Projekt ABC – 23. Woche – Buchstabe „V“ (4)
Verliebt…
… in Berlin (Teil 3)
Meine Gastgeberin und ich machten noch einen kurzen Abstecher zur Weltzeituhr am Alexanderplatz…

… wir bestaunten einen sehr außergewöhnlichen „Spaziergänger“ und entwickelten dabei eine Geschäftsidee: „Das lassen sich die Leutchen schon was kosten, diese Fassade hinunter zu marschieren. Wenn man denen jetzt Wischlappen unter die Füße schnallen würde, könnte man zusätzlich noch die Gebühren für’s Fensterputzen einsparen…“ Ja, ja, wir würden schon wissen, wie’s geht…

… und dann sausten wir hier hoch, in Deutschland’s wohl berühmteste Kugel, ca. 200 Meter über dem Erdboden…

… Wir begannen unseren Rundgang mit dem Blick auf das Rote Haus vom Roten Klaus, sowie das angrenzende Nikolaiviertel…

… von hier oben hat man auch eine recht interessante Perspektive auf den Neptunbrunnen…

… Sakko und Jacketti grüßten zu uns herauf…

… Leider war es diesig, obwohl sich der Himmel zunehmend vom nicht sehr attraktiven Grau zum fröhlichen Blau wandelte, außerdem ist mir dieses Buidl a bisserl schief geraten. Ich hoffe, ihr könnt trotzdem die zeltartige Dachkonstruktion des Sony Centers am Potsdamer Platz erkennen…

… Stattlich erhebt sich der Berliner Dom an der nördlichen Spitze der sogenannten Museumsinsel. Er wurde in den Jahren 1894 – 1905 erbaut und war als protestantisches Gegenstück zum Petersdom im Rom gedacht. Das im August 2008 wieder aufgepflanzte Kuppelkreuz wurde übrigens im oberbayerischen Peiting restauriert und neu vergoldet…

… Blick auf die Spree, die Museumsinsel, hinter dem 25-stöckigen Internationale Handelszentrum kann man die Kuppel des Reichstags erkennen und links/mittig/oben die Joldene Else – den Friedensengel - erahnen…

… A bisserl mit dem Zuawizarra (Teleobjektiv bzw. Fernglas) näher gerückt: Das umwerfend futuristische Ungetüm des Berliner Hauptbahnhofs…

… Als nächstes warfen wir einen Blick auf die Synagoge an der Oranienburger Straße. Erbaut von 1859 bis 1866 war sie einst die größte Deutschlands. Durch das beherzte Eingreifen eines Polizeivorstandes in der Reichsprogromnacht 1938 vor größerer Zerstörung gerettet, erlitt sie während eines Bombenangriffs 1943 schwerste Schäden und wurde 1958 abgerissen. Am 10. November 1988, fünfzig Jahre nach der Reichsprogromnacht, wurde der Grundstein zum Neubau gelegt, welcher 1995 eröffnet wurde…

… Über das 1912 erbaute Theater der 1890 durch Initiative der deutschen Arbeiterbewegung gegründeten Volksbühne – sozial schwachen Mitbürgern/innen sollte der Kulturgenuß ermöglicht werden – ließen wir unsere Äuglein langsam Richtung Alexanderplatz, Einkaufszentrum Alexa und das Berliner Amtsgericht schweifen…



