… Ich versichere hiermit hoch und heilig, dass ich folgendes Foto, welches ich heute Nachmittag in Salzburg in der Nähe des Doms aufgenommen habe, in keinster Weise verändert bzw. bearbeitet hab’…
… Ich habe den Kerl von sämtlichen Seiten äußerst gründlich beäugt. Und ihn auch ganz direkt gefragt: “Werter Herr, wie machen Sie das?” Allerdings keine Antwort bekommen – außer einem rätselhaften Lächeln…
… wandert unser Ex-Bundesgrüß Wulff ja jetzt aus, und wird…
… Sheik in Araby…
… Ich habe ein Faible für Spike Jones & The City Slickers und ihre musikalisch-anarchistischen Blödeleien, die ihre Blütezeit zwar in den Fünfzigern/Sechzigern des letzten Jahrhunderts hatten, von mir aber keineswegs vergessen sind…
… Den Rat “Be a Clown”, hier von den legendären Marx Brothers gekonnt in Szene gesetzt, bräuchte man dem Herrn Ex-Bundesgrüß nicht mehr extra mit auf den Weg geben…
… Der 1988 gedrehte Spielfilm mit Weltstars wie Richard Dreyfuss, Sonja Braga und dem leider viel zu früh verstorbenen Raul Julia in den Hauptrollen hat, wie ich finde völlig zu Unrecht, nie den ganz großen Durchbruch an den Kinokassen geschafft…
… In der kleinen, südamerikanischen “Bananenrepublik” Parador hat der recht wenig bekannte amerikanische Schauspieler Jack Noah (Richard Dreyfuss) gerade einen Film abgedreht – die entsprechende Szene ist eine herrliche Parodie auf “Miami Vice”! – als der Diktator Alphonse Simms (ebenfalls Richard Dreyfuss) nach dem Genuss zu vieler Punas – ein verflucht starker Cocktail! – das Zeitliche segnet. Da Noah sich sehr gut darauf versteht, das Staatsoberhaupt zu parodieren, verfällt dessen rechte Hand Ricardo Strausmann (Raul Julia) auf die Idee, ihn die Rolle des Diktators nach dessen Ableben weiter spielen zu lassen, bis sich die brisante politische Situation im Lande entspannt hat…
… Anfangs agiert Jack Noah noch als sehr willfährige Marionette von Strausmann und dem paradorianischen Polit-Geküngel. Doch allmählich – nicht zuletzt beeinflusst von Simms’ ausgesprochen leidenschaftlicher, kluger und wunderschöner Freundin Madonna – erwachen sein soziales und politisches Verantwortungsbewusstsein, er zeigt zunehmend Eigeninitiative, entfernt sich in der “Gestaltung” seiner “Rolle” mehr und mehr von den Vorgaben Strausmann’s und begibt sich dadurch auf ein ausgesprochen glattes und auch gefährliches Parkett…
… Schließlich gelingt Jack Noah die Flucht aus Parador, arrangiert von einem alten Freund aus der Filmszene, und Madonna, der er inzwischen in tiefer Liebe zugetan ist…
… Zurück in New York versucht er, als Schauspieler wieder Tritt zu fassen. Als er seine Geschichte zwei Bekannten erzählt, wird ihm kein Glauben geschenkt. In der letzten Szene sieht man Madonna, die zum neuen Staatsoberhaupt Paradors ausgerufen wird und verspricht, das Land in die Demokratie zu führen…
… “Mond über Parador” ist eine ausgesprochen schwungvoll in Szene gesetzte Komödie, mit einer erklecklichen Anzahl satirischer Spitzen gegen die nach wie vor praktizierte Mittelamerikapolitik der Vereinigten Staaten, sowie die Eitelkeiten des Film- und Schauspielerhandwerks, die während der letzten halben Stunde immer mehr an Biss und Tempo gewinnt…
… Ganz wundervoll sind übrigens die Filmmusik, komponiert von dem legendären Maurice Jarre, und einer der letzten Auftritte des großartigen, kleinen Sammy Davis Jr. …
… Hier die Abschiedsszene zwischen Jack Noah und Madonna – der schönen Musik wegen…
… Im Gesichtsbuch bin ich dank der lieben Moni auf die Fotografien von Tiny People’s Wonderful World of Food gestoßen. Und diese wundervoll originellen Bilder haben mich förmlich elektrisiert. Ich wusste genau, ich würde keine Ruhe finden, ehe ich mich nicht auch darin versucht hatte. Hier sind die ersten Fotos, quasi frisch aus der Kamera:…
… Lustiges Treiben auf dem Muffins-Hügel…
… Vorsicht, Baum – ähem! – Brokkoli fällt!…
… Der Kressegarten muss auch mal wieder frisch gerecht werden…
