Archiv für Bodensee

Heute entdeckt…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Klamauk, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , am Dezember 3, 2011 von freiedenkerin

… während eines wunderschönen, sehr inspirierenden und lustig-harmonischen Mini-Bloggertreffens mit der lieben Claudi im vorweihnachtlichen Konstanz an meinem Lieblings-Bodensee…

… Mehr Bilder und Impressionen gibt’s dann mit Sicherheit ab morgen hier, auf Stupor Mundi, und in Stupor Mundi’s Bilderwelt

Wasserhahn…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Inspiration, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , am August 30, 2011 von freiedenkerin

… Entdeckt in Immenstaad am Bodensee – für Frau Tonari…   ;-)

Zwei Tage Paradies – Teil 4…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , am August 24, 2011 von freiedenkerin

… So gut wie in jener Nacht in diesem kleinen Hotelzimmerchen am Rande Hagnaus habe ich seit vielen Monaten nicht mehr geschlafen. Kein Radau von einer benachbarten Kneipe. Kaum Verkehrslärm. Kein nächtliches, rücksichtsloses Türenschmeissen, sondern Stille im Haus…

… Sehr ausgeruht und erfrischt hielt es mich gegen sieben Uhr morgens nicht mehr im Bett. Während ich ausgiebig duschte und mich ein wenig aufhübschte, zogen draußen finstere Wolken auf und es begann zu schütten. Ich schlüpfte auf die kleine Dachterrasse und blickte mich um. Im Westen zeigte sich ein klarer, blauer Himmelsstreif, der zusehends breiter wurde. Beruhigt ging ich nach unten und plünderte in aller Ruhe das Frühstücksbufett…

… Danach zog ich los. Gleich am nächsten Hauseck begann der Wanderweg hoch in die Weinberge…

… Die noch tief stehende Morgensonne trocknete flugs die vom Niederschlag tropfnasse Natur und brachte die schon prallen Reben zum Erglühen…

… Auf dem hügeligen Rücken oberhalb Hagnaus zieht sich ein sogenannter Wein- und Obstlehrpfad hin. Ich schritt entspannt durch eine sanft sich wellende, üppig fruchtbare Landschaft…

… Dieses Fleckerl Erde ist wahrlich wie ein Garten Eden! Manchmal hatte ich den Eindruck, die Bäume würden unter der Last ihrer Äpfel, Birnen, Quitten, Pflaumen schier zusammen brechen…

… Nahe der Obst- und Weingärten sind immer wieder erklärende Tafeln zu den einzelnen Früchten, ihrer Entstehung und Kultivierung, der besten Verwendung, der Geschmacksrichtung etc. zu finden. Ich habe auf meiner Tour von Hagnau nach Immenstaad, dem nächst gelegenen Örtchen Richtung Osten, ungemein viel Wissenswertes über Obst und Wein erfahren dürfen. Eigentlich sollte ich bei meinem lieben Obst- und Gemüsehändler einen Zuschuss für berufliche Fortbildung geltend machen…

… Zwischendrin auch immer wieder zu finden: Aufgelassene Getreidefelder und Streublumenwiesen, als Refugien für die Bienen gedacht…

… Auf halber Strecke zwischen Hagnau und Immenstaad liegt das Schloss Kirchberg, es wurde im 18. Jahrhundert als Sommersitz des Zistzerzienserklosters Salem erbaut…

… Dort zog es mich hin, zum Hohberg. Von Weinbergen umgeben machte ich es mir auf einer schattigen Bank bequem, mittlerweile war es drückend heiss geworden, ich zog das mitgebrachte Bücherl hervor und las ein wundervolles Stünderl lang Gedichte von Hermann Hesse. Ganz still war es, nur Vogelgezwitscher war zu hören, oder das Tuckern eines entfernten Traktors. Im nahen Gebüsch spielten winzig kleine Zaunkönige…

… Manchmal herbstelt es schon a bisserl…

… An der Ortsgrenze von Immenstaad ist diese wunderschöne Streublumenwiese zu sehen…

… Müde von der Wanderung durch den nunmehr glutheißen Sommertag, aber sehr glücklich, gelöst und zufrieden suchte ich mir nahe der Schiffsanlegestelle Immenstaad ein schattiges Plätzchen und schaute auf den See…

… Ich könnte das einen ganzen Tag lang machen, wirklich! Ohne auch nur einen Funken Langeweile zu verspüren!…

