Für alle…
… denen, so wie’s mir vor einigen Stunden widerfahren ist, eine völlig verrückte, unrealistische, abstrakte, konfuse Idee ins Gebein fuhr…
… Und denen diese hirnrissige, abartige, nicht zu verwirklichende Idee – so wie in meinem Falle auch – nimmer aus dem Kopf geschweige denn Gebein geht…
… Ich bin dreiundfünfzig Jahre alt, habe Kleidergröße 48 – nicht das gar so hippe Hungerhaken-XXS! – bin arbeitlos, Hartz-IV-Empfängerin, mit Sicherheit in meinem Beruf kaum mehr vermittelbar, bin sozusagen in dieser vom Jugend- und Schönheitswahn geprägten, nein, besser gesagt, gefolterten Gesellschaft bereits jenseits von Gut und Böse…
… UND HABE MICH NOCH NIEMALS ZUVOR DERMASSEN LEBENDIG, AGIL, INTELLIGENT, KLUG, SCHAFFENSFROH, IDEENREICH
UND JUNG GEFÜHLT!!!!!
Bemitleidenswert seit ihr Jugendwahnsinnigen allesamt! Ihr habt ja keine Ahnung, was euch mit eurer Geringschätzung uns reiferen Semestern gegenüber alles entgeht!!! Wie weh ihr euch selbst damit tut!!! Wie sehr ihr euch damit den Ast absägt, auf dem ihr in Zukunft sitzen wollt!!! Sch… auf eure Jugend!!! Wir haben diese schon lange hinter uns und wollen sie, trotz vieler schöner und aufregender Erinnerungen, nicht für alles Geld der Welt zurück haben!!!
November 4, 2009 um 7:23 am
JAWOHL !!! Das mußte endlich mal ganz deutlich aufgeschrieben werden!!!
Ich stimme Dir wirklich zu…. (nur verschweige ich mal meine Kleidergröße…) Du hast es auf den Punkt gebracht. Wir sind ja gleichaltirg, und ich fühle genauso…
Ganz liebe Grüße, Petra
November 4, 2009 um 9:10 am
*dich knuddel* ist das schön, diese Lebensfreude zu lesen!!!! Und recht hast du!!!!!! Mir fehlen zwar noch ein paar Jährchen, aber ich kann dich sehr gut verstehen. Und möchte auch nicht mehr jünger sein. Und die Mittfünftzigerinnen, die von hinten aussehen wie 20, von vorn aber nur noch ein verzerrtes Dauergrinsen zustande bringen, werde ich nie verstehen… Der Körper erzählt doch die Geschichte eines Lebens. Und dazu gehören auch ein paar Pfunde mehr und Falten. Wie mit 20 aussehen wollen heißt doch, dem Körper und damit dem Menschen seine Geschichte nehmen…
November 4, 2009 um 10:49 am
Ich weiß zwar nicht, was dir da genau passiert ist… aber was du da sagst, ist ERSTKLASSIG!!
Wir lieben unsere guten wie schlechten Erfahrungen in den letzten Jahrzehnten und lachen uns tot, wie das Jungvolk sich gegenseitig ins Aus setzt, weil jeder schöner, hipper und was weiß ich nicht alles sein will – nur um “in” zu sein. Individualität kennen die gar nicht mehr. Zumindest der Großteil.
Gibt ja überall die berühmten Ausnahmen.
November 4, 2009 um 11:06 am
Ich bin zwar noch etwas jünger als Du und habe eine kleinere Kleidergröße (aber sicher nicht xxs, denn das sieht scheiße und **** aus), aber ich möchte meine Jugend nicht wieder und ich weiss, dass ich all das , was ich erlebt habe nie erlebt hätte, wenn ich nicht so alt wär, wie ich bin.
November 4, 2009 um 11:24 am
Ich bin ja noch ein ‘bisschen’ älter als du und freue mich zwar nicht drauf, mal ganz alt und gebrechlich zu sein (vielleicht werde ich das ja auch nicht??), aber ich habe öfters in letzter Zeit gedacht: Hab ich’s gut, ich brauch’ all’ diese Dinge nicht mehr zu tun, die manche jungen Frauen sich antun. Ob sie sich damit den Richtigen einfangen, bezweifle ich. Ich jedenfalls kann ganz ich selber sein und das gibt natürlich auch Raum für Projekte, Ideen, Kreatives.
November 4, 2009 um 11:45 am
Hihi!!
