende Blicke zu…

… Heute Nachmittag hatte ich ein Vorstellungsgespräch in einem kleinen aber schmucken Restaurant etwas außerhalb Münchens. Man hat sich dort auf die Zubereitung von Steaks spezialisiert. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich ein Hotel und eine Dependance von Microsoft. Hotelgäste und die Damen und Herren der „oberen Etagen“ des IT-Giganten würden den Hauptanteil der Klientel ausmachen, mit welcher man zu tun hätte. Während der Unterhaltung stellte sich heraus, dass die Chefitäten des Lokals früher einmal über zwanzig Jahre lang eine große und angesehene Münchner Wirtschaft geleitet hatten. Außerdem sind sie Duzfreunde eines meiner ehemaligen Arbeitgebers. Wir haben einen Termin zum Probearbeiten am nächsten Dienstag vereinbart. Schaun ma mal, wie sich das so entwickelt…

… Was habe ich heute Abend zwischen halb und viertel nach Acht in Erinnerungen geschwelgt! Ich stolperte beim Zappen zufällig auf „ARTE“ über eine Sendung namens „Strandspaziergang“ – es ist eine gar wunderbare, bunte, lebensvolle, aber auch durchaus kritische Dokumentation über Waikiki Beach gewesen. Hier kann man das Video abrufen, ich glaube, ich tue mir das gleich noch einmal an – weil’s gar so schön und interessant gewesen ist. Und danach werde ich vielleicht noch ein Weilchen in meinem Fotoarchiv und den vielen, vielen, vielen Fotos von Oahu, Hawai’i stöbern. Und träumen…

 

 

Der Fremde…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Gesellschaft, Inspiration, Menschen, Religion, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , am Dezember 24, 2010 von shelkagari

… Freitag Abend. Es ist Winter. Die bunt bedruckten Vorhänge sind zugezogen. Draußen fallen sachte und leis dichte Schneeflocken. Manchmal wird die Tür zur Gaststube aufgerissen, dann fährt ein eisiger Windhauch herein und macht schaudern. Der Kachelofen bullert. Unter den mächtigen Deckenbalken treiben graue, dichte Tabakschwaden.

Erneut schwingt die Tür auf. Ein Fremder tritt ein. Er ist barhäuptig. Auf seinem dichten, dunklen Haar, welches ihm fast bis auf die Schultern fällt, schmilzt der Schnee zu kleinen, glitzernden Tautropfen. Der Fremde zieht sich ohne viel Umstände einen Stuhl heran und nimmt am bereits dicht besetzten, runden Stammtisch Platz. Die Einheimischen stutzen und murren verhalten. Freilich sind sie zu den Auswärtigen freundlich und zuvorkommend, sie verdienen in der Saison ja schließlich gutes Geld mit ihnen. Aber hier und jetzt wünschen sie, unter sich zu sein, und jeder ungebetene Eindringling weckt ihren Unwillen und ihr Misstrauen.

Der Mann jedoch lässt sich dadurch nicht beirren. Er ist von mittlerer Größe, schlank, ja beinahe asketisch sehnig. Er trägt einen Vollbart, seine Gesichtszüge sind nicht sonderlich bemerkenswert  oder markant, doch ein seltsames Leuchten und Strahlen in seinen Augen, eine liebevolle, friedfertige, kluge Wärme, die von ihm ausgeht, machen ihn schön. Er bestellt bei der Bedienung ein dunkles Bier, ein Tellergulasch und eine Semmel dazu und kümmert sich nicht um die scheelen Blicke, die ihn nach wie vor streifen. Er ist bescheiden und still und bald finden die Gespräche um ihn herum wieder ihren Fortgang.

Er isst seine Mahlzeit bedächtig und voll Genuss. Als seine Hände über dem tiefen Teller auf eine seltsam anrührende und andächtige Weise die Semmel brechen, rutschen die Manschetten seines schlicht gearbeiteten Hemdes zurück und entblößen an den Handgelenken zwei frisch verheilte Narben.

Er hat fertig gegessen und lehnt sich zurück. Die Bedienung räumt das Geschirr ab. Er lächelt ihr zu, schenkt ihr ein paar nette Worte und lobt die Kunst des Kochs. Unauffällig fügt der unbekannte Gast sich in die Unterhaltungen ein, die da am großen, blank gescheuerten Stammtisch geführt werden. Er bringt den Aufbrausenden zur Räson, der mit seinem Hofnachbarn wegen eines angeblich gefälschten Grundbucheintrags hadert, tröstet den Witwer, der den Kummer über seine allzu plötzlich verstorbene Frau vergeblich in Bier und Schnaps zu ertränken versucht, trennt und versöhnt die zwei jungen Streithähne, welche sich nach einem verlorenen Kartenspiel beinahe in die Haare geraten wären. Er lacht herzhaft über die derben, aber gutmütigen Späße eines Almbauern. Seine Worte sind schlicht und einfach und dringen jedem bis tief ins Herz. Ein heiterer Friede legt sich über die malerische Gruppe im holzgetäfelten Winkel.

