“Ich möchte doch nur…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Gesellschaft, Medien, Menschen, Politik und Zeitgeschehen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , am Mai 25, 2013 von freiedenkerin

… Lebensmittel anbauen können, ohne jemanden dafür töten zu müssen. Und ich möchte doch nur, daß dann an diesen Lebensmitteln niemand sterben muss.”, dies ist der Herzenswunsch einer Bäuerin aus Paraguay, die vor einigen Jahren in die Fänge von Monsanto geriet…

… 1901 wurde im amerikanischen Mittelwesten von John Francis Queeny mit einem Startkapital von 5.000 $ ein kleines Unternehmen gegründet, benannt nach dem Mädchennamen seiner Frau – Monsanto – , das sich zunächst ausschließlich mit der Herstellung von Saccharin, Koffein und Vanille befasste…

… 1944 wurde dort das höchst umstrittene und gefährliche Herbizid DDT entwickelt…

… In den Jahren 1965 bis 1970 erlangte Monsanto durch die Herstellung des mit Dioxinen belasteten Entlaubungsmittel Agent Orange, welches vorwiegend im Vietnam-Krieg eingesetzt worden ist, traurige “Berühmtheit”. Noch Generationen später leiden die Nachkommen der Betroffenen an den Spätfolgen dieses Gifts…

… Mittlerweile ist Monsanto Weltmarktführer für gentechnisch verändertes Saatgut und Lebensmittel. Der Konzern hat zudem weltweit bereits über 90 % der Patente auf gentechnisch verändertes Getreide-, Obst- und Gemüsesaatgut inne. In jedem Land kooperieren sowohl Unternehmen wie BASF, Bayer und Syngenta, als auch Regierungen mit dem Konzern…

… Höchst teuflisch ist das “Kombipaket” von Saatgut und dem eigens darauf abgestimmten Allestöter Roundup. Nur Monsanto-Pflanzen sind gegen die Inhaltsstoffe des Herbizids immun. Will man die Bepflanzung wechseln, ist man dazu gezwungen, das Land erst einmal über mehrere Jahre brach liegen zu lassen…

… Von Monsanto-Chemikern behandelte Reis- und Soja-Saatgüter haben in den letzten ca. 20 Jahren allein in Indien nachweislich über 200.000 Kleinbauern in den Ruin, ja, sogar in den Selbstmord getrieben. Das Unternehmen streitet natürlich jegliche moralische Verantwortung ab – die Hinterbliebenen bleiben in der Regel ihrem traurigen Schicksal überlassen…

… Monsanto-Reis ist zum Teil mit dem chemischen Nachbau von Melatonin – dem menschlichen Schlafhormon – versetzt! Pharmakonzerne, die sogenannte “Muntermacher” herstellen und vertreiben, befinden sich weltweit mittlerweile beinahe vollständig im Besitz von – dreimal dürft ihr raten!!!…

… Es werden nicht nur Politiker, nein, ganze Regierungen bestochen! Auch das Fälschen von Untersuchungen gehört zum alltäglichen Geschäft Monsanto’s, wie z. B. jene vor einigen Jahren vom deutschen Bundesverbrauchersch(m)utzministerium in Auftrag gegebene Unbedenklichkeitsstudie, die untermauern soll, daß mit gentechnisch manipuliertem Mais gefütterte Kühe völlig normale Milch produzieren. Während dieser über zwei Jahre andauernden Forschungsreihe wurden z. B. unter anderem Rinder, die krank wurden oder nicht die gewünschten Ergebnisse lieferten, ausgetauscht, sowie die Futterbeimischungen manipuliert…

… Ca. 80 % aller Deutschen sind übrigens gegen das Erzeugen und Vertreiben genmanipulierter Lebensmittel. Die seit Jahren schon betriebene Lobbyismus-Politik unserer Regierung zeigt auch da wieder einmal sehr deutlich, daß die von uns gewählten Volksvertreter keinesfalls den Willen und die Interessen des deutschen Volkes vertreten…

… Am 25. 05. 2013 fanden in über 330 Städten weltweit Kundgebungen gegen die Machenschaften Monsanto’s & Co. statt, auch hier in München, am Stachus. Es gab zum Teil überaus interessante Reden und coole Musik. Leider, leider mischten sich nach etwa drei Stunden ungefähr ein Dutzend widerlich angetrunkene Bayern-Fans unter unsere friedliche Versammlung. Sie bespritzten in der Nähe stehende Demonstranten mit Bier, und gröhlten, pöbelten und schrien dermaßen laut, daß weder Redner noch der DJ Chancen hatten, sich Gehör zu verschaffen…

Die Statistin - Teil 1...