Ich bin dreiundvierzig Jahre alt, in mein Gehirn fährt leider zur Zeit gar nix, das ist wie leer gepustet, bzw. mit sämtlichem Versicherungskram und Kundendaten gefüllt, ich habe Kleidergröße *ÄÄÄÄÄÄÄÄÄHHHHMMMM …* und zur Zeit so gar keine Energie für überhaupt etwas. Dabei fahre ich doch morgen ans Meer. Zum leben und lieben.
Hm. Wieso fühle ich mich plötzlich so gut?
Das liegt eindeutig an der Musik, die im Hintergrund läuft, während ich das hier tippe … danke, liebe Margot. Das ist genau die richtige Musik zum richtigen Zeitpunkt!!
Los, komm!! Legen wir eine flotte Sohle aufs Parkett. Wer will noch?
Lasst uns tanzen!
Liebe Grüße in die Runde und ganz besonders an dich, Margot, du großartige Frau, die sich nicht unterkriegen lässt!!!
November 4, 2009 um 4:15 pm
fuenfizig sein und aussehen wollen wie 20 ist doch nur laecherlich und total fehl am platz.
ich sage immer lasst der jugend ihre jugend, ihren wahn nach schlankheit, schoenheit und dergleichen. wir haben dafuer mehr erfahrung und reife und darauf koennen wir doch stolz sein.
lg
Sammy
November 4, 2009 um 4:25 pm
Liebe freidenkerin,
ich bin ja auch 53 und denke oft, zum Glück kann ich so sein wie ich bin, innen und außen, mit der Lebenserfahrung von heute möchte ich auch nicht mehr jung sein. Aber wenn ich meine Tochter sehe, 21, die so positiv und flexibel ist, studiert, hat einen schönen Job, eine eigene Wohnung, geht ins Ausland , sie ist so selbständig, das war ich mit 21 überhaupt noch nicht Man kann vielleicht nicht alles verallgemeinern.
Ich habe auch mal gesagt, als jemand meinte, so jung muüsste man nochmal sein, sagte ich :ich nicht, das Leben wird doch immer schöner, wenn man älter wird… den Blick hättest Du mal sehen sollen….
alles Gute, mach weiter so
liebe Grüße von Erika
November 4, 2009 um 5:25 pm
Liebe Freidenkerin,
die Zeit als ich jung war, war so chaotisch und haltlos, daß nich sie um nichts in der Welt zurückhaben will.
Die Kleidergröße vielleicht und das Urvertrauen auch.
Ganz liebe Grüße
elisabeth
November 4, 2009 um 6:42 pm
Huch, das liest sich so, als wäre dir jemand auf den nicht vorhandenen Schlips getreten
November 4, 2009 um 8:58 pm
*ich bin jetzt mal ganz still und drück dich mal kurz und gehe dann wieder auf leisen sohlen DRÜCK
*
November 4, 2009 um 9:40 pm
@Follygirl: Danke dir!
Man kann so was gar nicht laut und oft deutlich genug äußern! Früher waren die “Alten” geachtet und hatten ihr Auskommen, die Familie kümmerte sich um sie. Wenn du heutzutage jenseits der Fünfunddreißig bist, wirst du sehr oft beruflich und menschlich behandelt wie Müll…
Und die Kleidergröße eines Menschen ist mit das Unwichtigste an ihm überhaupt!
Liebe Grüße!
November 4, 2009 um 9:45 pm
@Sunny: Auch wenn gestern nacht ein paar Bierchen mit im Spiel waren und ich heute mit einem heftigen Migräneanfall dafür büssen mußte – die Lebensfreude ist wieder da!
Der gestrige Abend, mit einer langjährigen Bekannten und ihrem Lebensgefährten verbracht, hat mich wieder zu mir selbst geführt.
Noch nie zuvor in der Geschichte – das Dritte Reich einmal ausgenommen – war die Tendenz so groß, Menschen gleichförmig zu machen, glatt zu bürsten, zu uniformieren – und sie noch dazu mit allerhand Oberflächlichkeiten dröge und mundtot zu machen, desinteressiert für die tieferen, die wichtigeren, die gehaltvollen Aspekte des Daseins…
November 4, 2009 um 9:49 pm
@Worti: Eine feuchtfröhliche Begegnung hat mir gestern irgendwie die Augen geöffnet und mich wieder zu mich selbst gebracht.
Der profunde Schatz an Wissen, Persönlichkeit, Menschlichkeit und Erfahrungen älterer Menschen hat noch nie zuvor so wenig gegolten wie in der heutigen Zeit. Die jetzt so “hippen”, “coolen” und “cleveren” Youngsters werden eines Tages einmal so was von dermaßen blöde aus der Wäsche gucken… Vielleicht kriegen wird das in diesem Leben sogar noch mit. Ob das dann aber ein Grund zur Schadenfreude sein wird, lass ich jetzt mal sehr dahin gestellt…
November 4, 2009 um 9:53 pm
@Niesi: Danke dir!