Zwei Urlauberfamilien treten ein und nehmen an den Nebentischen Platz. Sie sind erschöpft von der langen und anstregenden Fahrt durch den düsteren Winterabend und bestellen ein spätes Nachtmahl. Bald haben sich die Kinder dem Zugriff ihrer Eltern entzogen, sie drängen sich an die Knie des sonderbaren Fremdlings und sehen mit glänzenden Augen zu ihm hoch. Er nimmt sie zärtlich auf, streicht ihnen übers Haar, herzt sie und scherzt mit ihnen. Auch der Wirtshaushund, ein frecher Dackel, kommt auf seinen krummen Beinchen angewackelt und macht Männchen, will ebenfalls auf den Schoß genommen und gekost werden. Noch nie hat eine so greifbar tiefe Harmonie in der Stube geherrscht. Sogar das Licht scheint heller zu strahlen als sonst.

Da zahlt der Unbekannte, steht auf und schickt sich an zu gehen. An der Tür wendet er sich noch einmal um und hebt die Rechte wie zum Segen. Dann hat ihn das Dunkel der Nacht nach wenigen Schritten bereits verschluckt, als wäre er lediglich eine spukhafte Erscheinung gewesen. Noch lange im Banne seiner Ausstrahlung, seiner Worte, die tief in unseren Seelen nachhallen, sitzen wir da und blicken uns an. In all unseren Augen ist dieses verwunderte, verzauberte Leuchten, wie reich bescherte Kinder fühlen wir uns. Und dann verstehen wir…

Viele der überlieferten Szenen aus seinem Leben spielen sich beim Essen und Trinken ab. Wann immer sich Menschen zusammen finden zum ehrlichen, wonnigen Genießen, Lachen, Scherzen, fried- und geistvollem Diskutieren, liebevollem Beisammensein, in einer Bar, am Stammtisch, auf einer Berghütte, zwischen den eigenen vier Wänden, da ist er nah und schenkt uns seine Liebe.

Jesus Nazarenus Rex Judaeorum…

Aus meinem Buch „Die Spanschachtel“

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Ich wünsche euch allen von Herzen ein Frohes, liebevolles, harmonisches, geruhsames Weihnachtsfest!


 

Die Buchstabenabstauber…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Inspiration, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , am Dezember 2, 2010 von shelkagari

… Zwischen den Deckeln vieler kostbarer, guter und lesenswerter Bücher lebt unbehelligt und unentdeckt ein kleines, merkwürdiges Völkchen: die N’gniggig’naggs. Sie sind dermaßen winzig, dass sie zwischen zwei Buchseiten stabhochspringen könnten, man bräuchte schon ein äußerst starkes Mikroskop, um ihrer ansichtig zu werden. Die N’gniggig’naggs sind von gar drolliger Gestalt, sehr hager, kurzbeinig, mit gekrümmten Rücken und fässchenförmigen Bäuchlein. Auf dem Kopfe mit raubvogelähnlichem Profil tragen sie keine Haarpracht, sondern ein Federkrönchen, wie ein Wiedehopf, aus dem rundlichen Steiß entspringt ein imposant geschwungener Federschweif, dem eines Pfauen gleichend. Ihre Augen sind über die Maßen groß und tiefdunkel, sanft schimmernd, von betörender Schönheit, die Ärmchen, Patschhändchen und -füßchen wirken schwächlich, verfügen aber über enorme Kräfte…

… N’gniggig’naggs sind von morgens früh bis abends spät damit beschäftigt, mit Hilfe ihrer Federschweife die aufgedruckten Buchstaben abzustauben, um belesenen und wissbegierigen Menschen ihre geliebten Bücher zu erhalten. Durchblättert man versehentlich ein Werk, welches sie grade zu säubern in Begriff sind, lassen sie sich blitzschnell in die Spalte zwischen den einzelnen Seiten rutschen, um sich dort geschickt zu verbergen. Wenn sie mit der Reinigung eines Buches fertig sind, was nicht sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, denn sie sind ausgesprochen zahlreich, sehr fleißig, umsichtig und gewissenhaft, versammeln sie sich auf einem der Staubkörner an der Oberseite des Einbandes. Dann bringen sie ihre prachtvollen Federn zum Rotieren und das Staubkorn zum Schweben. Und reisen so zum nächsten Werk…

