Heulen, Zähneklappern und Zensur
… Der mutige, aufrechte und beliebte Kabarettist und Schauspieler Michael Lerchenberg ist Freitag Abend von seiner Rolle als Nockherberg-Fastenprediger Bruder Barnabas zurück getreten (worden). Der Grund: Seine sehr pointierte, scharf und offen gehaltene Rede zu Beginn der diesjährigen Veranstaltung, bei der er viele Finger in viele Wunden bohrte und der anwesenden Politprominenz des Öfteren sichtbar das Lachen im Halse stecken geblieben ist. Am meisten erzürnten sich im Nachhinein die Gemüter an folgender Äußerung Lerchenbergs:
„… Alle Hartz-IV-Empfänger sammelt er (Guido Westerwelle) in den leeren, verblühten Landschaften zwischen Usedom und dem Riesengebirge, drumrum ein großer Stacheldraht – hamma scho moi g’habt. Dann gibt’s a Wassersupp’n und an Kant’n Brot. Statt Heizkostenzuschuss gibt’s von Sarrazin’s Winterhilfswerk zwei Pullover, und überm Eingang, bewacht von jungliberalen Ichlingen im Gelbhemd, steht in eisernen Lettern ‘Leistung muss sich wieder lohnen’.“…
Unter jenen, die sich über diese Worte des Kabarettisten echauffierten, war auch Frau Knobloch, Präsidentin des Zentralrates der Deutschen Juden. Das heißt, sie schrie am lautesten Zeter und Mordio – dies sei eine Verunglimpfung des großen Unrechts, welches während der Nazizeit sechs Millionen Juden angetan worden war… Frau Knobloch, bei allem Respekt, hier geht es (ausnahmsweise) einmal nicht um Sie und die Greueltaten, die Ihr Volk im Dritten Reich zu erleiden hatte! Hier geht es darum, dass Jemand die Gedanken vieler deutscher Hartz-IV-Empfänger endlich einmal öffentlich in Worte gefasst hat! Auch darum, auf die unverhohlen rechtspopulistischen Äußerungen eines sogenannten Vizekanzlers auf Kosten der sieben Millionen Menschen, die staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen müssen, aufmerksam zu machen! Darauf, dass da ein machtgeiler Politiker, der Zeit seines Lebens nicht einen einzigen Tag lang bei einem Arbeitgeber in Lohn und Brot gestanden und nicht einen einzigen vernünftigen Handschlag zuwege gebracht hat, den von Armut und sozialem Niedergang bedrohten Teil des ihm anvertrauten Volkes diskreditiert, um sich und seine Parteijünger zu profilieren und Wählerstimmen zu fangen! Das Augenmerk auf die Unfähigkeiten und Unzulänglichkeiten unserer politischen und wirtschaftlichen Obrigkeiten zu richten! Darauf, dass Deutschland zusehends einer Bananenrepublik mehr gleicht als einer weltweit angesehenen Demokratie!…
… Herr Lerchenberg hat Freitag Abend seinen Hut genommen, er wird in Zukunft die Rolle des Fastenpredigers Bruder Barnabas nicht mehr verkörpern. Der Druck auf ihn und die Brauerei, welche ihn zu diesem Zwecke engagiert hatte, sei zu groß geworden. Bei der Wiederholung der traditionsreichen Starkbierprobe samt Politiker-Derblecken und (heuer sehr schwachem) Singspiel hat sich das Bayerische Fernsehen erdreistet, die schärfsten Stellen der Rede heraus zu schneiden. Die Zensur lässt grüßen. Und macht nachdenklich. Wer von Jenen, die sich noch trauen, unverhohlen ihre Meinung kund zu tun, wird als nächster mundtot gemacht werden? Ein Urban Priol vielleicht? Ein Matthias Richling? Ein Georg Schramm? Welche Kabarettsendung wird demnächst aus den Programmen der sogenannten Öffentlich Rechtlichen verschwinden? Und wann werden die ersten politik- und sozialkritischen Blogs nicht mehr im World Wide Web zu finden sein? Und wen dürfen wir nächstes Jahr in der Rolle des Bruder Barnabas auf dem Nockherberg sehen? Vielleicht einen jener glatt gebürsteten, weich gespülten, „liberalen“ Ichlingen im Gelbhemd, von denen Herr Lerchenberg sprach, der dann den Großkopferten nach dem Munde redet und ihnen ordentlich Zucker in den A… bläst, anstatt das zu tun, was das Vorrecht des Fastenpredigers – und jeden(r) halbwegs gestandenen mündigen Bürgers(in) dieses Landes – sein sollte: Sein Missfallen und Unmut über Ungerechtigkeiten und Ungereimtheiten zu äußern, engagiert, deutlich und unzensiert…
März 6, 2010 um 1:53 am
Unsere so genannte Demokratie ist doch längst zur Demokratur verkommen. Es haben nur noch nicht alle gemerkt. Oder merken wollen; je nachdem. Die Wortklauberei an offiziellen Stellen ist kaum noch zu ertragen. Aus astreinen Kriegen werden „Friedenseinsätze“, um nur ein Beispiel zu nennen. Und wenn irgendwas gar nicht mehr wortverschwurbelt werden kann und insbesondere nicht mehr der Verfassung entspricht, wird es nicht etwa korrigiert, sondern erwägt, eben die Verfassung zu ändern. So einfach ist das …
… in einer Demokratur.
