Archiv für die Kategorie 1-Objekt

30 – Tage, 30 – Bilder, 1 – Objekt (für Moritz Meerkat)

Veröffentlicht in 1-Objekt, 30-Bilder, 30-Tage mit den Tags am Januar 15, 2009 von freiedenkerin

Das gleiche Drama spielt sich bei der Aktionsseite für den herzallerliebsten Moritz ab. Darum auch hier das heutige Bild als Post auf meiner Hauptseite.

 

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15. Januar 2009 – zwölftes Bild

Frauchen, liebes Frauchen, ich weiß nicht, ob diese Wurst da überhaupt gut für dich ist. Weißt du, ich bin doch deine Vertraute und damit auch deine Vorkosterin. Ich fahr’ jetzt mal gaaaanz vorsichtig mein Samtpfötchen aus und hol’ mir das klitzekleine Blättchen Wurst von deinem Brot. Und dann probier’ ich die mal. Schau, Frauchen, liebes Frauchen, ich mein’s ja nur gut mit dir. Nicht, daß du dir noch deinen Magen verstimmst oder so was. Dann liegst du nämlich flach und kannst nicht einkaufen gehen. Und ich muß dann hungern, ich armes, armes, kleines Ding. Noch mehr hungern, als jetzt schon…

30 Tage – 30 Bilder – 1 Objekt

Veröffentlicht in 1-Objekt, 30-Bilder, 30-Tage mit den Tags am Januar 15, 2009 von freiedenkerin

Aus mir völlig unerklärlichen Gründen kann ich meine Fotoaktions-Seite heute nicht bearbeiten. Mir ist beim Aufrufen von Texten und Bildern innerhalb der letzten halben Stunden zweimal mein ansonsten so zuverlässiger Schlepptop abgestürzt. Darum poste ich das heutige Bild plus von mir dazu gegebenem Senf auf meiner Hauptseite.

 

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15. Januar 2009 – zwölftes Bild, ca. 20.00 Uhr abends

Als ich nach einem sehr erbaulichen Gespräch mit meinem Schriftstellerfreund Johannes vorhin nach Hause strebte, winkte mich blinkend die Taxirufsäule zu sich: “Pssst! Komm, schnell, bevor der Lolli dort in seiner Kutsche aufwacht und aussteigt! Ich hab’ Neuigkeiten für dich!” Ich ließ mich selbstredend nicht zweimal auffordern und huschte zu ihr. Immer noch blinkend und blitzend raunte die Taxirufsäule: “Jetzt stell’ dich mal in die dunkle Hintertür vom Schellingsalon. Und dann spitz’ deine Lauscher. Da wirst du was zu hören kriegen, das sag’ ich dir!” Der Taxifahrer-Lolli wachte zusammen zuckend auf und bequemte sich aus seiner Droschke. Bevor er meiner ansichtig werden konnte, verschmolz ich mit dem finsteren Lieferanteneingang. Und dann, nach ein paar atemlos verbrachten Minuten, hörte ich es. Das Lied meiner Haltestelle:

“Mein Herz ist, ach, so schwe – e – e – er.

Denn ich liebe dich so se – e – e – hr.

Du stehst da drüben schlank und rank,

Hochgewachsen und blitzeblank.

Doch du siehst niemals zu mir he – e – e – er.

Deshalb ist mein Herz so schwe – e – e – er.

Ich möcht’ dich knuddeln, in die Arme schlie – e – e – eßen,

Und auf ewig dich nur kü – ü – ü – üssen.

Damit ich net immer heulen mu – u – u – uß,

Sing ich den Haltestellen-Blu – u – u – ues.”

Meine arme, arme Haltestelle! Jetzt weiß ich, was ihr fehlt! Sie hat Liebeskummer! Jetzt weiß ich auch, was dieser ominöse rote Fleck auf ihrer sonst so makellosen LED-Anzeige vor ein paar Tagen bedeutet hat: Ihr tapferes Haltestellen-Herz glüht! Vor Liebe! Seufz!

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