Gefährliches “Andenken”…

… an den Zweiten Weltkrieg…

… Um ca. 22:00 Uhr wurde in München-Schwabing per Fernauslöser eine über 250 kg schwere Fliegerbombe zur Sprengung gebracht, die am Montag Abend in den Trümmern eines abgerissenen ehemaligen Szene-Lokals gefunden worden war, und nicht entschärft werden konnte. Über 2.500 Anwohner wurden evakuiert und müssen nun die zweite Nacht in Notunterkünften verbringen, Tausende weiterer Münchner dürfen vorerst ihre Wohnungen nicht verlassen…

… Seit der Zündung des Blindgängers scheint in Schwabing das Chaos zu herrschen, mehrere Dachstühle sind in Flammen aufgegangen, auch ein Wohn- und Geschäftshaus soll brennen. An etlichen Häusern werden schwere Schäden befürchtet…

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bombenfund-in-schwabing-az-liveticker:-bombe-gesprengt-daecher-in-flammen.0db9be54-42ba-48a5-a7ad-3e7584954b17.html

… Solche Geschehnisse, die sich nach wie vor auch beinahe siebzig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg in deutschen Städten zutragen, sollten eigentlich jedem Kriegshetzer zu denken geben. Noch immer können Fundstücke aus jenen Tagen Angst und Schrecken unter den Menschen verbreiten…

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/rundschau/fliegerbombe-muenchen-100.html

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39 Antworten zu “Gefährliches “Andenken”…”

  1. Ich hab das gestern in den Nachrichten gesehen. Da ist ja wohl einiges schief gegangen, sah jedenfalls ziemlich bedrohlich aus, wie die Feuerschwaden da gen Himmel gestiegen sind.
    Bei uns vor der neuen Wohnung haben sie unlängst zwei solcher Dinger geborgen und das waren mit Sicherheit nicht die letzten. Auch diese Bomben, die immer noch zu tausenden verborgen in unseren Böden liegen, sind eine immer wieder währende Mahnung.

  2. Ach Du Kacke :-(
    Da haben wir mit den Blindgängern in Wilhelmsburg ja richtig Glück gehabt.
    Ich mag mir überhaupt nicht vorstellen, was da alles zu Bruch gegangen wäre, wenn der direkt vor unserer neuen Haustür auch in die Luft geflogen wäre :shock:

  3. [...] ich das und das zusammenbringe, wird mir doch etwas komisch zu [...]

  4. Steffi war heilfroh, dass sie gestern noch nicht arbeiten musste. Musstest du eigentlich auch raus? Die haben ja fast das ganze Viertel abgesperrt gehabt.

    Ist schon heftig, wie viele Bomben immer noch gefunden werden.

  5. Ich sah es auch gestern im TV.

  6. Was ich mich immer frage, was haben die damals gemacht?

    “Oh da liegt ne Bombe im Krater, na los, schütten wirs zu”, oder wie hab ich mir das vorzustellen?

    • Über zwei Drittel von München ist seinerzeit in Schutt und Asche gelegen. Neubauten wurden häufig ganz einfach auf eher notdürftig beiseite geräumte Ruinenreste gesetzt. Beim Wegräumen der Trümmer wurden großenteils die bloßen Hände und Strohkörbe verwendet, weil ja so gut wie keinerlei Baugerät vorhanden war. Dabei hat man schätzungsweise an die 2.500 Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg schlicht und ergreifend übersehen. Da steckte beileibe keine böse Absicht dahinter. Es ging den Überlebenden lediglich darum, endlich wieder ein halbwegs sicheres Dach über den Kopf, etwas zu essen und zu trinken zu haben, und sich irgendwann einmal wieder eine einigermaßen standfeste Existenz zu schaffen… Wir “Nachgeborene” können uns das bisweilen nur sehr schwer vorstellen.

  7. Auch ich habe die Bilder natürlich im Fernsehen gesehen. Da scheint ja einiges schief gelaufen zu sein. Mal sehen, was die Versicherungen sagen.