März 6, 2010 um 10:31 am
@skriptum: Auch das untätige Aussitzen auf fett gefressenen Hinterteilen erfreut sich „da oben“ ausgesprochen großer Beliebtheit. Repräsentieren statt Regieren – anstatt das dem Herrn Köhler zu überlassen, tut sich das Angela ausgesprochen groß damit – hier eine Messe eröffnen, da ein Ründchen Smalltalk mit irgendwelchen Oberbonzen… Ganz ehrlich gesagt gemahnte mich der von mir zitierte Ausspruch Lerchenbergs auch weitaus eher an die Situation der Palästinenser im Gaza-Streifen als an ein KZ… Aber so was darf man halt öffentlich nicht Kund tun… Hat man vielleicht davor Sch…, Israel’s Rüstungsaufträge zu verlieren?…
März 6, 2010 um 10:47 am
Freidenkerin, ich danke dir, und auch Frau skriptum. Nach und nach bekomme ich schon seit längerem das Gefühl, dass hier nicht nur die Demokratie schwächelt, seit dem das Land nicht mehr die Bürger des Staates DDR beeindrucken und beeinflussen muss. – Ein wenig kann ich Frau Knobloch dennoch verstehen, denn über den Arbeitslagern stand „Arbeit macht frei“ und G.W. Spruch klingt ja so ähnlich her vom Sinn. – Ich finde es so sch…, wenn Meinungsfreiheit beschnitten wird. Dochh auch diese meine Äußerung stimmt nur bedingt, denn sonst dürfte ich ja auch nichts dagegen haben, wenn die Dunkelschwarzen und die Rechtsextremen offen ihre verhetzenden Reden halten. Doch, da habe ich schon etwas dagegen.
Politik ist so schwer und so unendlich undurchsichtig und zum Teil auch grenzenlos schmutzig.
Sehr oft bin ich froh, schon ein stattliches Alter erreicht zu haben, um nicht mitzuerleben, wenn die Karre vollkommen in den Dreck gefahren wird.
Einen sehr lieben Gruß bekommst du von Clara
März 6, 2010 um 12:56 pm
@Himmelhoch: Du hast Recht, nicht nur die Demokratie schwächelt – auch wir, das Volk. Es ist wahrlich staunenswert, wie viel wir uns gefallen lassen, ohne aufzumucken… Dann hätte Frau Knobloch ihren Unmut über die Äußerungen Westerwelles allerdings diesem gegenüber äußern müssen, und nicht gegenüber dem Redner Lerchenberg. Kann es sein, dass hierzu der Mut fehlte? Dass man lieber einen Kabarettisten abwatscht und in Verruf bringt, anstatt offen Stellung gegenüber einem zusehends deutlicher nach rechts rückenden „Vizekanzler“ zu beziehen?… Die Dunkelschwarzen und Rechtsextremen dürfen sehr, sehr oft ungestraft in aller Öffentlichkeit ihre braunen Süppchen kochen, ohne dass dagegen eingeschritten wird, da werden dann die Begriffe Demokratie und Meinungsfreiheit sehr fleißig an den Haaren herbei gezogen, um Handlungslosigkeit zu rechtfertigen. Ich denke, dass Politik heuzutage so schmutzig ist wie niemals zuvor… Und wenn ein sich brav und unbescholten integrierender Schwarzafrikaner eine Bürgerinitiative ins Leben ruft, um den ungeklärten Verbrennungstod seines Freundes in einer Gefängniszelle aufzuklären, dann werden ihm vom Staat, sprich, der Polizei, dem zuständigen Bürgermeister etc. Prügel zwischen die Beine geworfen, dass einem Hören und Sehen vergeht!
Ja, auch ich bin heilfroh, angesichts dieser Zustände nicht mehr jung zu sein!
Einen ganz herzlichen Gruß zurück, liebe Clara!
März 6, 2010 um 3:49 pm
Das habe ich gar nicht mitbekommen mit dem Rücktritt
Hatte mich nur gewundert, warum die Wiederholung von der Zeit her passte – beim Anstich wurde ja überzogen… Jetzt weiß ich warum
Zu der Knobloch sag ich lieber nix – das gibt nur böses Blut
Apropo sagen: Hast du meine SMS heute morgen bekommen?