… Nach etwa zwei Stunden kam das Passagierschiff, ich stieg ein und ließ mich nach Lindau tragen. Meine zwei Tage im Paradies näherten sich unerbittlich ihrem Ende – rein äußerlich. Im Inneren meines Herzens dauern sie immer noch an…

Zwei Tage Paradies – Teil 3…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , am August 23, 2011 von freiedenkerin

… Auf dem Weg zur “Winzerstube”, in Hagnau direkt am Bodensee-Ufer gelegen, kam ich an dieser schön umfunktionierten, alten Destille vorbei…

… Das milde Bodensee-Klima lässt sämtliche Vegetation wuchern und grünen, das macht sogar nicht einmal vor Straßenlaternen Halt…

… Die Hagnauer Mülltonnen-Gestaltung finde ich sehr ansprechend…

… Nicht unbedingt ein Gully-Deckel im klassischen Sinne, aber sehr interessant, wie ich finde – für Frau Tonari

… Obwohl es noch früh am Abend war, hatte ich ganz großes Glück, eines der letzten freien Tischerln auf der Seeterrasse der “Winzerstube” zu ergattern. Kaum hatte ich bestellt, fragte mich der Oberkellner, ob es mir recht wäre, wenn sich mir zwei Gäste zugesellen würden. Ich stimmte zu – und hatte mit meinen Tischpartnern, einem älteren Pärchen, ganz großes Glück! Wir verstanden uns fast auf Anhieb ausgesprochen gut, schlemmten und plauderten, und genossen zwischendrin immer wieder diesen Ausblick…

… Der Zeppelin brummelte leise der untergehenden Sonne entgegen…

… Hinter den sanft geschwungenen Hügeln des jenseitigen Schweizer Ufers ging ein Heissluftballon nieder…

… Nachdem wir Drei fürstlichst geschmaust und uns ausgetauscht hatten, nahmen wir Abschied voneinander. Meine neuen Bekannten mussten bereits früh am Morgen aufbrechen. Wir versprachen uns, in Kontakt zu bleiben. Von einer Welle der Behaglichkeit und des stillen Glücks getragen schlug ich den Weg zur Schiffsanlegestelle ein. Ich wollte von dort aus den Sonnenuntergang beobachten – und mir noch einen anderen kleinen Traum erfüllen…

… Ganz sanft näherte sich die Dunkelheit, alsbald wölbte sich über dem stillen See ein bestürzend klarer Sternenhimmel. Dann ging über Hagnau der Mond auf…

… Und nach ein bisschen Warten und entspanntem Plaudern mit fremden und sehr netten Menschen, die sich auf dem Anlegesteg versammelt hatten, um den lauen Sommerabend zu genießen, konnte ich ihn mir erfüllen, den kleinen Traum: Fotografieren, wie sich das Mondlicht im Bodensee widerspiegelt…

… So ausgeglichen und zufrieden wie lange nicht mehr kehrte ich in mein Quartier zurück, trank dort noch einen kleinen Absacker, ein Achterl eines sehr bemerkenswerten heimischen Weißburgunders, und legte mich dann schlafen. Denn ich wollte am nächsten Tag beizeiten aufstehen und los marschieren, in die sanft geschwungenen Weinberge, um dort Gedichte von Hermann Hesse zu lesen…

… Fortsetzung folgt…

Geo-ABC…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , am August 21, 2011 von freiedenkerin

… Ausnahmsweise bin ich einmal bei Frau Quizzy’s virtuellem Stadt-Land-Fluss-Projekt pünktlich zur Stelle…

… Dieser Post zum Buchstaben “H” ist gleichzeitig auch die Fortsetzung von “Eine Reise ins Paradies”…

Hagnau am Bodensee

… An diesem im Grunde recht beschaulichen Dörfchen mit ca. 1.700 Einwohnern (während der Sommerzeit sind’s allerdings zehnmal so viel), das vom Wein- und Obstanbau, sowie vom Tourismus lebt, bin ich letzten Herbst schon einmal vorbei gekommen, allerdings damals lediglich auf dem Weg von Meersburg, wo ich einen unvergesslichen Nachmittag mit Claudi verbringen durfte, nach Friedrichshafen, voll der Hoffnung, mein für den kommenden Tag angekündigter Zeppelinflug würde statt finden, was dann leider, leider des hartnäckigen Nebels wegen nicht der Fall gewesen ist…