Veröffentlicht in Allgemein am Mai 25, 2013 von freiedenkerin

rebloggt von Stupor Mundi:

... Die liebe Ute hat mich gestern in ihrem Kommentar zu meinem Post über Britten's "Young Person's Guide To The Orchestra" an diese Episode meines Lebens erinnert...

... Nach etlichen Jahren Saisongastronomie in der Heimat packte ich meine Siebensachen und zog gen München. Auf der Suche nach einem interessanten Arbeitsplatz geriet ich beinahe auf Anhieb an einen der größten Gastronomen der Stadt.

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Sch…wetter-Musik…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Autobiographisches, Dies Und Das, Gedanken, Inspiration, Medien, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , am Mai 24, 2013 von freiedenkerin

… Dieser – mich nach wie vor sehr faszinierende – Welthit der Doors kommt mir seit Tagen schon bei jedem Regenschauer, Gewitter, tiefschwarz dahin treibendem Gewölk in den Sinn…

… R.i.P. Ray Manzarek…

Ein außerordentliches Lehrstück…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Autobiographisches, Dies Und Das, Gedanken, Inspiration, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , am Mai 23, 2013 von freiedenkerin

… Schon sehr früh begann mich das unermessliche Universum der Musik zu faszinieren. Ich konnte Stunden vor dem uralten, oftmals knackenden und rauschenden Radio im Wohnzimmer zubringen, lauschend, mich fragend, was sich hinter den perlenden, sanften, lauten, heftigen, anrührenden Tönen wohl verbergen mochte. Trotz meiner sehr lebhaften und reichen Phantasie konnte ich mir die Klangkörper nicht vorstellen, welche die Melodien erschufen…

… Ich mochte so neun oder zehn Jahre alt gewesen sein, da bekam ich zu Weihnachten von meinen Eltern eine höchst bemerkenswerte Schallplatte geschenkt: Benjamin Britten’s “The Young Person’s Guide To The Orchestra”, gespielt vom Amsterdamer Concertgebow-Orchester, der Dirigent und Sprecher war André Prevín. Die folgenden Tage, nein, Wochen!, vergrub ich mich förmlich in dieses musikalische Lehrstück – bis Bruder und Eltern nur mehr genervt die Augen gen Himmel wandten, wenn die inzwischen zum Überdruß vertrauten Klänge in ohrenbetäubender Lautstärke wieder aus meinem Zimmerchen dröhnten. Endlich, endlich durfte ich erfahren, aus welchen Instrumentengruppen sich ein Orchester zusammen setzt! Gleichzeitig erwuchs in dieser Zeit meine Liebe zur klassischen Musik, die mir auch heute noch inne wohnt…

… “The Young Person’s Guide To The Opera” beginnt zunächst mit einer kleinen Fuge des englischen Komponisten Henry Purcell, die anschließend von den verschiedenen Segmenten des Klangkörpers intoniert wird. Danach folgen Solo-Variationen des klassischen Themas durch die einzelnen Instrumente, die gegen Ende in eine Art Coda münden. Den Abschluss bildet wieder die Fuge. Durchsetzt ist dieses wirklich empfehlens- und hörenswerte musikalische Lehrstück mit den Erklärungen der einzelnen Orchesterteile und Instrumente…

Die Rebellen von Varashon (Teil 43)...

