Zapper-Splitter

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Gesellschaft, Menschen, Sonstiges mit Tags , , , am Dezember 23, 2009 von freidenkerin

… Bei meinen vielen virtuellen „Reisen“ als notorische Zapperin durch die vielgestaltige „Landschaft“ der Fernsehprogramme fallen mir des Öfteren Ungereimtheiten auf, die mich nachdenklich bzw. grimmig stimmen. So auch gestern Abend…

… In der „Rundschau“, einem Nachrichtenmagazin des Bayerischen Fernsehens, wurde mit euphorischem Unterton in der Sprecherstimme verkündet, daß trotz Wirtschaftskrise die Deutschen in Spenderlaune seien und selten so viel Geld während der Vorweihnachtszeit für Geschenke ausgegeben hätten. Etwa eine Viertelstunde später hieß es während einer Info-Sendung eines privaten, regionalen Münchner Senders, daß festgestellt wurde, daß die Knete bei den Deutschen heuer überhaupt nicht locker gesessen sei und bei den Geschenken gespart worden wäre wie selten zuvor. Hm! Welche Meldung entspricht nun der Wahrheit? Wer nimmt seinen journalistischen Auftrag der seriösen und wahren Information ernst? Und wer versch… uns?…

… Man interviewte ein Mitglied der Opposition des Bayerischen Landtags. Zur Sprache kam die Affäre der Bayerischen Landesbank und der Hypo-Alpe-Adria. 3,85 Milliarden Euro wurden in den Sand gesetzt. Für diese Summe könne man über einen Zeitraum von zehn Jahren die Studiengebühren abschaffen. Oder aber für die Dauer von zwölf Jahren jedem Schulkind in Bayern eine warme Mahlzeit zukommen lassen. Oder aber Bayerns Bildungszentren mit den neuesten Medien ausstatten. – Aber nein! Das will man ja gar nicht!!! Nichts liegt diesen unseren Regierungen weniger am Herzen als Schule und Studium für Alle!!! Die Versprechungen, für Bildungsgleichheit zu sorgen, sind leere Worthülsen, nichts weiter!!! Das ist ein „Uralt-Trick“, der seit Jahrtausenden hervorragend funktioniert: Halte das intellektuelle Niveau deiner Bürger so niedrig als möglich, verhindere, daß sie gut Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Je dumpfer und oberflächlicher die „niederen Schichten“ sind, umso leichter lassen sie sich steuern, ausbeuten und für dumm verkaufen…

… Highlight des Zapper-Abends war eine Bemerkung des Kabarettisten Dieter Nuhr während seines zu später Stunde laufenden Jahresrückblicks: „Jung mußte seinen Sessel räumen, weil er so dumm war, sich beim Lügen erwischen zu lassen. Wenn es ernsthaft darum ginge, daß Minister zurück treten müßten, weil sie gelogen hätten, dann wäre die Regierungsbank gähnend leer.“ Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen…

Fröhliche Miez-nachten!

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Sonstiges mit Tags , , , , , am Dezember 22, 2009 von freidenkerin

 

Smokey: Aufgepasst! Seid ihr alle daaaaa?

Jetzt könnt ihr ein Weilchen mein klassisches Profil bewundern!

Ich bin doch wirklich eine Schönheit!

So, und jetzt sing’ ich euch ein Weihnachtslied!

Oh, Kratzebaum, oh, Kratzebaum,

was bist du herrlich anzuschaun!

Ich kratz’ nicht nur zur Sommerszeit,

nein, auch im Winter, wenn es schneit…

Zweibeinerin: Eieieiei! Da verwackelt’s mir ja schier das Buidl!

Smokey: Sag bloß, dir hat das jetzt nicht gefallen?

Zweibeinerin: Hmpf!

Smokey: Hm! – Ich kann noch eines! Pass gut auf:

Oh, du fröhliche-eh, oh, du leckere-eh

Schleckerlis bringende Mieznachtenzeit…

Zweibeinerin: Neiiiin! Bitte aufhören!