… Nun also durfte ich, einer geheimnisvollen “Einladung” eines Weinflaschen-Etiketts folgend, ein bisschen mehr von Hagnau (ca. 4 km östlich von Meersburg und ca. 17 km westlich von Friedrichshafen am Nordufer des Bodensees gelegen) kennen lernen…

… Solche Körbchen mit Erzeugnissen aus den heimischen Obstgärten findet man rund um den Bodensee zur Zeit quasi an jeder Straßenecke. Ich finde das Vertrauen der Ansässigen stets so wunderbar, man bietet die Früchte, den Honig, die Marmeladen, Schnäpse und Liköre aus eigener Produktion ganz simpel auf einem Bier- oder Tapeziertisch vor dem Haus feil. Und stellt eine Art Kasse dazu. Mit einem Schildchen, was wieviel kostet. Und dann setzt man auf die Ehrlichkeit der Passanten. So etwas wäre hier in München undenkbar…

… Schöne Zunftschilder…

… Lebenslustig-weise Sprüche an einer Fachwerkhaus-Fassade…

… Vor dem mächtigen Anwesen “Drei Löwen” ist der sehr sorgfältig gestaltete Brunnen “Schneeballen” zu sehen, eine von etlichen Gedenkstätten für den wohl berühmtesten Bewohner Hagnau’s. Davon alsbald ein bisserl mehr…

… Sowohl inmitten eines Weinbergs als auch im Ortszentrum gelegen: Die spätgotische Pfarrkirche St. Johann Baptist. Der ca. 48 mtr. hohe Turm stammt teilweise noch aus der romanischen Zeit. Schiff und Chor wurden 1729 barock umgebaut…

… Von den regional sehr berühmten Schnitzfiguren fehlt seit dem Jahre 1963 die des Evangelisten Johannes. Nach einem Jahrhunderte alten Brauch wird sie bei jeder “Seegfrörne” – wenn der Bodensee vollständig zugefroren ist – zwischen Hagnau und der Ortschaft Münsterlingen am Schweizer Ufer in feierlicher Prozession über das Eis getragen. Es kann noch sehr, sehr, sehr viele Jahre dauern, bis die Heiligenfigur wieder an ihren angestammten Platz im Hagnauer Kircherl zurück kehren kann…

… Einst wurde das weitläufige Anwesen mit der Tordurchfahrt “Weingartner Hof” genannt, heute sind darin sowohl das Rathaus als auch der ortsansässige Winzerverein untergebracht. Links neben der Durchfahrt ist ein Denkmal des populärsten Hagnauer Bürgers zu sehen, des Pfarrers Heinrich Hansjakob, einer ausgesprochen interessanten, schillernden, auch zwiespältigen und umstrittenen Persönlichkeit. Er wirkte von 1869 bis 1884 als Dorfpfarrer, und machte sich zudem als Heimatschriftsteller und Kommunalpolitiker einen bis heute in der Region unvergessenen Namen…

… Dr. Heinrich Hansjakob gründete 1881 in Hagnau die erste Winzergenossenschaft Badens und verhalf somit den einheimischen Weinbauern zu angemessenen Preisen für ihre sorgsam kultivierten Rebsorten…

… Zurück am kleinen Hagnauer Hafen durfte ich einige Viechereien beobachten:…

… “Mama, Mama, i hab soooooo Hunger!” – “Na, guat, des oane Moi gib’ i dir no was ab, aber in Zukunft holst da dei Futta selba.”…

… “Pffff! Wenn i nix von deiner Eiswaffel hab’n derf, dann bin i halt beleidigt!”…

… Himmelsspinne…

… Wie im Paradies, so wachsen einem beim Bummel durch Hagnau die Früchte beiderseits der Gässchen förmlich in die Hände…

… Allmählich packte mich auf meiner Tour durch das Dorf ein gesunder Hunger, ich hatte seit dem opulenten Sandwich in Lindau nichts mehr zu mir genommen, und das war nun schon eine geraume Weile her. So machte ich kehrt und spazierte zurück zum See, um es mir auf einer gemütlichen Terrasse gut gehen zu lassen…

… Fortsetzung folgt…

Zwei Tage Paradies (Teil 1)…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , am August 19, 2011 von freiedenkerin

… Ich beschloss, mich auf der am Mittwoch Morgen angetretenen Spontanreise so richtig zu verwöhnen. Daher legte ich auf das normale Bayern-Ticket für 21 Euronen noch einen Zehner drauf, und vergönnte mir ein Abteil in der Ersten Klasse. Pünktlich und zügig brachte mich der ALEX quer durch das wunderschöne, hochsommerliche Voralpenland nach Lindau im Bodensee…