Ein Leben reich an Erinnerungen, Ansicht, Einsichten, Erfahrungen, Wissen, Menschlichkeit ist doch eines der größten Güter eines funktionierenden Gemeinwesens. Da kann man doch nicht drauf verzichten, indem man die Älteren vor allem im Berufsleben “ausmustert”, ihnen keine Chance mehr zugesteht! Alles und jeden im Jugendwahn glatt bürsten und uniformieren will…
Liebe Grüße!
November 4, 2009 um 9:57 pm
@april: Am Wichtigsten ist immer noch – auch wenn gemeinhin etwas anderes behauptet wird – die innere Schönheit. Was nützt die Figur eines Topmodels, das perfekte Gesicht, das tollste Styling, wenn sich hinter der Fassade lediglich Hohlheit, Ungebildetsein und Desinteresse für alles außer der eigenen Person befindet? Gesegnet bist du, wenn du Ideen hast, und Projekte und kreativ sein kannst. Da bist du in jedem Falle jedem auffrisierten Lärvchen um Lichtjahre voraus!
Liebe Grüße!
November 4, 2009 um 10:00 pm
@paradalis: Meine Liebe, mit dir schwoofe ich doch gerne – und nicht nur ein Tänzchen! Und pass auf, morgen wird dir der Meerwind nicht nur dein schönes Haar zerwühlen, sondern auch den Kopf und das Herz frei pusten – und dann wirst du das Leben und das Lieben aus vollstem Herzen genießen können!
Habt ein schönes Wochenende, ihr Zwei!
*Drück-dich*
November 4, 2009 um 10:05 pm
@Sammy: Dieser Jugendwahn ist eine künstlich aufgebauschte Lebenslüge, mit der sich Unsummen an Geld verdienen lassen. Daher grassiert diese Gier nach dem ewigen Jung- und Schönsein zur Zeit auch dermassen. All die lieben netten Onkels und Tanten von den Pharma- und Kosmetikkonzernen, die guten Doktors von den Schönheits-Farmen und -Kliniken wissen ganz genau, daß sich die Alterspyramide unaufhaltsam umkehrt. Das ist doch die Gelegenheit, mit dem gesteuerten Jugendwahn einen Mordsreibach zu machen!
Liebe Grüße nach Ohio!
November 4, 2009 um 10:10 pm
@Erika: Es gibt viele junge Leute, die haben unglaublich was drauf, vor diesen Menschen ziehe ich in vollster Hochachtung meinen Hut. Und gebe dir Recht. Ich bin in diesem Alter, was Selbständigkeit und geistige Reife betrifft, im Vergleich dazu weit hinterher gewesen…
Aber es herrscht schon vielerorts, grade auf dem Arbeitsmarkt, die Einstellung, nur die 25-jährigen Schönheitsköniginnen mit der 20-jährigen Berufserfahrung und der Model-Figur würd’s bringen. Oder die College-Boys, die bereits in jungen Jahren Uni-Abschlüsse en masse aus dem Hut zaubern können, menschlich jedoch völligst überfordert sind…
Oh, nur keine Sorge, meine Liebe, ich werde wahrscheinlich noch gelegentliche Durchhänger haben, aber mit Sicherheit so weiter machen!
Liebe Grüße, wünsche dir und den Deinen alles erdenklich Gute!
November 4, 2009 um 10:15 pm
@Elisabeth: Oh, ja, doch, die Kleidergröße wäre mir auch lieb.
Und die Unbeschwertheit, die oftmals auch gedankenlose Abenteuerlust… Ich konnte damals sagen “Hopp oder Topp” und ins Ungewisse springen… Das geht heutzutage auch noch, aber mit erheblichem gedanklichem Ballast… 

Ansonsten finde ich den jetzigen Zustand optimal. Noch einmal Zwanzig sein? Na, auf dem Arbeitsamt vielleicht, aber ansonsten, nein danke…
Liebe Grüße!
November 4, 2009 um 10:17 pm
@Sterntau: Oh, nein, nein! Das war ein Ausbruch an Selbstbewußtsein, ein Hände-in-die-Hüften-stemmen und Aufstampfen, den Kopf in den Nacken werfen und über den Weidezaun hinaus wiehern…

Ach, vielleicht reaktiviere ich eines Tages die Partei der Grauen Panther. Das wär was, ich glaube, dabei hätte ich viel Spaß!
Liebe Grüße, wünsche dir und Herrn Zwerg ein gutes und schönes Wochenende!
