
25. Januar 2009 – zweiundzwanzigstes Bild, ca. 21.00 Uhr abends.
Heut habe ich der Haltestelle erzählt, daß der Haltesteller gestern, als wir uns umärmelt hatten, daß heißt, ich sie, herüber gelinst hatte. Und daß das irgendwie ein Zeichen der Hoffnung ist. Daß er da doch irgendwo eine Spur von Interesse hegt. Vielleicht sogar Zuneigung. Daraufhin haben meine Haltestelle und ich den ganzen Tag über “Brainstorming” gemacht. Weil wir beschlossen haben, dem Haltesteller einen Brief zu schreiben. Der ist nun fertig und schon aufm Weg. Wir haben uns mit dem Brief gaaaaanz viel Mühe gegeben:
Liaba Haltesteller,
Du stehst da drüb’n schlank und schön,
tuast aba nia zu mia umi seg’n.
Dabei woaß i ganz g’wiss,
daß Du da Richtige füa mi bist.
Wia tat’n mia guat z’samma pass’n!
Tats’t nia mehr wieda von mia lass’n!
Wend ab dei G’schau von dera Halteverbot,
i denk, des tuast eh bloß zwecks da Not.
Die passt gar nia net zu Dir, des is g’wiss,
weil sie net wia i so blitzsauber is.
Jetzt frag i di ganz frank und frei,
ohne Hemmung und a ohne Scheu:
Mach’n i und Du
vielleicht amoi a Rendesvouz?
Liebe Grüße,
dei Haltestelle