… Dort meldete sich nach dem Lösen einer Karte für die Bodensee-Schifffahrt ein kleines Hüngerchen. Noch etwa eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt der “Konstanz”, mehr als Zeit genug für eine Brotzeit in Frau Landgeflüster’s und meinem Lindauer Lieblings-Laden: “37 Grad”, im Bahnhofsgebäude direkt am Hafen gelegen…

… Dort ist auch meine Uhr Nr. 23 für Frau Waldspecht’s Uhrenprojekt zu finden…

… Nicht nur mir lief bei dem formidablen und sehr üppig belegtem Sandwich das Wässerchen im Munde zusammen…

… Herzhaft mampfend bekam ich mit, wie der große bayerische Löwe am Hafeneingang zu schimpfen begann: “Sch….t’s ma ja net auf’n Kopf, ös zwoa!”…

… Die “Konstanz” lief ein, machte fest, ich ging an Bord und ließ mich – wie üblich – auf meinem “Stammplatz” auf der lang gezogenen Holzbank an der Steuerbordseite nieder. Sobald das große Passagierschiff das Hafenbecken verlassen hat und in einer lang gezogenen Kurve hinaus strebt auf das weite, weite Blau des Sees, geht mir jedesmal das Herz so sehr auf, ich bin eine kleine Weile lang schier fassungslos vor Freude. Ich liebe dieses Fleckerl Erde, wie sehr, dafür gibt es gar keine Worte…

… Flippige, schwimmende Party-Insel…

… Da scheint einer auf dem Wasser zu marschieren, wie das seinerzeit vor fast zweitausend Jahren schon mal jemand gemacht hat…   ;-)

… Straße verfehlt?…

… Seezeichen und Haus am See – farblich sehr gut aufeinander abgestimmt…

… Wassergeister tanzten an der Seite des Schiffs entlang…

… Bei der Gestaltung schwimmender Party-Inseln sind der Phantasie wohl kaum Grenzen gesetzt…

… Schönes Ruheplätzchen…

… Da wäre ich am liebsten ins Wasser gehüpft, um mit zu plantschen und zu rutschen…

… Wilder Banana-Boat-Ride…

… Das erste Ziel meiner Reise ins Paradies: Das Winzer- und Fischerdörflein Hagnau…

Das Etikett auf einer Weinflasche…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , am August 18, 2011 von freiedenkerin

… ließ mich ganz spontan auf eine zweitägige Reise gehen…

…Hagnauer Sonnenufer, Müller-Thurgau, Qualitätswein, Bodensee – Baden…

… Es ist ein kleines Ritual für mich geworden, nach meinen Bodensee-Ausflügen in der kleinen Buch- und Weinhandlung im Lindauer Bahnhof ein Fläschlein dieses Rebensaftes zu erstehen, als flüssige Erinnerung an einen weiteren schönen Tag an meinem Großen, Schönen Lieblingssee…

… Irgendwie bin ich gestern, obwohl mir zwei freie Tage bevor standen, bereits um sechs Uhr morgens putzmunter gewesen. So habe ich mich daran gemacht, leere Flaschen in meinen Rentnerporsche zu packen, um sie im Laufe des Tages zu entsorgen. Dabei geriet mir auch ein leer getrunkenes Exemplar des “Hagnauer Sonnenufers” in die Hände…

… Eine Viertelstunde später hatte ich via Internet eines der letzten freien Zimmer im Bodenseedörflein Hagnau nahe Meersburg gebucht. Ich packte meinen Rucksack mit frischer Unterwäsche, einem T-Shirt, einem Paar Socken, dem “Kulturbeutel”, Digicam, zwei Reserve-Akkus, Bodensee-Wanderkarte, Bodensee-Führer, Geldbeutel, Kreditkarte, Sonnencreme und Sonnenbrille, einem Gedichtband mit Werken von Hermann Hesse – seit langem schon träume ich davon, in einem Weinberg nahe des Bodensees zu sitzen und Poesie von Hesse zu lesen! – und machte mich völlig spontan auf die Socken…

… Berichte und Fotos gibt’s während der nächsten Tage…

Tick-Tack (20)…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , am Juli 15, 2011 von freiedenkerin

… Bei Frau Waldspecht’s Uhrenprojekt hat nun schon die zwanzigste Stunde geschlagen! Dafür habe ich die Uhr des Unteren Turms im schönen Meersburg am Bodensee ausgewählt…