März 6, 2010 um 5:33 pm
@Worti: Doch, doch, das ist gestern Abend in der Rundschau und auch in den Nachrichten von TV-München gebracht worden. Die Wiederholung passte ja deshalb von der Zeit her, weil man eben die umstrittenen Passagen aus der Rede vom Lerchenberg heraus geschnitten hat.
Ja, über diese Person breiten wir lieber den Mantel des Schweigens…
Worti, vielen Dank für deine Mail, ich werd’ da gleich heute noch mal ‘rein schauen.
März 6, 2010 um 6:20 pm
Der BR hat so was doch schon oft gemacht. (War doch zum ersten Mal bei Dieter Hildebrandt, oder?) DAS wundert mich nicht.
Ich finde den Vergleich heikel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer, der mal im KZ Insasse war, darüber lachen kann.
März 6, 2010 um 6:34 pm
@theomix: Wundern tut’s mich auch nicht, aber es regt mich auf. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist im Grundgesetz verankert – Zensur nicht!
Der Vergleich ist auch nicht heikler als die rechtspopulistischen Hetztiraden gegen Hartz-IV-Empfänger, die der Herr Westerwelle seit einer Weile von sich gibt. Ich kann aber sehr gut nachvollziehen, dass ein ehemaliger KZ-Insasse darüber nicht lachen kann, ich kann das nämlich über die Äußerungen des Herrn W. auch nicht. Erstaunlich ist ja, dass nach der Starkbierprobe niemand, der von den Pressevertretern angesprochen worden ist, die Rede des Herrn Lerchenberg kritisierte. Erst als Frau Knobloch ihren Unmut äußerte, stieß mit einem Male die gesamte bayerische Politprominenz ins gleiche Horn…
März 6, 2010 um 6:48 pm
Die Äußerungen von W. sind stromlinienförmig in Richtung seiner Stammwähler. Und sie sind auch – leider – nicht als Satire gemeint.
Die Pressefreiheit verpflichtet nicht zum Bericht über alles. Zensur meint den staatlichen Eingriff. Ein öffentlich-rechtlicher Sender ist ein Zwitter.
März 6, 2010 um 6:52 pm
@theomix: Öffentlich-rechtlich ist inklusive staatlichem Eingriff. Zumindest beim Bayerischen Rundfunk. Da sind die Herren von der Schwarzen Partei die Strippenzieher. Ich weiß das aus erster Hand. Als kleines Kellnerlein habe ich einmal eine Sitzung des Bayerischen Rundfunkrates mitbekommen, wo den anwesenden Herren vom St.oiber persönlich die Entscheidungen vordiktiert worden sind.
März 6, 2010 um 6:52 pm
Bestreite ich nicht…
März 6, 2010 um 8:26 pm
Recht hast!
Wenn nicht bei der Starkbierprobe, wann dann darf jemand mal die Wahrheit sagen?
Diese Gelegenheit dem Volk aufs Maul zu schauen, sollte statt Anstoß lieber Anregungen zum Nachdenken geben.
Wann, wenn nicht da, haben wir (das Volk) mal Gelegenheit, auf einer Plattform wo es auch gehört wird, zurückzumaulen?
Satire muß und darf scharf sein und Zensur geht gar nicht!
Ich hatte Mittwoch keine Zeit und habe daher am Freitag die Wiederholung gesehen. War allerdings verwirrt, weil ich eben diese Passagen vermisst habe. Im Internet auf der BR-online site ist die unzensierte Fassung zum Nachsehen. Dort habe ich mir dann auch die rausgestrichenen Szenen angeschaut und gehört.
Ich bin wirklich nicht gegen irgendeine Rasse, auch nicht gegen Juden, aber dieses Geschrei bei jedem Hauch, der in die Richtung geht, kann und will ich nicht als gerechtfertigt annehmen. Gerade die Juden haben normalerweise einen selbstkritischen Humor und können Satire verstehen – siehe Kishon! Welche Verbrechen diese Nation inzwischen an anderen ethnischen Gruppen in ihrem eigenen Land verübt hat und verübt, will ich hier nicht näher ausführen, sondern nur kurz antippen.
Prost Gemeinde!
März 6, 2010 um 9:09 pm
@Claudia/Vodia: Die Starkbierprobe ist seit ewigen Zeiten schon bekannt für’s Derbleck’n, sprich, für’s etwas überzeichnete, satirische Reinen-Wein-Einschenken, für’s Karikieren, Auf-die-Finger-klopfen und Zurechtweisen der Obrigkeiten. Warum jetzt auf einmal so empfindlich, frage ich mich. Der Herr Westerwelle will nimmer zu dieser Veranstaltung eingeladen werden? Also, ehrlich gesagt, mir wird er nicht fehlen. Schon recht bemerkenswert: Als der „Vizekanzler“ noch um die Wählergunst buhlen und um jede Stimme kämpfen musste, hat er sich sehr gerne regelmäßig am Nockherberg blicken und derbleck’n lassen.