… N’gniggig’naggs leben ausschließlich in Gesellschaft von Menschen, die ihre gesammelten, bedruckten Güter hegen und pflegen und zu schätzen wissen. Es hält sie nicht sehr lange bei Schmutzfinken, Gesellen, die ihre Bücher mit Speis und Trank bekleckern, Fettflecken und Krümel zwischen den Seiten hinterlassen, die Blätter zu Eselsohren knicken oder gar einreißen. Dann verschwinden sie auf die gerade geschilderte Art und Weise. Für weite Reisen nehmen sie auch gerne ein kleines Plätzchen im Gefieder eines braven, kleinen Singvogels in Anspruch, sie verbergen sich im Fell treuer Hunde und blitzgescheiter Katzen…

… Meine Mieze Smokey hat mir übrigens erst unlängst von den N’gniggig’nags erzählt. Tiere können diese zwar auch nicht sehen, aber wahrnehmen. Sehr empfindsame, phantasiebegabte Menschen sind ebenfalls dazu in der Lage. Legt mal ein Ohr an eines eurer Lieblingsbücher. Und wenn ihr dann ein ganz, ganz, ganz leises „Wsch, Wsch!“ erahnt, dann wisst ihr, dass auch bei euch die Buchstaben all eurer geliebten und gehegten Lese-Schätze gewissenhaft abgestaubt werden…

… Aus meinem Buch „Die Spanschachtel“…

Kleiner Erfolg

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Inspiration, Medien, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , am März 11, 2010 von shelkagari

… Anfang des Jahres machte mich mein lieber Freund Worti auf einen Literaturwettbewerb aufmerksam, den sogenannten Uschtrin Federwelt-Preis. Zum Thema München wurden Kurzgeschichten und Erzählungen gesucht. Innerhalb dieser Vorgabe waren keinerlei Grenzen gesetzt, man konnte Witziges genauso präsentieren wie eine böse oder satirische G’schicht, ein Liebesdrama oder einen Krimi, die Beschreibung eines Spazierganges oder einer Schicki-Micki-Party. Nach einigem Überlegen setzte ich mich voller Tatendrang an meinen Laptop, überarbeitete die Moritat vom Wiesn-Geist und reichte sie ein…

… Natürlich kreisten während der letzten Wochen meine Träume hin und wieder um die tausend Euronen Preisgeld. Was würde mir dieses in meiner Notlage helfen können! Dass sich für mich quasi von jetzt auf gleich völlig überraschend ein Minijob auftun würde, konnte ich ja nicht ahnen. Allerdings nahm ich meine Fantasien selber nicht ernst und rechnete nicht im geringsten damit, Beachtung zu finden bzw. unter die vier Besten zu gelangen…

… Innerlich mit den Schultern zuckend tat ich jedweden Erfolg beim Federwelt-Literaturwettbewerb ab und ging meiner Wege. Gestern Nachmittag bekam ich dann eine sehr freundliche E-Mail vom Veranstalter: Es wären über 500 Kurzgeschichten eingesendet worden, und meine Erzählung vom Wiesn-Geist hätte sich bereits in der engen Auswahl für die vier Preisgekrönten befunden, die Jury hätte sich aber dann doch anderweitig entschieden…

… Also keine Auszeichnung während eines Galadiners und keine Prämie. Und doch freue ich mich. Auf Anhieb – ich habe an einem solchen Wettbewerb noch nie teilgenommen – in die enge Wahl zu kommen und bei einer renommierten Jury – die sehr bekannte Amelie Fried ist ein Mitglied – etwas Anklang gefunden zu haben, ist für mich ein schöner, kleiner Erfolg. Das baut auf und zeigt mir, dass ich mit meiner Schreibe auf einem guten Weg bin. Es ist ein Ansporn, weiter zu machen. So ein bisserl habe ich bereits die nächste Konkurrenz ins Auge gefasst: Da gibt es im Frühsommer eine Ausschreibung für Kurzgeschichten über das Thema Berg. Da könnte ich locker etwas aus dem Ärmel schütteln…  ;-)

ZZ 100 – 10. Woche – 18 + 80

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Inspiration, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , am März 7, 2010 von shelkagari

… E voilá, die neuesten Zahlen in Sunny’s aufregendem und inspirierendem Zahlenzauber100-Projekt: 18 und 80 !…