Bodensee – zu Wasser und zu Lande (3)…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , am Juli 11, 2011 von freiedenkerin

… Da wachsen sie heran, die leckeren Tröpfchen. Ich kann sie voller Vorfreude bereits sanft über meinen Gaumen rieseln fühlen…

… Blick vom Rastbankerl aus auf den See…

… Da hat irgend Jemand vorausschauend und mildtätig eine eiserne Reserve für vom Durst geplagte Seelen aufgehängt…

… Da könnt’ ich’s durchaus aushalten…

… Ein Weinberg-Cam-Underfoot…

… Während die Spätnachmittagssonne ihm den schwarz gefiederten Rücken bescheint, trällert Maestro Amsel hingebungsvoll sein Lied…

… Wie im Schlaraffenland wachsen einem auf dem Weg die süßen Früchtchen fast direkt ins Goscherl hinein…

… Auch dieses Häuschen würd’ ich mir als Wohnsitz gern gefallen lassen – des Nachts kein Kneipenlärm bis zum Morgengrauen, kein Straßenverkehr ohne Ende, nur das Rauschen des Seewinds in den Bäumen und Büschen, und das sanfte Spiel der Wellen am nahen Ufer…

… Das Hagnauer Ortswappen…

… Friedlich zieht der Zeppelin über den Weinbergen seine Bahn…

… Letzter Blick auf den schönen, großen See…

Bodensee – zu Wasser und zu Lande (2)…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , am Juli 9, 2011 von freiedenkerin

… Nach etwa zweieinhalb Stunden gemütlicher Dampferfahrt war Meersburg erreicht…

… Hier verließ ich die “Konstanz”, wandte mich allerdings nicht dem malerischen Städtchen zu, sondern begann, Richtung Hagnau zu wandern…

… Unterwegs traf ich gar fleißiges Bienchen- und Hummelvolk, eine Bachstelze, die ihrem Nachwuchs grade Unterricht im Weichtierjagen erteilte, und der betörende, unvergleichliche Duft des nahe der Therme Meersburg üppig wuchernden Lavendels ummantelte mich ein Weilchen…

… In bunten Scharen hatten sich Bade- und Sonnenhungrige auf den Uferwiesen versammelt…

… Aus dem dornigen, grünen Dickicht strahlten die Hagebutten hervor, manche so groß wie Kinderfäuste…

… Streublumenwiese in ihrer herrlich bunten Vielfalt…

… Hach ja, ist das nicht immer wieder traumhaft – Palmen, Segelboote, blaues Wasser, strahlender, wolkenloser Himmel, Sommerwärme…

… Weinberg-Symetrie…

… Auf knapp der Hälfte des Weges zwischen Meersburg und Hagnau liegt inmitten von Obstgärten und Weinbergen das stattliche Gut Haltnau. Von diesem gibt es eine recht originelle Sage: Es gehörte dereinst, vor vielen, vielen Jahren, der Jungfer Wendelgard. Sie hatte bereits in früher Jugend ihre Eltern verloren, war klug, belesen, umsichtig, gebildet und gutherzig. Doch anstelle einer wohl geformten Nase und schön geschwungener Lippen hatte sie – Gott sei’s geklagt! – einen Schweinsrüssel! Diese Missbildung machte sie einsam, sehr einsam…

… Eines Tages kam Wendelgard eine zündende Idee: Wenn die Honoratioren der Stadt Meersburg sie jeden Sonntag Mittag zum Mahl besuchen, einige Stunden Zeit mit ihr verbringen, und sie zum Abschied küssen würden, würde sie ihnen ihr Anwesen vermachen. Den oberen Herren grauste es aber so sehr vor dem Schweinsrüssel der Jungfer, dass sie diesen großzügigen Handel hochfahrend und hämisch ablehnten…

Daraufhin wandte Wendelgard sich an die Obrigkeiten in Konstanz. Und siehe, dort war man weniger arrogant! Von nun an musste die Jungfer zumindest an Sonntagen nicht mehr alleine speisen, gute Gespräche, Lachen, Frohsinn und angenehme Gesellschaft hielten Einzug in Haltnau…

… Die Jungfer Wendelgard hielt Wort: Nach ihrem Tode – sie wurde über neunzig Jahre alt – fiel das wohl bestellte und reiche Gut der Stadt Konstanz zu. Und deren Eigentum ist es bis zum heutigen Tage…

… Fortsetzung folgt…

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