… und die Umwelt schützen kann so ergreifend simpel sein: Man nimmt eine einfache Plastikflasche, tut Wasser und eine Spur Chlor hinein, bohrt ein Loch ins Dach, hängt dieses Behältnis auf – und hat dadurch, so lange die Sonne scheint, Licht in der Behausung, ohne Strom zu verbrauchen, ohne die Umwelt zu belasten, ohne Preistreibereien der Energiekonzerne zähneknirschend ertragen zu müssen, ohne fragwürdige Atomenergien nutzen zu müssen…
… Vor allem für die Slums am Rande der Großstädte in den Dritte-Welt-Ländern, wo vielköpfige Familien in düsteren Wellblechhütten und -verschlägen auf wenigen Quadratmetern zusammen hausen müssen, bringt die “Leuchtende Flasche” auf geradezu verblüffend einfache und auch billige Weise Licht und Helligkeit…
… Nachzulesen hier, in einem Beitrag der heutigen Sendung des ARD-Magazins “Weltspiegel”…
… a bisserl Geduld haben. Und warten können. Ein paar Jahre oder so…
… Das ist schon eine geraume Weile her, da sah ich spätabends im Fernsehen einen umwerfend schönen, heiteren, anrührenden Film mit einer sagenhaft guten Musik. Es war so etwas wie ein modernes Märchen, sehr schwung- und liebevoll in Szene gesetzt, mit dem Titel “Hear My Song”…
Voller Begeisterung erstand ich dann in New York die Video-Kassette und die dazu gehörige CD mit der Filmmusik, in Deutschland schien beides nicht erhältlich zu sein. Die Video-Kassette gab nach einer Weile den Geist auf – ich hatte sie wohl zu häufig abgespielt. Jahrelang begab ich mich im WorldWideWeb immer wieder mal auf die Suche nach einer DVD dieses so schönen Streifens, immer wieder vergebens…
… Doch vorgestern Abend fand mein beharrliches Suchen endlich, endlich, endlich ein Ende! Bei den Amazonen wurde ich mit einem Male fündig, obwohl ich auch dort immer wieder mal nachgesehen hatte. Die DVD ist bestellt, und wahrscheinlich bald schon auf dem Weg zu mir!…
… “Hear my Song”…
… Im Liverpool der achtziger Jahre betreibt der etwas windige und schlitzohrige Varietémanager Micky O’Neill das Music Hall Theatre “Heartly’s”. Er steht kurz vor dem Ruin. Mit dem angekündigten Gastauftritt eines ganz speziellen Künstlers will er seine Geldgeber noch einmal umstimmen. Er verspricht ihnen einen Abend mit dem legendären, irischen Tenor Joseph Locke, der seit einer Steueraffäre vor 25 Jahren keine Bühne mehr betreten hat, und von dem niemand weiss, wo er sich aufhält, und ob er überhaupt noch am Leben ist. Alles scheint glatt zu laufen, Joe Locke singt vor einem ausverkauften Haus, einem begeisterten Publikum, Micky’s Existenz scheint weiterhin gesichert. Jedoch wird der vermeintliche Startenor nach dem Konzert von einer Liverpooler Schönheitskönigin aus den fünfziger Jahren, mit der Joe seinerzeit eine Affäre hatte, als Schwindler und Doppelgänger enttarnt…
… Micky verliert alles, das “Heartly’s” wird geschlossen, seine Verlobte Nancy, Tochter der Ex-Geliebten Mr. Locke’s, verlässt ihn. Er macht sich auf den Weg nach Irland. Mithilfe seines langjährigen Freundes Fintan O’Donnells, einem Konzertmanager, will er nach dem untergetauchten Künstler suchen. Es gelingt den Beiden auch tatsächlich, den von ungezählten Geheimnissen umwobenen Sänger aufzustöbern und zu einem Auftritt in Liverpool zu überreden…
… Am Ende des furiosen und großartigen Auftritts im völlig herunter gekommenen “Heartly’s” soll Joseph Locke von der Steuerpolizei verhaftet werden. Doch es gelingt ihm die Flucht, an seiner Stelle macht man seinen Doppelgänger dingfest, der irische Startenor verschwindet in der ihn schützenden und verbergenden Zuschauermenge…
… Ned Beatty – der allerdings im Film nicht selbst singt, sondern von einem Tenor “gedoubelt” wurde – wurde für seine Darstellung des Joseph Locke 1991 für einen Golden Globe nominiert. “Hear my Song” basiert übrigens auf der tatsächlichen Lebensgeschichte des Iren Joseph Locke. Ich finde es schade, dass dieses herzberührende moderne Märchen insgesamt nur sehr wenig internationale Beachtung gefunden hat, es ist absolut sehenswert, und mit viel Liebe, Spielfreude, Phantasie und Hingabe in Szene gesetzt…