Veröffentlicht in Allgemein am Mai 22, 2013 von freiedenkerin

rebloggt von Stupor Mundi:

... Völlig entkräftet erreichte der Leibdiener Halpensteins das oberste Ende der Wendeltreppe. Fahrig zog er aus der Innentasche seines Fracks einen kleinen Schlüssel hervor, mit welchem er die schmucklose Pforte links von sich öffnete. Er schlurfte mit weichen Knien hindurch, Mauthin ihm dicht und lautlos auf den Fersen. Zum Glück hatte die Aufmerksamkeit des Lakaien durch die Erschöpfung gelitten, und der enge Flur, den er nun entlang tapperte, war sehr finster, so konnte die kleine Katze vor Entdeckung einigermaßen sicher sein...

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Eine gute Handvoll Straßenkünstler/innen,…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Autobiographisches, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Inspiration, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , am Mai 21, 2013 von freiedenkerin

… die mir am Samstag beim Festival in der Altstadt von St. Gallen besonders gut gefallen haben:…

… Duo ComicCasa…

… Die Dame ist in St. Gallen geboren und aufgewachsen, ihr Partner und Ehemann stammt aus Israel. Die Beiden kombinieren sehr schwungvoll, ausgelassen und gekonnt viel Akrobatik mit einer großen Portion Komik…

… Trukitrek…

… Das Trio aus Barcelona, Spanien, verbindet überaus gekonnt Kabarett, Theater und Puppenspiel miteinander. Ihre “echten”, teils schräg geschminkten, teils maskierten Köpfe sitzen auf verschiedenen Marionettenkörpern, zur Musik alter Swing-, Jazz- und Schlagerklassiker wird kunst- und sehr humorvolle, mitreissende Pantomime dargeboten. “Trukitrek” zählte eindeutig zu meinen Favoriten des Festivals…

… Roli und Sepp…

… zeigten feine und übermütig-charmante Clownereien auf Schwyzerdütsch – dank verwandtschaftlicher Beziehungen zu den Eidgenossen hatte ich glücklicherweise keine großen Schwierigkeiten beim Verstehen der Dialoge…

… Maxmaber Orkester…

… spielten sehr virtuos und mitreissend Balkan-Klezmer…

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… Und die Schweizer Gruppe Strozzini intonierte teils gefühlvolle, teils raue Rockballaden…

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… Der Straßenmusiker Estas Tonne gab ganz wundervolle, verträumte, verzaubernde Gitarrenklänge zum Besten…

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… Insgesamt haben dreizehn verschiedene Gruppierungen mit mehr als siebzig Künstlern/innen am 17. und 18. Mai ihr Können rund um die St. Gallener Stiftskirche gezeigt. Eines weiß ich ganz sicher: Dass ich mir den Termin für das nächste Festival der Straßenkünstler in der bezaubernden Schweizer Stadt nahe des Bodensees ganz dick notieren werde…

 

St. Gallen – Teil 2…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Autobiographisches, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , am Mai 20, 2013 von freiedenkerin

… Nach einem ausgiebigen Streifzug durch die Gassen der historischen Altstadt zog es mich zum Bereich des prunkvollen, ausladenden Stifts. Die spätbarocke Bibliothek wollte ich mir keinesfalls entgehen lassen…

… Als ich den Raum betrat, wurde ich von seiner Schönheit und Pracht völlig überwältigt, die Tränen schossen mir in die Augen. Eine lange, sehr lange Zeit verbrachte ich dort, herum schlendernd, die uralten, kostbar gearbeiteten Folianten bestaunend, mich immer wieder in eine der Nischen setzend, das Bauwerk auf mich wirken lassend, in mich aufnehmend…

… Fotografieren ist natürlich verboten, doch bei Wikipedia habe ich dieses Bild gefunden, welches man mit freundlicher Genehmigung der Stiftsbibliothek St. Gallen verwenden darf:…

469px-BibliothekSG… Nicht weniger prachtvoll und üppig gestaltet ist die Stiftskirche St. Gallens, die ebenfalls im Spätbarock anstelle der eher schlichten, romanischen Basilika errichtet wurde:…

… Hier noch eine weitere Handvoll bebilderter Eindrücke aus der Altstadt…

St. Gallen – Teil 1…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Autobiographisches, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Inspiration, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , am Mai 19, 2013 von freiedenkerin