    • Jetzt, bei Tageslicht betrachtet, sieht’s schon weitaus weniger schlimm aus: Die größten Brandherde waren die Heu- und Strohballen, die man rund um die Bombe aufgeschlichtet hatte, um bei einer Spontanzündung, die ja zu befürchten war, Splitterflug so weit als möglich zu vermeiden. Die in Brand geratenen Dachstühle konnten binnen kurzem gelöscht werden. Im nahen Umkreis hat es viele Glasscheiben zerdeppert. Zu Personenschäden ist es gottlob nicht gekommen, die meisten Anwohner durften bereits wieder in ihre Wohnungen und Arbeitsstätten zurück. ;-)
      Die Versicherungen werden sich natürlich winden wie die getretenen Würmer, damit sie ja nix zahlen müssen… :mrgreen:

  8. Ich habe das gestern auch in den Nachrichten gesehen,schlimm.Ich habe auch an Dich und Wortman gedacht und gehofft dass Ihr nicht gerade in der Nähe wohnt.Von meiner Familie in Österreich mussten auch schon mal welche evakuiert werden ,wegen solcher Nachkriegs Hinterlassenschaften und ich frage mich dabei immer wie viele solcher gefährlichen Blindgänger da in Deutschland und Österreich noch rumliegen. Gottseidank sind bei Euch gestern keine Menschen zu schaden gekommen,obwohl es auch für Menschen sehr schlimm ist,deren Wohnungen zerstört wurden.Liebe Grüße Erika

    • Wie lieb von dir, dass du an uns gedacht hast! :-)
      Es hat zum großen Glück keine Verletzten gegeben, dank der Umsicht der Behörden, die sehr bald schon die Sicherheitszone von 300 Metern auf einen Kilometer erweitert haben. Es sind viele Fenster zu Bruch gegangen, und einige Geschäftsleute klagen über verdorbene bzw. zerstörte Waren. Und es wird wohl noch eine geraume Weile dauern, bis rund um die Münchner Freiheit wieder der Alltag einkehren kann. Aber alles in allem denke ich, dass München glimpflich davon gekommen ist… Die Masse an noch unentdeckten Kriegswaffen, Handgranaten und Blindgängern wird auf mehrere zehntausend Tonnen geschätzt, allein in Deutschland…
      ♥liche Grüße!

  9. Wir sind in Oranienburg fast daran gewöhnt, aber heute hatten wir es doppelt: gleich zwei Bomben mussten entschärft werden. Ich war froh, heute frei zu haben, denn viele KollegInnen mussten am Nachmittag ihre vier Wände verlassen und heute sind sicherlich etliche Schüler nicht zur Schule gekommen, weil sie gar nicht wussten, wie. Unsere Schule lag genau zwischen zwei Sperrkreisen.
    Damit alle wieder sicher heim kommen, war um 12 Uhr Schulschluss für alle.

    Was bei euch in München passiert ist, wird sicher alte und böse Erinerungen bei denen wachrufen, die diese Zeit real erlebt haben.

    LG Anna-Lena

    • Hier in München werden auch des Öfteren noch Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, diese Bombe ist allerdings schon ein besonders spektakuläres Exemplar gewesen. Ich bin heilfroh gewesen, dass ich weit genug von der Münchner Freiheit entfernt wohne. Ich mag mir das gar nicht vorstellen, wie es wäre, evakuiert zu werden, und zwei Nächte in Notunterkünften verbringen zu müssen…
      Zum Glück sind die Entschärfungen bei euch problemlos verlaufen. – Sprengmeister wäre übrigens absolut kein Job für mich…
      Bei solchen Ereignissen wird einem wieder einmal klar, wie unglaublich weitreichend die Schatten des Krieges sind…
      ♥liche Grüße!

      • Die Vergangenheit holt uns immer wieder ein und für die junge Genaration ist es sinnvoll, doch das eine oder andere aus dieser Zeit mitzubekommen und sich vielleicht auch Gedanken darüber zu machen.

        Hab eine gute Nacht, wenn auch fast vollmondig ;-)

        • Ich glaube, dass dies der einzig positive Aspekt an solchen Bombenfunden ist. Dass die jungen Menschen vielleicht ein wenig zum Nachdenken angeregt werden…
          Ich wünsche dir noch einen guten und geruhsamen Freitag!

  10. Wahnsinn, was da haette wirklich passieren koennen

  11. *Blupp!*

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