… Hätte am Freitag, den 17. Februar 1922 gegen 14:00 Nachmittag der britische Archäologe Howard Carter nicht eine der spektakulärsten Ausgrabungen der Neuzeit gemacht, wäre der im Alter von grade mal 18 Jahren an einer schweren Malaria verstorbene Pharao der 18. Dynastie namens Tut-anch-Amon vermutlich auf ewig im Dunkel der Weltgeschichte verborgen geblieben…

(Quelle: Wikipedia)

… Unvergessen der Ausspruch Howard Carters zu seinem Förderer und Initiator der Ausgrabung im Tal der Könige, Lord Carnavon, als nach Jahrtausenden der erste Lichtstrahl in die Grabkammer fiel: „Mylord, ich sehe wundersame Dinge!“…

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„In 80 Tagen um die Welt“

… So lautet der Titel eines der weltberühmten Romane des wohl ersten Science-Fiction Autors überhaupt, des Franzosen Jules Verne…

… Der reiche und exzentrische Gentleman Phileas Fogg wettet mit anderen Mitgliedern des Londoner Reform Clubs, dass es ihm gelingen wird, in 80 Tagen um die Welt zu reisen, um 1870 schier ein Ding der Unmöglichkeit. Verfolgt werden Mr. Fogg und sein neu eingestellter französischer Diener Passepartout von dem übereifrigen Privatdetektiv Mr. Fix, welcher glaubt, in Fogg einen Bankräuber erkannt zu haben. Während der äußerst turbulenten Reise rettet der britische Globetrotter der jungen, indischen und verwitweten Maharani Aouda das Leben und nimmt sie in seine Obhut. Nach viel Irrungen und Wirrungen kreuz und quer über den ganzen Globus erreicht das kleine Grüppchen schließlich wieder London, jedoch zu spät, wie es scheint. Bis sich während eines Besuches bei Referend Wilson, der Fogg mit Aouda trauen soll, heraus stellt, dass der Exzentriker bei seiner Überschreitung der Datumsgrenze ja einen Tag Zeit hinzu gewonnen hatte. Drei Sekunden vor Ablauf der Frist erreicht Phileas Fogg die Räume des Reform Clubs und gewinnt somit die Wette…

Das Tischgesellschafts-Stöckchen…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Gesellschaft, Inspiration, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , am März 7, 2010 von shelkagari

… habe ich vor einer Weile beim lieben Theomix aufgegabelt: Mit welchen zehn Menschen würde ich gerne zehn bis zwölf Stunden bei Tee/Kaffee/Wein, Speisen und Gespräch verbringen?

1. Frau Genoveva Eder – meine Lieblingslehrerin während meiner ansonsten recht freudlosen Realschulzeit. Sie war eine gütige, objektive, sehr gescheite und umsichtige Klassleiterin, dass ich seinerzeit die Mittlere Reifeprüfung wenigstens halbwegs hinbekommen habe, ist zum großen Teil ihr Verdienst. Sie hat mich durch ihre warmherzige, still-heitere, und auch vornehme Ausstrahlung sehr fasziniert. Ich bewunderte sie und finde es bedauerlich, dass wir außerhalb meiner Schulzeit niemals die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Gespräch hatten…

2. Frau Margot Käßmann –  ganz einfach deshalb, weil ich sie sehr sympathisch finde, ihre Charakterstärke, ihr Auftreten, ihre Persönlichkeit mit allem Drum und Dran bewundere. Weil sie ihren Glauben deutlich spürbar mit jeder Faser ihres Wesens lebt und sich nicht in der Rüstung starrer Dogmen verschanzt…

3. Mrs. Jacqueline Kennedy-Onassis – weil sie eine echte Dame gewesen ist, elegant, liebreizend, vornehm, gebildet. Egal, was das Schicksal ihr auch aufgebürdet hatte, sie wusste es mit Würde und Haltung zu tragen. Sie war niemals plump, spielte sich niemals in den Vordergrund, stellte sich nie übertrieben zur Schau, und hatte dennoch eine so überragende Präsenz…