November 4, 2009 um 10:20 pm
@Sany: Oooooch, nein, meine Liebe, bleib doch hier! *Zurück-drück*
Dieser Post ist nicht gegen euch junge Leute gerichtet, der Text ist vielmehr als “Fahne hissen und in die Trompete stossen” zu verstehen. 
Hier auf meinem Blog ist doch jeder gern gelitten, ob er jetzt Zwanzig oder Hundert ist.
Liebe Grüße, wünsche dir und den Deinen eine gute Nacht!
November 4, 2009 um 10:21 pm
@Alle: Oooops, ich glaube, ich habe grade etlichen Leutchen ein schönes Wochenende gewünscht!
Ich bin ein bisschen neben der Spur heute, weil ich einen heftigen Migräneanfall hatte.
November 4, 2009 um 10:43 pm
ist noch ein bisschen hin bis zum Wochenende
November 4, 2009 um 10:47 pm
@Worti: Ach, die paar Tage…
November 4, 2009 um 11:14 pm
@Freidenkerin:
Schon Wochenende? Juchu!
Freut mich, dass du gestern einen so tollen Abend hattest. Der Kater war nur dazu da, dich daran zu erinnern, dass der Abend tatsächlich so stattgefunden hat. Sei du selbst, sei anders, lass dich in nichts zwängen und bleib dir selber treu. Nur so kann man letztlich glücklich sein. All das, was die Norm ist, ist doch nur langweilig und hat keinen eigenen Charakter. Du bist ein Stehaufmännchen, aber dafür brauchst du all deine Verrücktheiten. Denn das bist DU. Und genau das ist das Liebenswerte an dir, genau das macht dich einzigartig. Und dafür wirst du geliebt. Lass dir das von niemandem nehmen oder ausreden oder schlechtreden. Wer das tut, hat keine Ahnung vom Leben.
Lass dich nicht unterkriegen!
Alles Liebe und ne feste Umarmung,
Sunny
November 5, 2009 um 12:02 am
@Sunny: Oh, das war mehr als nur ein ausgewachsener Kater, das war ne ganze Horde! So sehr körperlich schlecht ging’s mir schon seit mindestens einem halben Jahr nicht mehr! Dabei hab ich soooo viel gar net geso… hm, hm, getrunken.


Mein Vater hat mal zu mir gesagt: Margot, du bist selber wia a Katz, du fällst immer auf’d Füß.
Oh, keine Sorge, ich werd so verrückt bleiben, ganz bestimmt. “Normal” sein ist doch sooooo langweilig, damit fang ich gar nicht erst an!
Ach, jetzt bin ich richtig gerührt, ehrlich…
Wünsche dir eine gute Nacht mit schönen Träumen!
November 5, 2009 um 12:04 am
Die wünsch ich dir auch, du Katz mit Kater zu Besuch
November 5, 2009 um 12:05 am
@Sunny: Na, zum Glück hat sich der Riesenkater schon wieder aus dem Staub gemacht. Jetzt sind wir wieder allein, wir zwei ollen Katzenmädels…
November 5, 2009 um 12:06 am
Na dann ists ja gut
Dass die Kerle auch immer alles durcheinander bringen müssen
November 5, 2009 um 12:23 am
@Sunny: Ja, nix als Kopfzerbrechen bereiten die einem!
November 5, 2009 um 12:25 am
Schlimm…
November 7, 2009 um 11:24 am
Suuuuuuuuper gsagt
LG Sabine
November 7, 2009 um 11:31 am
@Sabine: Ich danke dir!
Ja, so was kann man nicht deutlich und laut genug sagen! Gestern abend noch hab ich eine Reportage über einen 53-jährigen passionierten, höchst qualifizierten Koch gesehen, der jahrelang von einer Zeitarbeitsfirma schikaniert und ausgenutzt worden ist, dann einen völligen Zusammenbruch hatte, und sich nun um eine feste Anstellung bemüht. Der gute Mann hat innerhalb eines Jahres über 300 Bewerbungen abgeschickt und – wenn überhaupt geantwortet wurde – nur Absagen erhalten. Dieser Mensch ist aber gottlob weit davon entfernt, sich aufzugeben, der hat beinahe wortwörtlich genau dasselbe gesagt wie ich.
Und sein Weg, den er jetzt gehen will, gleicht auch dem Meinen: Er hat ein Kochbuch verfasst, ein guter Freund stellt ihm gelegentlich sein Restaurant samt Mitarbeitern zur Verfügung, und dort kredenzt er liebevoll zubereitete Menüs nach den eigenen Rezepturen. Die Eintrittsgelder werden zum großen Teil einem guten Zweck gestiftet…
Übrigens, meine nächste Lesung ist am Montag, 30. November, 20:00 Uhr!