… Eigentlich ist diese wundervolle Reise für Freitag, 17. Mai, geplant gewesen. Doch je näher der Termin rückte, umso schlechter wurde die Wetterprognose. Dank der Freundlichkeit und Kulanz des Unternehmens Flixbus konnte ich trotz massiver Überschreitung der Stornierungsfrist die Fahrt nach St. Gallen auf den Samstag, 18. Mai, umbuchen. Was sich als gute Entscheidung erwies, denn vom frühen Morgen an ist das Wetter wundervoll gewesen – strahlend blauer Himmel, sanfte Maiensonne, ein bisschen kühl – also optimal für eine Stadtbesichtigung…

… Der Legende nach wurde die schöne, in der Ostschweiz, nahe des Bodensees, gelegene Hauptstadt des gleichnamigen Kantons von dem Wandermönch Gallus im Jahre 612 gegründet. Man erzählt, daß ein Bär dem Manne das Bauholz zur Errichtung der ersten Klause herbei gebracht hatte. Seit jenen fernen Tagen ist der Bär das St. Gallener Wappentier…

… Aus der bescheidenen Mönchklause wurde im Laufe der Zeit ein weitläufiges, überaus reiches Kloster, dessen Besitzungen und Einfluss bis nach Wien, bis weit ins benachbarte Bayern hinein reichten. Nach der Säkularisation im Jahre 1803, und auch aufgrund des verwalterischem Unvermögens der letzten drei Fürstpröbste verlor der Klerus Macht und Vermögen…

… In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die prachtvoll erhaltene und sorgsam gepflegte Altstadt, sowie die Abtei, die mächtige Stiftskirche, und vor allem die spätbarocke Stiftsbibliothek zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt…

… Seit etwa zwanzig Jahren findet im wunderschönen St. Gallen ein Festival internationaler Straßenkünstler/innen statt. Die gesamte Altstadt wird zu einer Freiluft-Arena, in der an wechselnden Plätzen gesungen, musiziert und getanzt wird, akrobatische Darbietungen und hinreissende Blödeleien finden statt – Kunst in ihrer ganzen Bandbreite. Auf dem großen Platz bei der Stiftskirche werden zwei etwa dreißig Meter lange Tafeln aufgestellt, und liebevoll dekoriert. Jung und Alt, Ansässige und Auswärtige treffen sich dort, um gemeinsam zu speisen, sich zu unterhalten, zu entspannen, den Zauber der Stadt auf sich wirken zu lassen…

… Da es der Fotos gar viele geworden sind, werde ich sie auf mehrere Posts verteilen…

Diesen Abschnitt…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Autobiographisches, Dies Und Das, Fotografie, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit den Tags , , , , , , , , , , am Mai 19, 2013 von freiedenkerin

… meiner Lieblingsbusstrecke liebe ich so sehr – die Schweizer Berge schälen sich aus dem Morgendunst, und gleich zieht sich das breite, graue Band der Autobahn gemächlich hinunter zum Bodensee…

… Es gibt Tage, die sind vom frühen Morgen an bis spät abends so randvoll mit Schönheit, Andacht, Staunen, Bewunderung, Freude, Genuß und Bewegung, daß sie so lang wie ein Leben erscheinen. Von einem solchen Tag möchte ich euch in den folgenden Posts berichten…

St. Gallen (1 von 1)

Die Rebellen von Varashon (Teil 42)...

Veröffentlicht in Allgemein am Mai 17, 2013 von freiedenkerin

rebloggt von Stupor Mundi:

... Nachdem wir ungefähr die Hälfte der dem Palast und Park zugewandten Basislänge der Pyramide abgeschritten hatten, stoppte Lahl'lil. Er drückte mit der flachen Linken auf ein reliefartiges Symbol, welches ungefähr in Brusthöhe in die makellose Oberfläche des Bauwerks gekerbt war. Beinahe lautlos schob sich eine mehr als gut getarnte Türe auf - selbst bei Tageslicht wäre es wohl niemandem von uns gelungen, sie zu entdecken.

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