4. Sacajawea – als blutjunge Indianerin vom Stamm der Shoshonen begleitete sie in den Jahren 1804 bis 1806 die Expedition der beiden Forscher Lewis und Clark vom Mittleren Westen über die Rocky Mountains bis an die Pazifikküste Amerikas. Sie war im Alter von 15 Jahren an den französisch-stämmigen Trapper Touissant Charbonneau verkauft worden, der als Dolmetscher ebenfalls dem Tross von Lewis und Clark angehörte. Während der zweijährigen beschwerlichen Reise gebar sie ihren Sohn, rettete den Männern durch ihre Beherztheit und ihren Wagemut mehr als einmal das Leben und erwies sich trotz ihrer Jugend als eine ausgezeichnete Kennerin der Pflanzen- und Tierwelt. Nach ihrer Rückkehr zu ihrem Stamm verliert sich ihre Geschichte in zahlreiche Legenden, zum einen wird berichtet, dass sie kaum zwanzigjährig an einer schlimmen Krankheit verstarb, in anderen Erzählungen jedoch verlässt sie ihren Ehemann, sucht Zuflucht bei Prärieindianern in Wyoming und wird an die hundert Jahre alt…

5. Friedrich II. – Stupor Mundi, das Staunen der Welt, wurde der Stauferkaiser (1194 – 1250) seiner schier unermesslichen Wissbegierde, Neugierde und seiner den damaligen Rahmen weit sprengenden Bildung auch genannt. Er muss vor allem für die Oberhirten der Katholischen Kirche ein mehr als unbequemer Geist gewesen sein, dreimal ist er während seiner Regentschaft exkommuniziert worden. Er ließ in Salerno die erste Universität der Welt gründen, sprach mehrere Sprachen, hinterfragte alles, gab sich niemals mit vordergründigen, scheinheiligen oder nebulösen Erklärungen zufrieden. Ein Dorn im Auge war er den Kirchenfürsten vor allem deshalb, weil er dem damals haushoch überlegenen Wissen der Orientalen sehr aufgeschlossen gegenüber stand. Er ist dreimal verheiratet gewesen, hatte ungezählte Liebschaften und Affären mit ebenso ungezählten illegitimen Nachkommen. Die rätselhafte, inmitten der Landschaft Apuliens fremdartig aufragende, achteckige, achttürmige Burg Castel del Monte ist nach seinen Entwürfen erbaut worden…

6., 7. und 8. Neil Armstrong, Edwin (Buzz) Aldrin und Michael Collins – das ist ja wohl klar, dass die drei Astronauten der Apollo-11-Mission bei meiner illustren Runde keinesfalls fehlen dürfen!…

9. Hermann Hesse – ein Seelenverwandter, obwohl ich nie die Gnade hatte, ihn persönlich kennen lernen zu dürfen. Und dennoch ist er mir so sehr vertraut. Immer, wenn ich in einem seiner Werke lese – und ich besitze fast alles von ihm! – dann ist mir so, als würde ein guter Freund neben mir auf der Couch sitzen, schlank, aufrecht, elegant, im hellen Anzug, den Panama-Hut in genau dem richtigen Winkel auf dem Kopf, die wachen, nachdenklichen Augen blitzend hinter der schmalrandigen Brille, und zu mir sprechen. Ich würde ihm so gerne sagen, wie sehr ich seine Kunst des Schreibens bewundere, wie oft er mich bei meinen eigenen Schreibseleien schon inspiriert und geleitet hat, wie gut ich nachvollziehen kann, mit welcher Intensität er das Leben wahr genommen hat…

10. Dschuang Dsi – der chinesische Philosoph und Dichter, größter und bekanntester Vertreter des Taoismus, lebte von ca. 365 bis 290 vor Christus. Sein Werk „Das Wahre Buch vom Südlichen Blütenland“ ist ein schier unerschöpfliche Born an Weisheit, Kraft, tröstlichem Zuspruch und Tiefsinnigkeit. Viele seiner Ausführungen sind über 2.300 Jahre nach ihrer Entstehung von einer geradezu umwerfend verblüffenden Aktualität. Er vereinte einen messerscharfen Verstand mit sehr großer Menschlichkeit und Spiritualität und augenzwinkernden Humor. Eine beachtliche Anzahl seiner philosophischen Ausführungen finden sich, in andere Wortlaute gekleidet, in der Bibel wieder…

11. Carlos Santana – Ja, ich weiß, es sollten zehn Menschen sein. Aber ich nutze jetzt ganz einfach die künstlerische Freiheit aus, wir brauchen bei Tisch ja schließlich auch gute Musik! Ich habe das ja in etlichen früheren Posts schon erwähnt, dass die Musik von Carlos Santana einen großen Teil meines Lebens begleitet, und dass ich an diesem Menschen nicht nur seine große künstlerische Begabung schätze, sondern auch das, was menschlich über ihn zu erfahren ist. Wie gerne würde ich diesem Manne einmal dafür danken, dass er mein Leben durch seine Kreativität bereichert hat!…

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