Fotografischer Hüftschuß

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit Tags , , , am Dezember 22, 2009 von freidenkerin

 

… Aufgenommen heute gegen 16:30 Uhr im Spendenraum des Amtlichen Blutspendedienstes München…

… Selten habe ich einen derart regen Betrieb dort erlebt wie heute Nachmittag. Ich bin mit Absicht grade zu dieser Zeit zur beinahe regelmässigen Blutspende gegangen, weil ich mir dachte, daß es da am ruhigsten wäre. Weit gefehlt! Die Stimmung war wie immer großartig, gelöst, fröhlich, liebenswürdig. Zwei der hilfsbereiten Geister sind wahre Spaßvögel und ziehen während der Arbeit gerne mal ihre eigene Comedy-Show auf.  Hier schmecken Co.ca Co.la und Vollkornkekse von Bahl.sen seltsamerweise viel, viel besser als zuhause oder woanders. Und man lernt immer so nette Leute kennen. Schön ist vor allem, daß gut dreiviertel der Spender sehr jung sind, unter Dreißig, und offenbar sehr gebildet…

Unwort

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Gesellschaft, Medien, Menschen, Sonstiges mit Tags , , am Dezember 21, 2009 von freidenkerin

… Gestern mittag wurde im Rahmen der Diskussionsrunde „Presseclub“ so etwas wie ein Jahresrückblick gehalten. Unter anderem kam auch der Anschlag bei Kundus/Afghanistan zur Rede. Einer der vier anwesenden hochkarätigen Journalisten zitierte aus dem Bericht der Feldjäger, die an den bombardierten Tanklastzügen die ersten Untersuchungen durchgeführt hatten: Man habe nur geringe Spuren von Humanmaterial vorgefunden…

Humanmaterial. Diesen Ausdruck sollte man ruhig mal ein Weilchen durch die Gehirnwindungen wandern lassen. Humanmaterial. Was für ein zynisches Wort. Roh. Herzlos. Kaltschnäuzig. Gefühllos. Demütigend. Entwürdigend. Verachtend. Unmenschlich…

… In Zeiten, die noch gar nicht so lang zurück liegen, als Takt, Pietät, Anstand, Achtung vor der Würde des anderen zumindest noch in geringem Maße Gewicht hatten, pflegte man die mit Sicherheit verkohlten, verschmorten Haut- und Fleischfetzen, die Knochensplitter der Opfer als „menschliche bzw. sterbliche Überreste“ zu bezeichnen. Egal, ob Muslime, Mitglieder der Taliban, ob Freund oder „Feind“, egal, welcher Hautfarbe – weiß, braun, gelb, schwarz, lilablassblau – die bei dem Bombardement ums Leben gekommenen waren Mitmenschen. Sie haben geatmet, ihre Herzen hatten sich geregt, Seelen wohnten ihnen inne, sie haben gelebt, geliebt, gelacht, geweint. Sie hatten Familien, um deren Erhalt sie sehr oft bitterlichst zu ringen hatten. Sie hatten Frauen, Söhne, Töchter, Mütter, Väter, Geschwister. Die Getöteten des Anschlages von Kundus als Humanmaterial zu bezeichnen ist eine Schande ohnegleichen. Eine inhumane Wortschöpfung der weithin so gerühmten deutschen Sprache!…

Weihnachts-Klassiker

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit Tags , , , am Dezember 20, 2009 von freidenkerin

Der folgende Briefwechsel zwischen Virginia O’Hanlon und Francis P. Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert – bis zur Einstellung der „Sun“ im Jahre 1950 – alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit auf der Titelseite der Zeitung gedruckt.

Die kleine Virginia aus New York wollte es ganz genau wissen. Darum schrieb sie an die Tageszeitung „Sun“ einen Brief: „Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der ‘Sun’ steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?“

Die Sache war dem Chefredakteur Francis Church so wichtig, dass er selber antwortete – auf der Titelseite:

„Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen, sie glauben, daß es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt.

Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie – gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen. Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben.

Gewiss, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme ihn zu Gesicht – was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts.

Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken – geschweige denn sie zu sehen – das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönsten Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreissen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter zu erkennen sein.

‘Ist das denn auch wahr?’, kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger.

Der Weihnachtsmann lebt, und er wird ewig leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen. Frohe Weihnacht, Virginia.

Dein Francis Church“

Der christkindliche Briefträger (2)…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Menschen, Sonstiges mit Tags , , , am Dezember 19, 2009 von freidenkerin

 

… brachte heute eine sehr exklusive, golden glitzernde Weihnachts-Geschenk-Karte von der lieben Tonari und ihrem GöGa…

… mit einem schönen und anrührenden Text beschrieben, den ich Euch keineswegs vorenthalten möchte:

Wann fängt Weihnachten an?

Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,

wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,

wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,

wenn der Laute bei dem Stummen verweilt

und begreift, was der Stumme ihm sagen will,

wenn das Leise laut wird und das Laute still,

wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,

das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,

wenn mitten im Dunkeln ein winziges Licht

Geborgenheit und helles Leben verspricht,

dann, ja, dann

fängt Weihnachten an…

 

Meine Lieben, ich danke euch von ganzem Herzen!

Recherche? Fehlanzeige!

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Medien, Menschen, Sonstiges mit Tags , am Dezember 19, 2009 von freidenkerin

… Was mir in zunehmenden Maße beim Zappen durch sowohl staatliche als auch private Fernsehprogramme negativ auffällt ist, daß man offenbar auf gründliches Recherchieren wohl immer weniger Wert legt. Alleine in der Stunde zwischen 17.30 und 18.30 Uhr sind mir heute drei Beispiele dafür aufgefallen:

… In einem Nachrichtenmagazin des Senders Pro Sieben meinte anlässlich der klirrenden Kälte in deutschen Landen die Moderatorin: „Ich frage mich, wie die Einwohner des oberbayerischen Örtchens Funtensee die -33,6 Grad überstanden haben, die vergangene Nacht gemessen worden sind.“ – Meine Liebe, der Funtensee ist ein kleiner Bergsee, der im Gebirgsstock des Steinernen Meeres im Süden des Berchtesgadener Land in ungefähr 1.600 Metern Höhe liegt. Dort gibt es keine Ansiedlung, lediglich ein Schutzhaus für Bergsteiger und Wanderer, welches meines Wissens während der Wintermonate geschlossen ist. – Recherche? Fehlanzeige!

… Im Magazin „Brisant“, welches ich mir ausgesprochen ungern ansehe, weil ich die vor künstlicher Betroffenheit nur so triefenden Stimmen der Moderatoren nicht ertragen kann, berichtete man darüber, daß zwei „Haflinger Pferde“ von ihrem Weidegrund ausgebrochen waren und sich auf die nahe Autobahn verirrt hatten. Ohne jegliche Mühe war während des Bildberichtes allerdings zu erkennen, daß eines der beiden Huftierchen ein Norweger Pony war und kein Haflinger. – Recherche? Fehlanzeige!

… Im Verbrauchermagazin „Marktcheck“ auf Eins Plus wurde ein Beitrag ausgestrahlt, in dem einige Studenten zu testen hatten, ob die neu gestaltete Milchpackung einer weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannten Molkerei tatsächlich ein tropfenfreies und bequemes Einschenken gestatten. Man schüttete die Milch in ein senkrecht auf dem Tisch stehendes Glas – und eine ordentliche Pfütze vorbei. Dabei hätte einem doch der gesunde Menschenverstand ganz leicht sagen können, daß man das Glas nur schräg an die Öffnung der Packung zu halten hat – und kein einziger Tropfen geht daneben! Praktisches Denken + Recherche? Fehlanzeige!

Ich schäme mich…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Gedanken, Gesellschaft, Menschen, Sonstiges mit Tags , , , , , am Dezember 19, 2009 von freidenkerin

… für unsere „Volksvertreter“, die es anlässlich der Klimakonferenz in Kopenhagen wieder einmal nicht zuwege gebracht haben, auf die ungezählten bittenden und warnenden Stimme der Menschen zu hören, für die sie doch eigentlich in derart wichtigen Belangen sprechen, entscheiden und handeln sollten…

… für unsere „StaatsDIENER„, daß sie es nach wie vor außer Acht lassen, unsere Belange zu vertreten, daß sie das Rangeln, Schachern und Pokern um Macht und Positiönchen nach wie vor für wichtiger erachten, als Volkes Stimme zu vertreten, daß sie nach wie vor die Bürde, diese unsere Welt zu retten, auf uns abwälzen, anstatt besonnen, umsichtig und rücksichtsvoll zu handeln und klare Aussagen zu treffen…