Dieses Geschrei bei jedem Hauch verhindert eine wahre friedvolle Annäherung zwischen beiden Völkern, den Juden und uns. Da wird immer wieder neues Öl ins Feuer gegossen, immer wieder böses Blut gemacht, hier wie dort. Ich glaube, ich hab’ das in einem früheren Kommentar schon einmal erwähnt: Der Ausspruch Lerchenbergs hat mich ehrlich gesagt eigentlich eher an die Situation der Palästinenser im Gaza-Streifen erinnert als an ein KZ.
Jawoll! Prosit!
März 7, 2010 um 4:05 am
es stellt sich aber vielleicht auch die frage, ob man nicht auch eine dem anderen persönlich mißliebige meinung äußern darf, ohne als nazi, hitler oder kz-wächter o.ä. bezeichnet zu werden, anstatt inhaltlich darauf einzugehen.
daß die brauerei dann wegen dem ZdJ auch noch einknickt ist oberpeinlich.
dafür kann der guido nix.
März 7, 2010 um 11:27 am
@vitzliputzli: Willkommen auf meinem Blog!
Genau so ist es! Es ist sehr bequem, einen Kabarettisten, der mittels eines etwas überspitzt formulierten Gleichnisses eine Ungereimtheit, eine politische Schwäche, einen eindeutigen Rechtspopulismus aufzeigt, in die Ecke Juden- und KZ-Schmäher abzudrängen, anstatt eine objektive und sachliche Diskussion zuzulassen. Ich befürchte, dass für die Brauerei da in erster Linie Angst vor einem Imageschaden und Umsatzeinbußen im Vordergrund steht, da ist natürlich jegliche Loyalität dem Herrn Lerchenberg gegenüber zweitrangig.
März 7, 2010 um 9:23 pm
danke für die nette begrüßung.
aber ist es nicht in wahrheit so, daß der kabarettist umgekehrt den guido in die KZ-wächterecke gestellt hat, weil dieser etwas sozialpolitisch missliebiges gesagt hat?
frau kraft von der spd will ja auch hartz4er in der altenpflege etc einsetzen. da hat noch niemand etwas vom naziarbeitsdienst gerufen.
wer nazivergleiche heranzieht, offenbart doch damit, daß er sonst nichts vorbringen kann.
wieso soll man nicht hartz4 für langjährig geschuftet habende erhöhen und es jungen, die keinen bock haben, entsprechend kürzen? wieso ist starke einwanderung in die sozialkassen (95% der einwanderer haben keine taugliche berufsausbildung) gut, statt den ersteren mehr geld für ihre lebensleistung zu geben?
wieso ist man nazi, wenn man solche fragen stellt? (vermutlich weil den linken da sonst kein „argument“ einfällt!)
März 7, 2010 um 9:37 pm
@vitzliputzli: Für mich als von Hartz-IV Betroffene hatten schon eher die Äußerungen von Herrn Westerwelle den Eindruck erweckt, als kämen sie von einem KZ-Wächter, als die kabarettistisch überspitzte Formulierung von Herrn Lerchenberg.
Und doch, werter Herr, wir Hartz-IV-Empfänger können durchaus andere Argumente vorbringen!
Was deine Vorschläge einer Abstufung der Hartz-IV-Bezüge betrifft, zumindest eine Erhöhung derselben für altgediente Arbeitnehmer/innen, gebe ich dir Recht. DAS wäre fair und gerecht!
Aber, ganz ehrlich, mehr als Sprüche klopfen und für Aufruhr sorgen bringen die FDPler leider, leider ja auch nicht zuwege.
Die politischen Argumentationen der Grünen, ÖDPler und Linken gefällt mir ehrlich gesagt weitaus besser als die der mehr rechts Orientierten. Ich hab’s noch nie mit den Typen gekonnt, die sehr gerne sehr laut brüllen „Ausländer raus!“ und gegen den Islam wettern…
März 7, 2010 um 9:46 pm
verschiedene analysen der misere müssen nicht zum gleichen ergebnis führen.
die geschichte wird ohnehin zeigen, wer näher dran war. da die fdp die islamisierung des landes stark unterstützt, bin ich der letzte, der für die werben will.
daß es mit europa stark bergab geht, dürfte kaum jemandem entgehen. und das hat auch nachvollziehbare ursachen.
aber, um in deinen augen kein nazi zu sein:
man sollte die steuern für reiche verdoppeln, damit die endlich verschwinden und dafür die einwandererzahlen aus islamischen ländern auch drastisch erhöhen.
dann wird das schon wieder