Ich umarme dich und wünsche dir und den Deinen ein schönes und gutes Wochenende!
November 7, 2009 um 12:59 pm
Danke, mit der Umarmung wird mir ganz warm ums Herz
Ich werde mir den neuen Termin gleich in den Handy-Kalender eintragen und hoffe, dass es ENDLICH klappt (falls sich hoffentlich mein Zeitturbo endlich mal bisschen beruhigt).
Viele liebe Grüße und wünsche dir auch ein schönes Wochenende,
Sabine
November 7, 2009 um 1:22 pm
@Sabine: Ich würde mich so freuen, dich und vielleicht auch Gabaretha unter meinen vereinzelten Zuhörern begrüßen zu dürfen!
November 8, 2009 um 10:59 am
Hallo Freidenkerin, ich stimme dir voll und ganz zu! Ohne andere KOmmentare gelesen zu haben, will ich genausowenig mit der Jugend tauschen. In meinem Blog habe ich über Dankbarkeit geschrieben und meine damit eines meiner ach so grossartigen Kinder.
Es wird das alles relativ, wenn du an der Schwelle zum Niemandsland gestanden hast und dir im Anschluss, in den ersten Tagen danach, so brutal klar wird: Eyh, du lebst ja noch! Auch wenn es nur mit elenden, ewigen Schmerzen geht…
Damals habe ich irgendwann gesagt: “Solange ich denken, sehen, die Kamera halten kann – und wenn das vom Rollstuhl aus geht – mache ich weiter. Ansonsten gebe ich mir die Kugel!”Der Professor, in dessen Händen ich damals war, meinte nur: “Da sprechen wir noch mal drüber!” Beim nächsten Besuch hatte er eine Ro.cher-Kugel dabei:” Dann, wenn es schon eine Kugel sein muss, bitte die goldene!” Heute habe ich eine goldene zuhause…
Liebe Grüße, ich werde dich verlinken… ANne
November 8, 2009 um 11:10 am
@ANne: Herzlich willkommen auf meinem Blog!
Danke dir für deinen guten und lieben Kommentar.
Wer an der Schwelle zum Jenseits gestanden hat, oder diese auch bereits ein wenig überschreiten durfte, hat höchstwahrscheinlich ohnehin einen völlig anderen Bezug, andere Einsichten zu diesem Leben. Wie schön, daß du diese große Dankbarkeit empfinden und auch vermitteln kannst, wie gut, daß du mit deiner Kunst und Kreativität einen ganz besonderen Lebensmotor hast. Diese Dinge sind – außer der Liebe – die wertvollsten und größten Geschenke überhaupt!
Es ist mir eine Ehre, liebe ANne, von dir verlinkt zu werden!
Ich wünsche dir und den Deinen herzlichst einen guten und schönen Sonntag!
November 13, 2009 um 9:21 pm
Liebe Freidenkerin, ich danke dir und sitze breit grinsend vor dem PC. Selten hat mir jemand so dermaßen aus der Seele gesprochen wie du. Es ist einfach bewundernswert wie gradlinig du in deinen Einstellungen bist und deinen Weg gehst. Das liest man aus jedem deiner Beiträge. Du bist du und lässt dich nicht verbiegen. Das ist sehr selten. Und dann noch diese unbändige Lebensfreude.
Es ist mir eine Freude dich (wenigstens ein bisschen) zu kennen. Und ich hoffe auf mehr.
Liebe Grüße
Chinomso
November 14, 2009 um 4:28 am
@chinomso: Wow! Ein ganz herzliches Dankeschön für deinen Kommentar!

Die Lebensfreude muß sein. Denn als “Unverbiegbare” geht man natürlich einen oft schwierigen Weg.
Das ist mir schon sehr oft so ergangen, immer wenn der Daseinspfad steil, gefährlich ausgesetzt und steinig geworden ist, habe ich mich am lebendigsten gefühlt. Und grade jetzt, wo’s so “trendy” ist, jung und “hipp” zu sein…
Ich habe mittlerweile auf meiner Reise durch Florida die erfreuliche Erfahrung machen dürfen, daß dieser Trend dort jedoch bereits rückläufig ist. Von den Stewardessen und Purchers auf unserem Flug über den Großen Teich war kein einziger unter Fünfzig. Auch ansonsten trifft man vor allem im Dienstleistungsgewerbe eher “ältere Semester” an denn jüngere…
Herzliche Grüße! Wünsche dir ein gutes und erholsames Wochenende!