… für die Politiker, denen nach wie vor der eigene Reibach, die rücksichtslosen Forderungen der Großindustrien, die eigene beschränkte und egoistische Geisteshaltung weitaus dringlicher zu sein scheinen, als das Einhalten von während der Wahlkämpfe gegebenen VERSPRECHEN sowie dem Wohlergehen künftiger Generationen…

… für diejenigen, die sich in ungezählten, heuchlerischen, bürokratischen, nichtsnutzigen Formulierungen verlieren, anstatt sachlich und wahrhaftig zu agieren, für diejenigen, die sich erdreisten, einen Fehlschlag als akzeptablen Kompromiss zu bezeichnen…

… für all die Kurz- und Uneinsichtigen, denen die materiellen Errungenschaften, die Profitgier, die lächerlichen Statussymbole wichtiger sind als Toleranz, Mitgefühl und weiser Voraussicht – und der Schutz unserer Kindeskinder…

… für all meine Mitmenschen, die immer noch nicht wahrhaben wollen, was für ein fragiles, zerbrechliches Eiland, was für ein atemberaubend schönes, einzigartiges, unfassbares Juwel diese unsere Erde, unser aller Heimstatt inmitten des weit die Grenzen unseres Verstandes sprengenden Weltalls ist…

… für einen amerikanischen „Volksvertreter“, der offenbar vor einer übermächtigen Lobby eingeknickt zu sein scheint und alleine während der noch kurzen Dauer seiner Amtszeit eine erkleckliche Anzahl seiner rethorisch so wohlklingenden Zusagen ad absurdum geführt hat…

… dafür, daß sogar schon die Vertreter der Presse nunmehr zwischen Menschen und Politikern zu unterscheiden pflegen…

… vor meinem kleinen Neffen Maximilian, daß ich alleine so wenig tun kann, um ihm und seinen zukünftigen Lieben eine Zukunft auf einer noch lebenswerten Erde zu sichern…

Ein Wagen von der Linie 8…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Menschen, Sonstiges mit Tags , , , , am Dezember 18, 2009 von freidenkerin

 

Ein Wagen von der Linie 23…

Veröffentlicht in 1, Allgemein, Dies Und Das, Menschen, Sonstiges, Stöckchen mit Tags , , , , am Dezember 18, 2009 von freidenkerin

 

… Dieses Cam-Underfoot-Buidl ist während meiner Fahrt mit der neuen Trambahnlinie 23 im Inneren des Zuges entstanden…

… Eigentlich wollte ich als begeisterte Trambahn-Gondlerin diese Tour bereits letzten Sonntag machen. Doch anscheinend hatte an jenem Nachmittag halb München die gleiche Idee wie ich, die Züge waren dermassen proppenvoll, daß die Passagiere sich darin förmlich stapelten, schlimmer noch wie Sardinen in der Dose. Da ist mir dann schnell die Lust zu diesem Ausflug abhanden gekommen. Auch gestern waren, obwohl keine Stosszeit herrschte, die Waggons recht üppig besetzt. An der Wendeschleife nach der letzten Station hat sich dann heraus gestellt, daß gut die Hälfte der Mitfahrenden auch Wissbegierige waren, sie stiegen nicht aus, sondern ließen sich wieder zurück zur Münchner Freiheit kutschieren…

… Außer einer kühn geschwungenen Hängebrücke und einigen coolen Ausblicken auf die Munich Skytowers bietet die Tramlinie 23 allerdings keine nennenswerten Sehenswürdigkeiten. Und mit etwas über drei Kilometern Strecke ist sie auch ziemlich kurz geraten. Sie endet auch recht unspektakulär inmitten einer Art Pampas, in welcher sich die Klötze einiger Lagerhallen türmen, unweit des Frankfurter Rings. Da gibt’s schon ganz andere „Kaliber“: Die Linie 17 zum Beispiel, vom Effnerplatz quer durch die Stadt bis hinaus nach Obermenzing. Oder die Linie 19, vom Pasinger Marienplatz bis nach Berg am Laim. Oder die Linie 12, die am Scheidplatz startet, durch Schwabing, Neuhausen und Nymphenburg bis zum Romanplatz fährt, sich ab da dann Linie 16 nennt, und in weit gezogener Schleife die lange, lange Arnulfstraße über den Hauptbahnhof und Stachus bis zum Sendlingertor rumpelt…