… Nur wenig später hatten Tonari und ich wieder festen Boden unter den Füßen. Uns durch eine Hundertschaft Polizisten hindurch schlängelnd, welche aufgeboten worden war, um ein verhältnismässig kleines Rinnsal braunen Sumpfes einzudämmen, gelangten wir zum Bahnhof Alexanderplatz, um zur Jannowitzbrücke zu fahren. Denn wir hatten uns für diesen Tag auf meinen Wunsch hin ja noch vorgenommen, Berlin mittels Schiff auf diversen Wasserwegen zu erkunden. Davon morgen dann mehr…
Oktober 15, 2009 um 8:55 pm
Wirklich schade, dass es so diesig war. Trotzdem schöne Fotos.
Zur Reichsprogromnacht, liebe Freidenkerin, bitte schnell eine Korrektur vornehmen, denn diese war vom 09. auf dem 10. November 1938.
Oktober 15, 2009 um 8:59 pm
@tonari: Huh! Danke! Ich glaubte, das so bei Wikipedia gelesen zu haben, aber vielleicht habe ich mich da auch getäuscht.
Oktober 15, 2009 um 9:06 pm
10.11.1988
Symbolische Grundsteinlegung und Anbringung einer Gedenktafel an der Fassade des Westturms
07.05.1995
Einweihung der Neuen Synagoge als Centrum Judaicum
Oktober 15, 2009 um 9:06 pm
http://www.cjudaicum.de/de/zeittafel
Oktober 15, 2009 um 9:10 pm
@Tonari: Danke dir! Bin irgendwie mit meinen Notizen durcheinander gekommen.
Oktober 15, 2009 um 9:11 pm
Wow, tolle Fotos
Das hab ich letztes Jahr leider nicht geschafft, da das Wetter meist so trüb war, dass es sich nicht gelohnt hätte. Ich bin das ganze dann in knapp eineinhalb Tagen zu Fuß abgelaufen. Schön, es auch mal von oben zu sehen
In dem noch leicht angeschnittenen Gebäude neben dem Amtsgericht hatte ich meine Fortbildung 
Begeisterte Grüße, Sunny
Oktober 15, 2009 um 9:18 pm
@Sunny: Danke dir!
Donnerwetter, da hast du aber ein ganz ordentliches Marschpensum bewältigt!
Rotweingesättigte Grüße zurück!
P.S.: Bisweilen wenn ich Posts mit vielen Fotos online stellen möchte, steigen entweder mein Lappy, das Internet, WordPress oder alle drei zusammen aus. Das reicht dann vom Absturz des Netbooks bis hin zum quälend langsamen Hochladen der Bilder. Für diesen Post habe ich zwei Stunden gebraucht. Und da brauchte ich jetzt aber ganz, ganz dringend eine ordentliche Pfütze Rotwein zur Nervenberuhigung!
Prösterchen! Auf die moderne Technik!
Oktober 15, 2009 um 9:24 pm
Ach herrjeh, na das macht Spaß. Aber kommt mir irgendwie bekannt vor
Dann nochmal Prost!
Aber die Strecke vom Alex übers Brandenburger Tor, den Friedensengel und zur Gedächtniskirche wurde mir dann schon sehr lang. Das hätte ich nicht gedacht, aber da hab ich mich fast etwas übernommen. Dumm nur, dass ab da, wo ich es gemerkt hab, auch keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr erreichbar waren… Aber ich schaff sowas immer wieder. Bin in Paris auch mal vom Moulin Rouge über den Triumphbogen nach La Defense und wieder zurück gelaufen, und das auch nicht so ganz freiwillig bis zuletzt
Ja, ich bin viel und schnell gelaufen. War auch recht kalt, da läuft man freiwillig schneller
Oktober 15, 2009 um 9:27 pm
@Sunny: Bin mal in Begleitung von Freunden in New York vom Battery Sea Park an der Südspitze hoch marschiert bis Central Park West nahe der Grenze zu Harlem. Danach hab ich gemeint, mir fallen die Füße ab. Das ist auch im Winter gewesen.
Oktober 15, 2009 um 9:28 pm
Ja, wenn die Füße nicht immer wären
Da heißts, so weit die Füße tragen, aber dass sie schon längst vorher schmerzen, erwähnt wieder keiner
Oktober 15, 2009 um 9:38 pm
@Sunny: Nein, da hast du völlig Recht.
Oktober 15, 2009 um 10:30 pm
oh!
Vielen Dank für die vielen Bilder, die mir schonmal bisserl eine Vorschau auf Berlin geben.
Und auch danke für die Einladung für nächsten Montag.
Versprechen will ich es nicht – Montag ist einer meiner Arbeitstage, und wenn ich wieder erst um 18.30 oder noch später rauskomm, schaffe ich das nicht.
Doch wenn es mir möglich ist, komme ich gerne.
Wünsche Dir ein schönes WE
Liebe Grüße
Claudia
Oktober 16, 2009 um 6:14 am
nun bin ich gespannt auf deine schiffstour
habe die selbst schon drei mal gemacht und war immer wieder begeistert, zuletzte eine Brückenfahrt, die größtenteils übern Landwehrkanal schipperte.
Oktober 16, 2009 um 9:30 am
@Claudia/Vodia: Gern geschehen!

Schön, daß du dir durch meine Berlin-Berichte im Voraus schon mal einen Überblick verschaffen kannst.
Mach dir bitte keinen Stress wegen Montag, ich würde mich über dein Kommen freuen, wenn nicht, dann ist’s a koa Problem. Ich lese ja regelmässig, das übernächste Mal ist Anfang November. Irgendwann klappt’s bestimmt.
Wünsche dir und deinem GöGa ebenfalls ein schönes und erholsames Wochenend! Grüßlis!
Oktober 16, 2009 um 9:31 am
@Renee: Ja, wir sind auch eine geraume Weile über den Landwehrkanal geschippert.
Oktober 16, 2009 um 12:35 pm
tolle Bilder
Oktober 16, 2009 um 1:23 pm
@Sany: Danke dir.

War ein wenig mühsam, sie hoch zu laden, ich glaube, ich muß auf ein kleineres Format umsteigen.
Liebe Grüße, wünsche dir und deiner Familie ein gutes und erholsames Wochenende!
Oktober 16, 2009 um 1:27 pm
Eine grandiose Aussicht, auch wenn es ein wenig diesig war.
Oktober 16, 2009 um 1:33 pm
@April: Ja, leider war da dieser Dunstschleier. Aber wir hätten es auch viel schlechter erwischen können.
Herzliche Grüße, wünsche dir ein gutes und schönes Wochenende!
Oktober 17, 2009 um 3:52 pm
danke fürs Mitnehmen auf diesen Turm – auch wenn das Wetter hätte besser sein können, die Bilder sind genial und ich finde, wenn ich die so hier von meinem Stuhl aus sehen kann, da muss ich nicht mal Angst haben, denn ich hätte bei Echt Angst, so hoch oben,
bisous, Martha
Oktober 17, 2009 um 3:57 pm
@Martha: Sehr gerne!
Ich hatte früher mal Höhenangst, die hing mit inneren Konflikten und psychischen Problemen zusammen. Seitdem diese abgebaut und ausgeräumt sind, fürchte ich die Höhe nicht mehr, es sei denn, ich stehe überraschend und unvermittelt vor einem Abgrund. Dann erschreck ich auch heute noch, aber ich denke, das geht jedem so.
Liebe Grüße, wünsche dir ein gutes und schönes Wochenende!
November 1, 2009 um 10:41 pm
„Zuawizarra“ *hahahaha* *schenkelklopf*
Ich lade die Bilder immer nur so groß hoch, wie sie erscheinen, das spart Speicherplatz und Ladezeit. Du nicht?
Ich mag Berlin auch, mein Ältester wohnt dort…
November 1, 2009 um 10:57 pm
@Ruthie: Äh, nein, ich nehm da immer das ordentlich große Kaliber.
Gefällt mir irgendwie am besten so.
Ich freue mich schon jetzt auf meinen nächsten Abstecher nach Berlin.